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Europäische Hochschulen

Hochschulmitarbeiter hält eine europäische Flagge in der Hand und wirbt so für das neue Konzept "Europäische Hochschule"
Oliver Reetz/DAAD

"Europäische Hochschulen" sind Hochschulallianzen, die die Stärken und die Vielfalt europäischer Forschung und Lehre in neuen Strukturen bündeln sollen, um den Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, zu begegnen.

AKTUELLES

Update August 2021 - Der Konsultationsprozess zur weiteren Ausgestaltung der Förderlinie „Europäische Hochschulen“ ist noch nicht abgeschlossen. Ergebnisse werden voraussichtlich Ende September 2021 erwartet. Neu in der Diskussion ist eine mögliche Ausschreibung im Jahr 2022 von zwei Fördersträngen: Neben der bereits angedachten Folgefinanzierung für bestehende Allianzen soll es bereits für 2022 eine Ausschreibung für einige, wenige neue Allianzen geben. Details sind hierzu noch nicht bekannt. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir sie schnellstmöglich auf dieser Internetseite veröffentlichen. Nachfragen zum Konsultationsprozess und zum aktuellen Stand können Sie gerne direkt per E-Mail an uns richten.

Nachfolgend finden Sie die Überlegungen zusammengefasst, die ab Frühjahr 2021 mit Beginn des Konsultationsprozesses zur neuen Ausgestaltung der Förderlinie diskutiert wurden:

Die laufenden Projekte sollen zunächst evaluiert werden, so dass die Ergebnisse in die Ausgestaltung einer neuen Förderlinie im neuen Erasmus+ Programm (2021-2027) einfließen können. Im Frühjahr 2021 hat die EU-Kommission einen Co-Creation Prozess mit den Vertretern der EU-Mitgliedstaaten und Stakeholdern angestoßen, in dem sowohl die weitere inhaltliche als auch die zeitliche Ausgestaltung diskutiert werden. Aktuell geht es insbesondere um folgende Überlegungen:

  • Eine mögliche Folgefinanzierung für bestehende Allianzen ab 2022, um eine Finanzierungslücke zu vermeiden. Nach einer positiven Evaluierung könnten die Piloten eine weitere Förderung für 6 Jahre (4+2) erhalten.
  • Eine eventuelle Erweiterung der bestehenden Allianzen durch Aufnahme weiterer Partnerhochschulen ab 2022.
  • Eine Erweiterung der Allianzen über eine Beteiligung von Hochschulen aus allen Bologna-Ländern als assoziierte Partner ohne Förderung. Bisher ist nur eine Beteiligung von Erasmus Programmländern möglich.
  • Eine reguläre Ausschreibung der Förderlinie „Europäische Hochschulen“ im Rahmen von Erasmus+ ab 2024, um die Schaffung neuer Allianzen zu ermöglichen. Update August 2021: Neu in der Diskussion ist eine Ausschreibung für das Jahr 2022 für einige, wenige neue Allianzen. Entscheidungen und weitere Informationen hierzu sollen bis Ende September verfügbar sein. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir sie schnellstmöglich auf dieser Internetseite veröffentlichen.
  • Langfristig wird eine Beteiligung von ca. 10% der Hochschulen in Europa angestrebt. Aktuell liegt der Anteil mit ca. 280 beteiligten Hochschulen etwa bei 5%.


Beachten Sie bitte, dass die o.g. Punkte zum jetzigen Zeitpunkt noch Gegenstand der Diskussion sind und dass noch keine Entscheidungen hierzu getroffen wurden.

Am 14. Dezember 2017 forderte der Europäische Rat "die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Förderung der Herausbildung von etwa zwanzig "Europäischen Hochschulen" bis 2024, bestehend aus nach dem Bottom-up-Prinzip errichteten Hochschulnetzwerken in der gesamten EU, die es Studierenden ermöglichen, durch eine Kombination von Studien in mehreren EU-Ländern einen Studienabschluss zu erwerben, und somit zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulen beitragen".

Ziele

  • Verbesserte Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems mit einem starken Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation durch eine substantielle Erhöhung/Verbesserung der Qualität, der Leistungen und der Attraktivität von europäischen Hochschulen
  • Unterstützung eines geeinten und starken Europas
  • Zusammenbringen einer neuen Generation von Europäern, die gemeinsame Werte und eine europäische Identität fördern

Zur Erreichung dieser Ziele wird die EU-Kommission in der Nachfolgegeneration von Erasmus+ ab 2021 eine neue Förderlinie initiieren. Zur Vorbereitung gab es im Rahmen des Erasmus+ Programms in 2019 und in 2020 je eine Pilotausschreibung "Europäische Hochschulen".

Was sind Europäische Hochschulen?

Der Begriff "Hochschulen“ sollte im weitesten Sinne verstanden werden, einschließlich aller Arten von Hochschuleinrichtungen. Die Initiative der Europäischen Hochschulen entspricht einer langfristigen Vision, und in diesem Zusammenhang werden die folgenden Schlüsselelemente von den „Europäischen Hochschulen“ bis 2025 erwartet:

  • Eine gemeinsame, integrierte, langfristige gemeinsame Strategie für Bildung mit, wo immer möglich, Verbindungen zu Forschung und Innovation und zur Gesellschaft insgesamt
  • Ein europäischer, "interuniversitärer“ Hochschulcampus
  • Europäische wissensbildende Teams ("herausforderungsbasierter Ansatz“) von Studierenden und Wissenschaftlern - stellen sich gemeinsam gesellschaftlichen und anderen Herausforderungen ihrer Wahl in einem multidisziplinären Ansatz

Darüber hinaus sollen "Europäische Hochschulen“ als Vorbilder für bewährte Praxis die Qualität, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität der europäischen Hochschullandschaft schrittweise weiter steigern und durch die Förderung von wissenschaftlicher Spitzenleistung eine tragende Rolle im europäischen Bildungsraum einnehmen.

Was wird im Rahmen der Pilotausschreibung gefördert?

Durch die Pilotausschreibung sollen unterschiedliche Kooperationsmodelle von Hochschulallianzen entwickelt und getestet werden, deren Ergebnisse in die Gestaltung der Förderlinie der neuen Programmgeneration ab 2021 einfließen.

  • Antragsteller kann jede teilnahmeberechtigte Hochschule (ECHE-Inhaber) aus einem Erasmus+ Programmland sein; der Koordinator handelt im Auftrag des gesamten Konsortiums
  • Mindestens drei Hochschulen aus drei Erasmus+ Programmländern
  • Weitere akademische und nicht akademische Partner können assoziiert werden (keine finanzielle Zuwendung für assoziierte Partner)

  • Relevanz des Vorschlags
  • Geografische Ausgewogenheit
  • Qualität des Vorschlags und der Durchführung
  • Qualität der Kooperationsvereinbarungen der Allianz
  • Nachhaltigkeit und Verbreitung

Den 41 ausgewählten Europäischen Hochschulallianzen der zwei Pilotausschreibungen (1. Pilot, 17 Allianzen; 2. Pilot, 24 Allianzen) steht ein Gesamtbudget von bis zu 287 Mio. Euro zur Verfügung. Jede Allianz erhält bis zu 5 Mio. Euro aus dem Programm Erasmus+ und bis zu 2 Mio. Euro aus dem Programm Horizont 2020 für einen Zeitraum von drei Jahren.
Zur Stärkung der Forschungs- und Innovationsdimension der Europäischen Hochschulallianzen (EUN) stellt die Europäische Kommission im Rahmen des aktuellen EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 Mittel zur Verfügung. Von diesem Angebot können die Allianzen der ersten und zweiten Pilotausschreibung profitieren.

Nationales Begleitprogramm

Flankierend zur EU-Initiative unterstützt der DAAD deutsche Hochschulen im Rahmen des nationalen Begleitprogramms “Europäische Hochschulnetzwerke (EUN) – nationale Initiative“. Weitere Infos finden Sie auf der DAAD-Webseite.

Zeitplan

Im Juli 2019 wurden unter der 1. Pilotausschreibung 17 Europäische Hochschulallianzen ausgewählt. Die Auswahl von weiteren 24 Allianzen wurde von der Europäischen Kommission im Juli 2020 bekannt gegeben.

Die NA DAAD führte am 23. Oktober 2019 eine Informationsveranstaltung zur zweiten Pilotausschreibung zu den Europäischen Hochschulen. Informationen hierzu finden Sie auf unserer Veranstaltungswebseite.

Kontakt

Elisabeth Tauch

Yvonne Schnocks

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