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Europäische Hochschulen

Hochschulmitarbeiter hält eine europäische Flagge in der Hand und wirbt so für das neue Konzept "Europäische Hochschule"
Oliver Reetz/DAAD

"Europäische Hochschulen" sind Hochschulallianzen, die die Stärken und die Vielfalt europäischer Forschung und Lehre in neuen Strukturen bündeln sollen, um den Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, zu begegnen.

Am 14. Dezember 2017 fordert der Europäische Rat "die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Förderung der Herausbildung von etwa zwanzig "Europäischen Hochschulen" bis 2024, bestehend aus nach dem Bottom-up-Prinzip errichteten Hochschulnetzwerken in der gesamten EU, die es Studierenden ermöglichen, durch eine Kombination von Studien in mehreren EU-Ländern einen Studienabschluss zu erwerben, und somit zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulen beitragen".

Ziele

  • Verbesserte Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems mit einem starken Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation durch eine substantielle Erhöhung/Verbesserung der Qualität, der Leistungen und der Attraktivität von europäischen Hochschulen
  • Unterstützung eines geeinten und starken Europas
  • Zusammenbringen einer neuen Generation von Europäern, die gemeinsame Werte und eine europäische Identität fördern

Zur Erreichung dieser Ziele wird die EU-Kommission in der Nachfolgegeneration von Erasmus+ ab 2021 eine neue Förderlinie initiieren. Zur Vorbereitung wird es im Rahmen des Erasmus+ Programms eine erste Pilotausschreibung "Europäische Hochschulen" im Herbst 2018 für das Jahr 2019 geben. Eine zweite Pilotausschreibung wird für 2020 erwartet.

Was wird im Rahmen der Pilotausschreibung gefördert?

Durch die Pilotausschreibung sollen unterschiedliche Kooperationsmodelle von Hochschulallianzen entwickelt und getestet werden, deren Ergebnisse in die Gestaltung der Förderlinie der neuen Programmgeneration ab 2021 einfließen.

Folgende Charakteristika für die Pilotausschreibung werden diskutiert, die endgültigen Details werden mit dem Call im Herbst 2018 veröffentlicht:

  • Mindestens drei Hochschulen aus drei EU-Mitgliedstaaten, zusätzlich können Hochschulen aus den Erasmus+ Programmländern als volle Partner teilnehmen
  • Weitere akademische und nicht akademische Partner können assoziiert werden (keine finanzielle Zuwendung für assoziierte Partner); ein Koordinator handelt im Auftrag des Konsortiums

  • Regionale, thematische oder existierende Kooperationsverbünde können als Grundlage dienen; die Förderung soll ermöglichen, die Kooperation auf eine neue/höhere Ebene zu stellen
  • Sowohl bestehende, als auch neue Verbünde, die ihre Kooperation auf Fakultäts- und Abteilungsebene beginnen sind möglich
  • Alle europäischen Regionen sollen sich in den ausgewählten Projekten wiederfinden. Die ausgewählten Projekte sollen zudem unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit reflektieren

  • langfristige, ambitionierte Strategie der Zusammenarbeit auf Ebene der Hochschulleitung
  • geographische Balance in der Zusammensetzung des Konsortiums
  • gemeinsame Management-Strukturen
  • innovative Konzepte (digitale Technologien, work-based learning, blended learning, …)
  • Synergien in Forschung und Bildung
  • Mobilität für Studierende, Wissenschaftler und Personal
  • Förderung unternehmerischer Kompetenzen
  • Einbindung benachteiligter Gruppen
  • Nachhaltigkeit und Verbreitung der Ergebnisse

Für die Pilotausschreibung im Herbst 2018 stehen voraussichtlich 30 Millionen Euro für vier bis sechs Projekte mit einer Laufzeit von drei Jahren zur Verfügung.

Zeitplan

Im Herbst 2018 wird die Pilotausschreibung veröffentlicht. Die Antragsfrist wird voraussichtlich im Februar 2019 liegen. Die Antragstellung erfolgt online an die EACEA in Brüssel.

Die NA DAAD bietet am 18.10.2018 eine Informationsveranstaltung zur Pilotausschreibung zu den Europäischen Hochschulen.

Kontakt

Beate Körner

E-Mail: koerner@daad.de
Tel.: 0228 - 882 257

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