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Erasmus+Green – Nachhaltigkeit im neuen Erasmus+ Programm

Die neue Erasmus+ Programmgeneration ist inklusiver, digitaler und grüner. Die physische Mobilität und der damit verbundene persönliche kulturelle Austausch bleiben Kernelement des Erasmus+ Programms. Physische Mobilität, die durch Studierenden- sowie Lehraufenthalte, Praktika oder Reisen im Zusammenhang von transnationalen Kooperationsprojekten entsteht führt jedoch unweigerlich zu CO2-Emissionen.

Wie also kann Erasmus+ grüner und nachhaltiger gestaltet werden und zu den Klimazielen der EU beitragen?

Im Fokus der transversalen Priorität Nachhaltigkeit steht die Sensibilisierung der Erasmus+ Teilnehmenden für die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz sowie insbesondere für den ökologischen Fußabdruck, den Teilnehmende durch Mobilität erzeugen. Durch Bewusstseinsbildung sowie finanzielle Anreize soll die Anzahl der Mobilitäten mit umweltfreundlicheren Transportmitteln gesteigert und der ökologische Fußabdruck des Erasmus+ Programms verringert werden. Darüber hinaus soll die Förderung von Kompetenzen, die für ein Leben in einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Gesellschaft und Wirtschaft wichtig sind, sogenannte „green skills“, durch die Förderung von Kooperationsprojekten zu „grünen“ Themen angegangen werden.

Das Thema Nachhaltigkeit im Erasmus+ Programm basiert auf zwei Dimensionen:

  1. dem ökologischen Fußabdruck des Programms
  2. dem Beitrag des Programms zum gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt

Diese Dimensionen werden in der Programmgeneration 2021-2027 anhand von folgenden Schwerpunkten adressiert:

  • grüne Mobilität
  • Sensibilisierung für die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimawandel -
  • Kooperationsprojekte zu ‚grünen‘ Themen
  • Nutzung der Instrumente der digitalen Transformation
„Wir müssen sorgsamer mit der Natur umgehen, wir müssen die Art und Weise ändern, in der wir produzieren und konsumieren, leben und arbeiten, essen und heizen, reisen und Güter transportieren.

Ursula von der Leyen, State of the Union 2020, 16.09.2020

Green Deal

Im Dezember 2019 hat die EU-Kommission die neue Wachstumsstrategie der EU – den europäischen Green Deal – vorgestellt. Diese Strategie stellt nachhaltiges und integratives Wachstum in den Fokus – Wachstum, dass Klima- und Umweltaspekte mitbedenkt und zu fair verteiltem Wohlstand beiträgt. Der Green Deal ist ein Investitionsplan in Europas Zukunft, mit dem Ziel bis 2050 Klimaneutralität zu erlangen. Alle Maßnahmen der EU sollen zur Erreichung der Ziele des Green Deals beitragen. Die neue Erasmus+ Programmgeneration setzt daher ebenfalls auf das Thema Nachhaltigkeit als transversales Schwerpunktthema.

Schaffung des Europäischen Bildungsraums bis 2025

Am 30. September hat die EU eine neue Mitteilung zum europäischen Bildungsraum veröffentlicht, in der sie Maßnahmen für die Schaffung eines Europäischen Bildungsraum bis 2025 aufzeigt. Unter dem Fokus Nachhaltigkeit bzw. „green transition“ empfiehlt die Mitteilung Aktivitäten zu priorisieren, die Menschen dabei unterstützen Wissen, Fähigkeiten und Werte zu erwerben, welche zum Leben in einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft benötigt werden. Darüber hinaus plant die Kommission die Erarbeitung eines European Competence Frameworks, welches bei der Entwicklung und Bewertung von Wissen und Fähigkeiten zu Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung unterstützen soll. Die Mitteilung betont ebenfalls, dass das zukünftige Erasmus+ Programm grüner und digitaler wird. Virtuelle Mobilität und blended mobility können physische Mobilität ergänzen. Anreize für umweltfreundlichere physische Mobilität sollen die Maßnahmen für ein grüneres Erasmus+ abrunden.

Forderungen und Handlungsempfehlungen des Bildungsausschusses des Europäischen Parlaments

Der Bildungssauschuss des Europäischen Parlaments hat im März 2020 einen Initiativbericht mit Handlungsempfehlungen für die Ökologisierung des Erasmus+ Programms vorgestellt. Der Bericht hebt hervor, dass Bildung, Sport, Freiwilligenarbeit und Kultur durch Instrumente wie Bewusstseinsbildung, Lernen, Kommunikation und das Teilen von Wissen eine wichtige Rolle im Übergang zu einer grüneren EU einnehmen. Der Initiativbericht wurde am 15. September 2020 mit 566 Stimmen vom Europäischen Parlament angenommen.

Eine detaillierte Übersicht der Empfehlungen finden Sie auf folgender Seite:

https://eu.daad.de/programme-und-hochschulpolitik/erasmus-ab-2021/erasmusplus-green/de/77011-erste-ideen-und-studien-zu-green-erasmus/

Kontakt

Nina Knops

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