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Kapazitätsaufbauprojekte

Zwei Hochschulmitarbeiter erarbeiten an einer Tafel ein Konzept für ein Erasmus+ Kapazitätsaufbauprojekt ihrer Hochschule.
Jan von Allwörden/DAAD

In zwei- oder dreijährigen Kapazitätsaufbauprojekten unterstützen europäische Hochschulen die Reform und Modernisierung von Hochschulen und Hochschulsystemen in mehr als 150 Partnerländern der Europäischen Union.

Erasmus+ Zentrale Maßnahmen #kurzerklärt

In der Grafik sind zwei Hochschulmitarbeiter abgebildet, sie lassen sich von der NA DAAD zu den zentralen Maßnahmen beraten.

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Wichtiger Hinweis: Der erste Aufruf für die Kapazitätsaufbauprojekte im Rahmen der neuen Erasmus+ Programmgeneration (2021-2027) wird voraussichtlich im Oktober / November 2021 veröffentlicht, mit Antragsfrist im Frühjahr 2022. Sobald Detailinformationen vorliegen, wird diese Webseite aktualisiert. Bitte beachten Sie, dass sich alle untenstehenden Informationen noch auf die vergangene Programmgeneration (2014-2020) beziehen. Sie sollen lediglich der groben Orientierung dienen.

Was ist neu ab 2021? Das Basiskonzept der Kapazitätsaufbauprojekte bleibt in der neuen Programmgeneration erhalten. Neu wird jedoch die Einführung von drei unterschiedlichen Projektsträngen sein, bei denen in kleineren Projekten (Strand 1) insbesondere weniger erfahrene Hochschulen und Newcomers aus Partnerländern angesprochen werden sollen, während größere Projekte in Strand 2 und Strand 3 zum Peer Learning und Austausch guter Praxis zwischen Programm- und Partnerländern dienen. In Strand 2 soll der Fokus vor allem auf Innovation und der Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen mit Wirtschaft, Industrie und dem privaten Sektor liegen. In Strand 3 werden große Strukturreform-Projekte gefördert, bei denen auch Ministerien als Partner involviert sind. Ein besonders hoher finanzieller Aufwuchs ist für die Region Subsahara-Afrika geplant.

Was wird gefördert?

Kapazitätsaufbauprojekte unterstützen die Reform und Modernisierung von Hochschulen und Hochschulsystemen durch gemeinsame Projekte in folgenden Bereichen:

  • Lehrplanreform
  • Modernisierung der Hochschulverwaltung
  • Stärkung der Verbindung der Hochschulen mit der Gesellschaft

Budget

500.000 Euro bis eine Million Euro
Gefördert werden Personalkosten, Reisekosten, Aufenthaltskosten, Ausstattungskosten (nur für Hochschulen aus Partnerländern) sowie Untervertragskosten.

Zeitraum/Vertragsdauer

Zwei oder drei Jahre

Welche Länder können teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt an Erasmus+ Kapazitätsaufbauprojekten sind alle Programmländer und Partnerländer in den Regionen 1 bis 4 und 6 bis 11. Hochschulen aus diesen Ländern können sowohl als Koordinator als auch als Partner teilnehmen.

Regionale Besonderheiten der Konsortiumsstruktur:

  • Lateinamerika: Teilnahme von mindestens zwei Partnerländer erforderlich; Chile und Uruguay sind ab dem Call 2019 keine förderfähigen Partnerländer mehr. Organisationen aus diesen Ländern können nur als assoziierte Partner teilnehmen
  • Syrien und Libyen: Hochschulen können nicht als Koordinator agieren
  • Russland: ein Projektantrag mit Russland braucht mindestens die Teilnahme eines weiteren Partnerlandes, Hochschulen aus Russland können nicht als Koordinator agieren
  • Ukraine: teilnehmen können nur Hochschulen, die durch das Ministerium für Bildung und Forschung in Kiew anerkannt sind
  • Serbien zählt ab dem Call 2019 zu den Programmländern

Bestimmte Hochschulen und Organisationen in Partnerländern unterliegen EU-Sanktionen und dürfen keine Fördermittel erhalten. Auf der Seite der "Consolidated list of sanctions" der EU sind die Hochschulen und Organisationen aufgeführt, die finanziellen Sanktionen durch die EU unterliegen. Sollten Sie eine Kooperation mit einer der dort aufgelisteten Hochschulen und/oder Organisationen planen, halten Sie bitte unbedingt Rücksprache mit der NA DAAD.

Welche Projekte können gefördert werden?

Zwei Projektarten können beantragt werden:

  • Gemeinsame Projekte zielen auf die Reform und Modernisierung auf institutioneller Ebene der Hochschulen in den Partnerländern durch
    • die Entwicklung neuer oder Verbesserung bestehender Lehrpläne,
    • die Modernisierung von Hochschulverwaltung und -management und
    • den Aufbau von Verbindungen zwischen den Hochschulen und relevanten sozioökonomischen Akteuren außerhalb.
  • Strukturprojekte erzielen Wirkungen auf der Ebene nationaler Hochschulsysteme in den Partnerländern durch
    • die Modernisierung von Politiken, der Verwaltung und des Managements von Hochschulsystemen und
    • die Stärkung von Verbindungen zwischen Hochschulsystemen und ihrem sozioökonomischen Umfeld.

Die (Bildungs-)Ministerien der beteiligten Partnerländer müssen an den Strukturprojekten als Partner beteiligt sein.

Prioritäten

Für beide Projektkategorien (Gemeinsame Projekte und Strukturprojekte) werden abhängig von den Partnerländern nationale und/oder regionale Prioritäten definiert. Die Prioritäten decken drei Bereiche ab: Fachbereiche für Curriculumentwicklung, Hochschulmanagement und -steuerung, Verbindungen Hochschule-Gesellschaft. Antragsteller müssen im Antrag darstellen, welche Prioritäten das geplante Projekt adressiert. Für den aktuellen Aufruf sind die geltenden Prioritäten auf der Website der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) veröffentlicht.

Wie erfolgt die Auswahl eines Projektes?

Die in Brüssel eingegangenen Vorschläge werden zunächst von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) auf die formale Förderfähigkeit geprüft. Antragsteller, deren Vorschläge die formalen Förderkriterien nicht erfüllen, werden nach Abschluss dieser Prüfung von der EACEA schriftlich benachrichtigt. Die formal gültigen Anträge werden zwischen März und Mai des jeweiligen Jahres von jeweils zwei unabhängigen Gutachtern bewertet.

Zu den Vorschlägen mit den höchsten Bewertungen werden anschließend die EU-Delegationen in den jeweiligen Partnerländern, gegebenenfalls die Nationale Erasmus+ Büros (NEOs) sowie relevante nationale Behörden in den Partnerländern konsultiert. Die abschließende Entscheidung wird von der EACEA auf Basis der Empfehlungen des Evaluationsausschusses getroffen. Alle Antragsteller sollen von der EACEA im Juli/August des jeweiligen Jahres über die Ergebnisse informiert werden.

An wen wende ich mich, wenn ich Fragen habe?

Lassen Sie sich bei Fragen gerne von uns beraten. Hierzu senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Kontakt

Yvonne Schnocks

Carina Fazius

Elisabeth Tauch

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