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Informationen zur neuen Programmgeneration 2021-2027 – Leitaktion 2 Partnerschaften und Kooperationsprojekte sowie zu den Jean Monnet-Aktivitäten

Die Leitaktion 2 hat sich im Hochschulbereich nicht grundlegend verändert, jedoch gibt es einige Neuerungen in den einzelnen Förderlinien. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle:

  • Erasmus+ Cooperation Partnerships folgen den bisherigen ‚Strategischen Partnerschaften‘ nach.
  • Erasmus Mundus ist um die Förderlinie ‚Erasmus Mundus Design Measures‘ zur Entwicklung eines gemeinsamen transnationalen Studiengangs erweitert worden.
  • Es gibt die neue Förderlinie ‚Erasmus+ Teacher Academies‘, die eine europäische und internationale Perspektive in der Lehrerausbildung entwickeln sollen.
  • Die Kapazitätsaufbauprojekte in der Hochschulbildung sowie die Europäischen Hochschulen wurden mit dem ersten Aufruf der Programmgeneration 2021-2027 nicht ausgeschrieben, sondern werden im Herbst 2021 für die Förderperiode ab 2022 wieder möglich.

Die Leitaktion 2 forciert weiterhin die Kooperation zwischen Hochschulen und ist mit ihren verschiedenen Förderlinien für unterschiedliche Zielsetzungen, inhaltliche Schwerpunkte und regionale Ausrichtung komplementär nutzbar (siehe auch Schaubilder).
Darüber hinaus nimmt auch die Leitaktion 2 die horizontalen Prioritäten Digitalisierung, Green Erasmus, soziale Teilhabe und Teilhabe am demokratischen Leben in den Fokus des Programms.

Cooperation Between Heis
Quelle: Europäische Kommission
Long-term Strategie
Quelle: Europäische Kommission

Welche Förderlinien und Aktivitäten gibt es in der neuen Programmgeneration für die Kooperationsprojekte der Leitaktion 2 und Jean Monnet?

Die bisherigen Strategischen Partnerschaften wurden von den Kooperationspartnerschaften abgelöst. Im Übergang von den Strategischen Partnerschaften zu den "Cooperation Partnerships" gibt es, abgesehen von der neuen Namensgebung, inhaltlich keine großen Veränderungen. Weiterhin stehen die Innovation und der Austausch guter Praxis in der Hochschulbildung (und anderen Bildungsbereichen) durch Kooperationen zwischen Hochschulen und Institutionen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen programmatisch im Vordergrund. Ziel ist es, Kapazitäten aufzubauen, Wandel und Transformation sowie die Qualitätssteigerung in verschiedenen Bereichen von Hochschulen und anderen Institutionen voranzutreiben.

“Cooperation Partnerships“ müssen mindestens eine spezielle Zielsetzung (Priorität) und / oder einen horizontalen Aspekt (horizontal objective) adressieren, um gefördert zu werden. Die formalen Förderbedingungen sehen vor, dass sich auch weiterhin mindestens drei Hochschulen aus unterschiedlichen Programmländern bewerben. Organisationen aus Partnerländern können als Partner (nicht als Bewerber) teilnehmen, sofern ihre Teilnahme einen inhaltlich gut begründeten Mehrwert für das Projekt darstellt. Die Projektdauer beträgt zwischen 12 und 36 Monaten.

Die neue Förderlinie small-scale partnerships ist NICHT für den Hochschulbereich beantragbar.

Mehr Infos zu Cooperation Partnerships

Diese Aktion zielt auf die Förderung von Exzellenz und weltweiter Internationalisierung von Hochschuleinrichtungen durch Studienprogramme auf Master-Ebene, die von in Europa ansässigen Hochschuleinrichtungen gemeinsam angeboten und gemeinsam anerkannt werden und offen sind für Einrichtungen in anderen Ländern der Welt.

Die Erasmus Mundus Joint Master (EMJM) sind die Fortsetzung der Erasmus Mundus Joint Master Degrees (2014-2020). Dabei setzt die Europäische Kommission auf Kontinuität. Das Gesamtkonzept der gemeinsamen Masterstudiengänge bleibt erhalten. Ein Konsortium aus mindestens drei Hochschulen, davon mindestens zwei Hochschulen aus Erasmus+ Programmländern, führen einen gemeinsamen internationalen Masterstudiengang durch. Der Masterstudiengang schließt mit einem gemeinsamen Abschluss (Mehrfach- oder Gemeinsamer Abschluss) ab und umfasst mindestens zwei Mobilitätsphasen. Das Konsortium vergibt Vollstipendien an exzellente Studierende aus der ganzen Welt. Ein Konsortium erhält einen Vertrag über 6 Jahre für die Durchführung von mindestens 4 Ausgaben des Masterkurses. Der Vertrag umfasst die Kostenkategorien Stipendien, Verwaltungskosten und Special Needs.
In der neuen Programmgeneration werden die EMJM unter der Leitaktion 2 "Partnerships for Excellence" zusammen mit den Europäischen Hochschulen geführt. Dies unterstreicht den Exzellenzanspruch der Förderlinie und die hohen Anforderungen an die Projektdurchführung und die Kooperation im Konsortium.

Neu sind ab 2021 die Erasmus Mundus Joint Design Measures (EMDM) als vorbereitende Maßnahme zur Entwicklung eines gemeinsamen transnationalen Masterstudiengangs in Europa (und darüber hinaus), um sich im zweiten Schritt auf eine Erasmus Mundus Joint Master Förderung zu bewerben.  Dies soll insbesondere unterrepräsentierte Erasmus+ Programmländer und Institutionen ermutigen, an der Förderlinie Erasmus Mundus teilzunehmen. Auch sollen neue thematische Fachbereiche angesprochen werden. Eine anschließende Antragstellung unter Erasmus Mundus Joint Master ist nicht zwingend. Die antragstellende Hochschule kann aus einem Programm- oder Partnerland kommen. Erfolgreiche Antragsteller erhalten eine Pauschale von 55.000 Euro zur Entwicklung des Masterstudiengangs.

Mehr Infos zu Erasmus Mundus

Die Kapazitätsaufbauprojekte sind Kooperationsprojekte zwischen europäischen Hochschulen und Hochschulen aus Partnerländern („third countries not associated to the (Erasmus) programme“) sowie weiteren Institutionen. Sie werden mit dem Ziel gefördert, Hochschulen und Hochschulsysteme in den Partnerländern zu modernisieren bzw. zu reformieren.

Das Basiskonzept der Kapazitätsaufbauprojekte soll in der neuen Programmgeneration erhalten bleiben. Die Details zur Ausgestaltung werden noch diskutiert. Dazu zählt die Einführung von drei unterschiedlichen Projektsträngen, bei denen in kleineren Projekten (Strand 1) insbesondere weniger erfahrene Hochschulen und Newcomers aus Partnerländern angesprochen werden sollen, während größere Projekte in Strand 2 und Strand 3 zum Peer Learning und Austausch guter Praxis zwischen Programm- und Partnerländern dienen. In Strand 2 soll der Fokus vor allem auf Innovation und der Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen mit Wirtschaft, Industrie und dem privaten Sektor liegen. In Strand 3 werden große Strukturreform-Projekte gefördert, bei denen auch Ministerien als Partner involviert sind.

Ein besonders hoher finanzieller Aufwuchs ist für die Region Subsahara-Afrika geplant.

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In der vorherigen Programmgeneration noch "Wissensallianzen" genannt, sind die Allianzen für Innovationen Kooperationsprojekte zwischen europäischen Hochschulen und Unternehmen sowie weiteren Einrichtungen. Im Zentrum der Förderung stehen die Stärkung der Innovationskraft sowie der Aufbau von dauerhaften Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Forschung. Die Projektergebnisse erzielen ihre Wirkung über die Projektlaufzeit hinaus und unterstützen nachhaltige Kooperationen.

Es gibt zwei verschiedene Förderlinien:

Lot 1: Allianzen für Bildung und Unternehmen

(Führt Wissensallianzen aus der vorherigen Programmgeneration fort)

Was ist u.a. neu?

  • Erweiterter Schwerpunkt: Soll soziale und ökonomische Themen wie Klimaschutz, demographischen Wandel oder Digitalisierung adressieren
  • Stärkere Zusammenarbeit der Bildungssektoren Hochschulbildung & Berufsbildung
  • Größeres Konsortium: mindestens 4 Programmländer und 8 Partner müssen involviert sein
  • Neue Zusammensetzung: In jedem Projekt müssen mindestens 3 Institutionen aus der Wirtschaft sowie 3 Institutionen aus dem Bereich Bildung und Ausbildung Partner sein (davon mindestens eine Hochschule und ein VET Provider als Partner)

Lot 2: Allianzen für branchenspezifische Zusammenarbeit zur Kompetenzförderung

(Führt Sektor Skills Alliances aus der vorherigen Programmgeneration fort)

Neu ab 2021: Information durch die NA DAAD (noch keine Beratung)

  • Soll skills gaps von Berufstätigen im Arbeitsmarkt schließen, um Wachstum, Wettbewerb und Innovation zu fördern
  • Teil der 14 Industrial Ecosystems der ‚New Industrial Strategy for Europe’
  • Projekte müssen explizit angeben, welches der Industrial Ecosystems sie adressieren (ein einzelnes).
  • Voraussetzung: mindestens 8 Programmländer und 12 Partner müssen involviert sein.
  • In jedem Projekt müssen 5 Institutionen aus der Wirtschaft sowie 5 Institutionen aus dem Bereich Bildung und Ausbildung Partner sein (mindestens eine Hochschule und ein VET Provider als Partner).

Mehr Infos zu den Allianzen für Innovation

Der Konsultationsprozess zur weiteren Ausgestaltung der Förderlinie „Europäische Hochschulen“ ist noch nicht abgeschlossen. Diskutiert wird eine mögliche Ausschreibung im Jahr 2022 von zwei Fördersträngen: Neben der bereits angedachten Folgefinanzierung für bestehende Allianzen soll es bereits für 2022 eine Ausschreibung für einige wenige neue Allianzen geben. Details sind hierzu noch nicht bekannt. 

Mehr Informationen zur Diskussion um die inhaltliche als auch zeitliche Ausgestaltung weiterer Ausschreibungen finden Sie unter: Europäische Hochschulen. Auch im neuen EU-Forschungsprogramm Horizon Europe ab 2021 soll die Zusammenarbeit mit der Initiative der Europäischen Hochschulen weiter ausgebaut werden.

Die EU- Kommission stellt in der Europäischen Kompetenzagenda vom Juli 2020 dar, wie die Europäischen Hochschulen als langfristige, transnationale Allianzen zwischen den Hochschulen in ganz Europa aufgebaut werden und neue Standards für die Umgestaltung der Hochschuleinrichtungen im gesamten Europäischen Bildungsraum und im Europäischen Forschungsraum setzen sollen. In ihrer anstehenden „Europäischen Strategie für Hochschulen“ sollen die Europäischen Hochschulen eine wichtige Rolle spielen.

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Jean Monnet-Aktivitäten fördern die exzellente Lehre und Forschung zu Europa und zum europäischen Integrationsprozess. In der Programmgeneration 2021-2027 erweitern sie ihren traditionellen Fokus auf die Hochschulbildung und öffnen sich für den Schul- und Berufsbildungssektor. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der EU und ihree Institutionen in Schulen und Berufsschulen zu unterstützen.
Die Aktivitäten sind in drei Bereiche gegliedert:

  • Jean Monnet im Bereich der Hochschulbildung:
    mit folgenden Aktionen: Module, Lehrstühle, Exzellenzzentren (ohne grundlegende Änderungen gegenüber dem Vorgängerprogramm) Hochschulen weltweit können sich hierfür bewerben.
  • Jean Monnet in anderen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildungfür andere Bildungsbereiche (Schul- und Berufsbildung) mit folgenden Aktionen:
    • Teacher Trainings
    • Learning EU Initiatives (geplant ab 2022).
      Teilnahmeberechtigt sind hierfür Einrichtungen aus Erasmus+ Programmländern. Die Aktion „Teacher Trainings“ kann von in der Lehrerbildung aktiven Hochschulen und Organisationen beantragt werden. Die Aktion „Learning EU Initiatives“ richtet sich an Schulen und Berufsschulen.
  • Jean Monnet-Politische Debatte
    • Thematische Netzwerke im Hochschulbereich (geplant ab 2022). Teilnahmeberechtigt sind Hochschulen und weitere Organisationen weltweit.
    • Netzwerke für Schulen und Berufsbildungsanbieter (Networks for Schools and VET Providers). Teilnahmeberechtigt sind Schulen und Berufsschulen aus Erasmus+ Programmländern.

Mehr Infos zu den Jean Monnet-Aktionen

Teacher Academies sind Europäische Partnerschaften von Lehreraus- und -weiterbildungsanbietern zur Stärkung der europäischen und internationalen Perspektive in der Lehrerbildung. Diese sind neu in der Programmgeneration 2021 – 2027 und werden unter KA2 – Partnerships for Excellence ausgeschrieben. Es müssen mindestens drei Partner aus Programmländern (darunter mindestens zwei EU-Mitgliedsstaaten), davon zwei Anbieter von Lehrergrundausbildung und ein Anbieter von beruflicher Weiterbildung für Lehrer, sowie mindestens eine Schule als Voll- oder assoziierter Partner beteiligt sein.
Für den ersten Aufruf im Jahr 2021 stehen ca. 15 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Fortführung der Förderlinie für 2022 ist geplant.

Ziele:

  • Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs
  • Qualitativ hochwertige Erstausbildung und kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung von Lehrern und Schulleitern
  • Stärkung der europäischen Dimension und Internationalisierung der Lehrerausbildung
  • Mobilität zu einem integralen Bestandteil der Lehrerausbildung in Europa machen
  • Entwicklung struktureller Partnerschaften und gemeinsamer Programme zwischen Institutionen

Mehr Infos zu den Teacher Academies

Die Zukunftsweisenden Kooperationsprojekte, vormals unter der Erasmus+ Leitaktion 3: Politikunterstützung, werden in der Programmgeneration 2021-2027 unter der Erasmus+ Leitaktion 2: Partnerschaften und Kooperationsprojekte gefördert.

Unter der Förderlinie werden groß angelegte Projekte zur Ermittlung, Prüfung, Entwicklung und Bewertung innovativer politischer Ansätze gefördert, die die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung verbessern. Zukunftsweisende Kooperationsprojekte unterstützen zukunftsweisende Ideen, die sich an den horizontalen Prioritäten orientieren.

Ziel ist es, länderübergreifende Projekte zu unterstützen, die entweder:
a) Innovation durch zukunftsweisende Methoden, Instrumente oder Strategien fördern und/oder
b) einen Innovationstransfer (länder-, sektor- oder zielgruppenübergreifend) gewährleisten und so auf EU-Ebene eine nachhaltige Wirkung innovativer Projektergebnisse und/oder die Übertragbarkeit auf andere Kontexte und Zielgruppen sicherstellen.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich die untenstehenden Antworten aus den Erfahrungswerten der vergangenen Programmgeneration (2014-2020) ergeben. Mit Veröffentlichung der ersten Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen in den jeweiligen Förderlinien kann es daher zu Abweichungen und Änderungen kommen. Die Webseite wird in diesen Fällen so schnell wie möglich aktualisiert.

Wann finden die Ausschreibungen für die Zukunftsweisenden Kooperationsprojekte statt?

Die nächste Möglichkeit zur Antragstellung wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 sein. Der Aufruf hierfür soll im Herbst 2021 veröffentlicht werden. Der Aufruf wird sich thematisch an den horizontalen Prioritäten orientieren und dabei werden aller Voraussicht nach vor allem Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.
Sobald Detailinformationen vorliegen, wird diese Webseite aktualisiert.

Die Ausschreibungszyklen haben sich in der letzten Programmgeneration je nach Förderlinie unterschieden. Zukunftsweisende Kooperationsprojekte werden in der Regel alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Wie hoch sind die Fördersummen der bewilligten Projekte? Brauche ich eine Kofinanzierung?

Je nach Ausschreibung bewegen sich die Fördersummen in unterschiedlicher Höhe. Die genaue Mittelausstattung und die Verteilung des finanziellen Betrags können Sie den jeweiligen Ausschreibungen entnehmen. Beachten Sie, dass die finanzielle EU-Förderung prozentual begrenzt und in allen Förderlinien Kofinanzierungen notwendig sind.

Die Fördersummen haben sich in der letzten Programmgeneration je nach Förderlinie unterschieden. Bei den Zukunftsweisenden Kooperationsprojekten beträgt die Fördersumme in der Regel max. 500.000 EUR (75% EU-Förderung).

Wie viele Partner brauche ich?

Erfahrungsgemäß bestehen die Konsortien der Zukunftsweisenden Kooperationsprojekte aus mindestens drei Organisationen, die drei förderfähige Länder vertreten. Abweichungen der Bedingungen in einzelnen Aufrufen zur Einreichung von Projektvorschlägen sind möglich.

Welche Organisationen sind förderfähig?

Bei den Zukunftsweisenden Kooperationsprojekten sind öffentliche und private Organisationen förderfähig, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend oder in anderen sozioökonomischen Bereichen tätig sind, oder Organisationen, die sektorübergreifende Aktivitäten durchführen (z. B. Anerkennungszentren, Handelskammern, Handelsorganisationen, Zivilgesellschaft und kulturelle Organisationen, Stakeholder-Netzwerke, NGOs, Bildungsministerien, Schulungsanbieter usw.). Natürliche Personen sind nicht förderfähig.

Mehr Infos zu den Zukunftsweisenden Kooperationsprojekten

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