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                    Akademischer Austauschdienst - German Academic Exchange Service Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

Unterstützung von Lehrkräften

Die Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften spielt eine zentrale Rolle im ET-2020-Rahmen. Nur durch gut ausgebildetes pädagogisches Personal kann die Umsetzung ambitionierter Bildungspolitiken sichergestellt werden.

Politischer Kontext

Eine Reihe von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union berichten über ein abnehmendes Interesse an Lehrberufen. Der dadurch resultierende Personalmangel hat laut ET-2020 mitunter Auswirkungen auf die Qualität des Unterrichts. Ein weiterer Aspekt, der in besonderem Maße Hochschuleinrichtungen betrifft, ist eine mangelnde pädagogische Schulung der Lehrenden:

„Zu viele Hochschullehrkräfte sind nur wenig oder überhaupt nicht pädagogisch geschult, und systematische Investitionen in ihre kontinuierliche berufliche Entwicklung sind weiterhin die Ausnahme.“ (Europäische Erneuerungsagenda für die Hochschulbildung)

Um diesen Herausforderungen in angemessener Art und Weise entgegenzutreten, sollen langfristig gedachte Konzepte entwickelt werden. Dazu gehört es auch, die Attraktivität des Lehrberufes zu erhöhen.

Lehrkräfteausbildung als Querschnittsthema

Dass die Ausbildung von Lehrkräften nicht nur einzeln, sondern auch in Relation zu anderen Themen der allgemeinen und beruflichen Bildung zu betrachten ist, wird im ET-2020-Rahmen ersichtlich. So soll mithilfe einer verbesserten Lehrausbildung auch die Schulabbrecherquote – welches eines der zentralen Ziele der Strategie Europa 2020 ist – gesenkt werden. Weitere Verknüpfungspunkte sind die Bereiche Soziale Inklusion und Digitalisierung. Lehrende sollen in die Lage versetzt werden, IKT-Tools optimal in ihren Unterricht zu integrieren. Somit kommt der Lehrkräfteausbildung auch eine entscheidende Rolle in der Digitalisierungsstrategie zu. In Bezug auf eine künftig durchmischte Kandidatenstruktur, die ein möglichst breites gesellschaftliches Spektrum widerspiegelt, heißt es:

„Es bedarf breit angelegter langfristiger Konzepte, um sicherzustellen, dass die am besten geeigneten Kandidaten – mit unterschiedlichem Hintergrund und vielfältiger Erfahrung – ausgewählt werden und dass die Lehrkräfte attraktive Karrierechancen haben, auch mit Blick darauf, die in starkem Maße bestehende geschlechtsabhängige Ungleichbehandlung auszugleichen.“ (ET-2020-Rahmen)

Best Practice

Eine kurze Zusammenfassung von Beispielprojekten, die diesen prioritären Themenschwerpunkt im Rahmen von unterschiedlichen Erasmus+ Programmlinien aufgreifen, finden Sie hier >> .

Kontakt

David Akrami Flores

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