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Voraussetzung für Mobilitätsmaßnahmen zwischen Hochschulen

Damit im Rahmen des Erasmus+ Programms Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zwischen zwei oder mehreren Hochschulen stattfinden kann, muss für die Vertragslaufzeit ein Inter-Institutional Agreement (IIA) zwischen der entsendenden und der aufnehmenden Hochschule geschlossen werden.

Für die Mobilität mit Programmländern (KA103) gilt, dass beide Hochschulen im Besitz einer gültigen Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE) sein müssen. Die entsprechenden Dokumente und Muster finden Sie in unserem Downloadcenter.

Inter-Institutional Agreements

Hochschulen verständigen sich mit Hilfe von Inter-Institutional Agreements (IIA, Kooperationsvereinbarungen) über die Ausgestaltung ihrer Erasmus-Mobilität. IIA können abgeschlossen werden zwischen Hochschulen oder ganzen Netzwerken.

Die Kooperationsvereinbarungen fußen auf der Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE), über die nur Hochschulen in Programmländern verfügen.

Um die Zusammenarbeit zwischen Programmländern und Partnerländern auf dieselbe Grundlage zu stellen, enthalten Kooperationsvereinbarungen über die Mobilität mit Partnerländern ("International Credit Mobility") auch alle Prinzipien und Elemente einer ECHE.

IIA im Rahmen der aktuellen Programmgeneration von Erasmus+ (einschließlich der Projekte des Aufrufs 2020)

Die Europäische Kommission betrachtet alle inter-institutionellen Vereinbarungen, die derzeit zwischen Hochschuleinrichtungen unterzeichnet werden, als gültig für die Mobilität von Studierenden und Personal, die im Rahmen von Erasmus+ KA103- und KA107-Projekten organisiert werden, einschließlich derer, die im Rahmen der Aufforderung 2020 ausgewählt werden. Neue Vereinbarungen können weiterhin mit den hier verfügbaren Vorlagen abgeschlossen werden.
Das bedeutet, dass Hochschuleinrichtungen für KA103 ihre Vereinbarungen bis Mai 2022 weiterverwenden können, um Mobilitäten in den Projekten des Calls 2020 zu finanzieren. Für KA107 können sie diese Vereinbarungen bis zum Ende der Projekte des Calls 2020 im Juli 2023 nutzen. Analog gilt dies für Projekte aus den Aufrufen 2019 und 2018.

IIA für den Aufruf 2021, die neue Programmgeneration, zur Mobilität zwischen den Programmländern

Für den ersten Aufruf des neuen Programms müssen die Hochschuleinrichtungen ihre Vereinbarungen zur Mobilität zwischen den Programmländern in einem digitalen Format in Übereinstimmung mit der Initiative für einen europäischen Studentenausweis erneuern. Um dies zu erleichtern, wird der Inter-Institutional Agreement Manager im Februar zur Erprobung freigegeben. Das System ist an das Netzwerk Erasmus without Papers – EWP angeschlossen, um die in den Vereinbarungen enthaltenen relevanten Daten den Partnerinstitutionen und den Studierenden leicht zugänglich zu machen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Newsseite.
Dieses Vorgehen soll auch eine rasche Aktualisierung und den gleichzeitigen Austausch von Informationen mit allen Partnereinrichtungen ermöglichen, wodurch sichergestellt wird, dass Mobilitätskoordinatoren und Studierende während des gesamten siebenjährigen Programms stets Zugang zu genauen und aktuellen Informationen haben.

Die erforderlichen Informationsfelder für die neuen inter-institutionellen Vereinbarungen sind in großen Teilen unverändert, nur wenige zusätzliche Felder wurden eingefügt. Diese spiegeln die wichtigsten Neuerungen im kommenden Programm wider. Einige Felder sollen den Partnern zusätzliche praktische Informationen geben. Das Ziel dieser Ergänzungen ist es, die Institutionen von der Notwendigkeit zu befreien, jährliche "Informationsblätter" zu erstellen, die üblicherweise für jedes akademische Jahr per E-Mail an die Partner verteilt werden.

Die neue Vorlage der inter-institutionellen Vereinbarung wurde von der Europäischen Kommission hier lediglich zur Information veröffentlicht, um es Ihnen zu erleichtern, mit Ihren potentiellen Partnern gemeinsam über neue inter-institutionellen Vereinbarungen parallel zu den Tests des Inter-Institutional Agreement Manager zu verhandeln und um Ihnen bei der Vorbereitung des Erneuerungsprozesses für innereuropäische Partnerschaften zu helfen. Die Europäische Kommission wird alle ECHE-Inhaber in den kommenden Tagen durch eine analoge Mitteilung über die Vorbereitungen zur neuen Programmgeneration benachrichtigen.

Darüber hinaus sind alle Hochschulen eingeladen, über die Qualität ihrer derzeitigen Partnerschaften nachzudenken. Hierzu verweist die Kommission auf das eQuATIC-Tool, welches ein Produkt des von der Universität Gent koordinierten gleichnamigen Erasmus+ Projekts ist. Das Tool ermöglicht es den Hochschuleinrichtungen, ihre Mobilitätsdaten zu analysieren und ihre inter-institutionellen Vereinbarungen anhand einer Reihe von Qualitätsindikatoren zu messen.

Inter-institutionelle Vereinbarungen für den Aufruf 2021, die neue Programmgeneration, zur Mobilität zwischen Programm- und Partnerländern

Die Vorlage für inter-institutionelle Vereinbarungen zwischen den Erasmus-Programm- und Partnerländern wird ebenfalls für das künftige Programm überprüft und erneuert.
Bis Mitte März 2020 wird ein entsprechender Entwurf der Vorlage zur Verfügung stehen. Inwieweit sie in einem digitalen Format eingeführt werden kann, das von den Hochschulen der Programm- und der Partnerländer verwendet werden kann, wird in einem nächsten Schritt geprüft.

Qualitätsanforderungen der Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE)

Hochschulen verpflichten sich auf beiden Seiten zur Einhaltung der Qualitätsanforderungen der Erasmus-Charta für die Hochschulbildung (ECHE) in der Durchführung und Verwaltung der Mobilität. Sie einigen sich auf quantitative und qualitative Maßnahmen, um hochwertige Mobilität und größtmögliche Wirkung zu gewährleisten. Für Auslandspraktika, eingeladene Unternehmensvertreter sowie für Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken muss kein IIA geschlossen werden/vorliegen.

Abschluss vor Beginn von Mobilitätsmaßnahmen

Es wird empfohlen, dass Hochschulen aus Programm- und Partnerländern diese Vereinbarung unterzeichnen, sobald sie für die Förderung internationaler Mobilitätsprojekte ausgewählt worden sind, in jedem Fall jedoch vor Beginn der Mobilitätsmaßnahmen.

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