Sonderförderung für Studierende mit Behinderung

Studierende und Graduierte mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50, die für ein Auslandsstudium oder -praktikum über Erasmus+ gefördert werden, können über Ihre Heimathochschule zusätzliche Fördermittel beantragen. Abhängig vom finanziellen Bedarf beantragen Sie entweder einen pauschalen Zuschuss oder reichen einen eigenständigen Antrag („Langantrag“) ein.

Wer kann die Förderung beantragen?

Studierende und Graduierte mit einem GdB von mindestens 50, die von ihrer Heimathochschule eine Zusage für ein Erasmus+ gefördertes Auslandsstudium oder -praktikum erhalten haben.

Wie kann ich die Förderung beantragen?

Die Sondermittel beantragen Sie bei Ihrer Heimathochschule. Die an Ihrer Hochschule zuständigen Ansprechpartner stellen Ihnen gern das einseitige Antragsformular zur Verfügung. Eine Übersicht der Erasmus+ Hochschulkoordinatoren der deutschen am Programm teilnehmenden Hochschulen finden Sie hier.

Wann kann ich die zusätzliche Förderung beantragen?

Den Antrag stellen Sie nach der Förderzusage Ihrer Heimathochschule und vor Ihrer Ausreise an die aufnehmende Hochschule bzw. Praktikumseinrichtung.

Wie hoch sind die zusätzlichen Fördermittel?

Die Sondermittel werden individuell (je nach Zielland und monatlicher Förderrate) berechnet. Entscheidend ist hier der maximale Fördersatz für das von Ihnen ausgewählte Zielland.
Beispiel: Die maximale monatliche Förderrate für ein Auslandsstudium in Frankreich beträgt 500 EUR. Ihre Heimathochschule hat die Förderrate auf 300 EUR/Monat festgelegt. Somit kann die Differenz von 200 EUR pro Monat bei der NA DAD beantragt werden. Bei einem Gesamtaufenthalt von beispielsweise 5 Monaten entspricht dies Sondermitteln in Höhe von 1.000 EUR (5 Monate x 200 EUR), die Sie zusätzlich zur regulären Erasmus+ Förderrate erhalten.

Wer entscheidet über eine Bewilligung meines Antrags?

Die Bearbeitung des Antrags und die Entscheidung über eine Bewilligung liegen bei Ihrer Heimathochschule.

Wer kann die Förderung beantragen?

Studierende und Graduierte mit einem GdB von mindestens 50, die von ihrer Heimathochschule eine Zusage für ein Erasmus+ gefördertes Auslandsstudium oder -praktikum erhalten haben.

Wie kann ich die Förderung beantragen?

Die Sondermittel von maximal 10.000 Euro beantragen Sie bei Ihrer Heimathochschule. Eine Übersicht der Erasmus+ Hochschulkoordinatoren der deutschen am Programm teilnehmenden Hochschulen finden Sie hier.
Die Antragssumme wird nach Ihren persönlichen Bedürfnissen berechnet und zusätzlich zur regulären Erasmus+ Förderrate ausgezahlt. Bitte beachten Sie, dass dabei nur Mehrkosten berücksichtigt werden können, die

  1. nicht von nationalen Stellen (Integrationsämtern, Krankenkassen, Landschaftsverbänden, Sozialämtern, Studentenwerken) übernommen werden
  2. Ihnen durch den Auslandsaufenthalt entstehen. Hierzu zählen z. B. Flugkosten und Kosten für die Unterkunft von mitreisenden Assistenten oder für eine barrierefreie Unterkunft.

Da Sie die Differenz zwischen den Kosten im In-und Ausland nachweisen müssen, planen Sie für die Antragstellung bitte ausreichend Zeit ein.

Wann kann ich die zusätzliche Förderung beantragen?

Der Antrag sollte mindestens zwei Monate vor Ihrer Ausreise durch Ihre Heimathochschule bei der NA DAAD eingereicht werden. Ein Antrag, der erst nach Beginn Ihres Auslandsstudiums bzw. -praktikums eingereicht wird, kann leider nicht berücksichtigt werden.

Wie hoch sind die zusätzlichen Fördermittel?

Die maximale Fördersumme beträgt 10.000 Euro.

Wer entscheidet über eine Bewilligung meines Antrags?

Die Erstellung des Antrags nehmen Sie in Zusammenarbeit mit Ihrer Heimathochschule vor. Sollten Sie Fördermittel für Leistungen beantragen, die von der Sonderförderung ausgeschlossen sind (z. B. die Neuanschaffung technischen Geräts), behält sich die NA DAAD vor, die Antragssumme (nach Rücksprache mit Ihrer Heimathochschule) entsprechend zu kürzen.