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EU Kommission fordert Verdoppelung des Erasmus+ Budgets und Aufbau Europäischer Universitäten

Daniel Ziegert / DAAD

In der Mitteilung "Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur" vom 14.11.2017 fordert die EU Kommission den Erhalt und Ausbau eines Europas der Exzellenz als attraktiver Standort für Studium, Forschung und Beschäftigung. Dies beinhaltet unter anderem die Verdoppelung der Teilnehmer von Erasmus+  und die Schaffung eines Europäischen Bildungsraums.

Förderung der Mobilität und grenzüberschreitender Zusammenarbeit

Um grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Mobilität zu fördern, das Bewusstsein der europäischen kulturellen Gemeinschaft zu vertiefen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, soll die Erfolgsbilanz von Erasmus genutzt und ausgebaut werden: Die künftige Zielsetzung soll unter Einbezug aller bestehender Zielgruppen und dem vermehrten Einbezug von Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen die Verdoppelung der Erasmus+ Geförderten sein. Dies würde mit der Verdoppelung des Budgets in der kommenden Erasmus+ Programmgeneration 2021-2027 auf 29,4 Mrd. Euro einhergehen. Um Mobilität weiter voranzutreiben und zu erleichtern, schlägt die Europäische Kommission außerdem die Idee eines EU-Studienausweises vor, welche 2019 mit einem Pilotprojekt initiiert werden wird.

Schaffung eines Europäischen Bildungsraums

Unter Wahrung der Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten für die Bildungspolitik, beinhaltet die Mitteilung den Vorschlag zur Schaffung eines Europäischen Bildungsraums bis 2025, in welchem Hochschul- und Schulabschlüsse sowie Studienzeiten im Ausland gegenseitig anerkannt werden (sog. „Sorbonne-Prozess“). Darüber hinaus wird die Einrichtung Europäischer Hochschulen vorgeschlagen, die „vernetzt sind, nahtlos grenzüberschreitend kooperieren und international konkurrenzfähig sind“.  Die EU Kommission verbindet diesen Vorschlag mit der Voraussetzung, dass zukünftig mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen müssen.

Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und gemeinsamer Werte

Die Mitteilung beinhaltet außerdem Vorschläge zu verstärkten Investitionen in die allgemeine Grundbildung und die berufliche Erstausbildung, die Förderung der Qualität der Lehrkräfte und der Lehre, Förderung von Sprachen, Schlüsselkompetenzen und lebenslangem Lernen. Auch die Bedeutung von Bildung und Kultur zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und gemeinsamer Werte sowie das Bewusstsein für das kulturelle Erbe werden deutlich hervorgehoben. In der Mitteilung "Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur" vom 14.11.2017 fordert die EU Kommission den Erhalt und Ausbau eines Europas der Exzellenz, als attraktiver Standort für Studium, Forschung und Beschäftigung.

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