Eileen Becker

Freiwillige bei Goethe-Institut Marseille

Infos zum Erasmus-Aufenthalt

  • Jahr: 2011
    Art: Studium
    Zielland: Frankreich, Metz
    Fachrichtung: Betriebswirtschaftslehre (DFHI)
    Deutsche Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

  • Jahr: 2014
    Art: Praktikum
    Zielland: Luxemburg,
    Fachrichtung: Betriebswirtschaftslehre (DFHI)
    Deutsche Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Ich bin an dieser Herausforderung gewachsen, hab mich selbst und viele neue, tolle Menschen kennengelernt.

Was hat Sie an Frankreich und Luxemburg besonders gereizt, dass Sie sich diese beiden Länder für Ihren Erasmus-Aufenthalt ausgesucht haben?

Beide Länder sind direkte Nachbarländer meiner Heimatregion, dem Saarland. Ich kannte beide schon seit meiner Kindheit und dennoch wusste ich wenig bis gar nichts über die Menschen und die Kultur. Dies war für mich ein Anreiz, meine Erasmussemester dort zu verbringen. Und selbstverständlich auch, um mir die Sprache des jeweiligen Landes anzueignen.

Welche Unterschiede konnten Sie zwischen Ihrem Erasmus-Studium in Frankreich und Ihrem Erasmus-Praktikum in Luxemburg feststellen?

Der größte Unterschied zwischen dem Studienaufenthalt 2011/2013 in Frankreich und dem Praktikum 2014 in Luxemburg war die anfängliche Sprachhürde. Als ich nach dem Abitur nach Frankreich kam, konnte ich zwar schon recht gut Französisch – allerdings beschränkten sich meine Kenntnisse auf alltägliche Sachen. Studieren in dieser Sprache war für mich dann doch eine sehr große Hürde. Während meines Aufenthalts in Luxemburg dagegen konnte ich Französisch bereits fließend und auch Luxemburgisch fiel mir um einiges leichter, da mein Dialekt zuhause der luxemburgischen Sprache sehr ähnelt. Ich habe mich in Luxemburg schneller integriert als in Frankreich. Während meines Studiums, ein deutsch-französischer Bachelor, war ich mehr mit Deutschen als mit Franzosen zusammen. In Luxemburg hatte ich mehr Kontakt zu Einheimischen und der dortigen Kultur.

Wie haben Sie sich auf die Auslandsaufenthalte vorbereitet? Was würden Sie anderen Erasmus-Studierenden raten?

Da ich beide Länder schon kannte, und vor allem dachte, sie besser zu kennen, habe ich mich letztendlich weniger auf den Aufenthalt vorbereitet. Für das Studium hätte ich mir vor allem eine sprachliche Vorbereitung gewünscht. Es war zwar auch mit meinen Schulfranzösischkenntnissen machbar, man lernt die Sprache auch sehr schnell, dennoch hatte ich starke Probleme mit dem Fachvokabular. Ich würde jedem empfehlen, sich vorzubereiten, auch wenn man schön öfter in dem jeweiligen Land war – wenn es auch nur die Vorbereitung darauf ist, wie man am besten seine Freizeit gestalten kann und welche Ausflugsmöglichkeiten es gibt.

Welche fachlichen Kenntnisse haben Sie gewonnen? Wie hat Erasmus Ihre berufliche oder persönliche Laufbahn beeinflusst?

Erasmus hat vor allem meine persönliche Laufbahn beeinflusst. Nach jedem Auslandsaufenthalt und auch heute noch, nach meinem fünften Jahr in Frankreich, merke ich, wie ich mich stetig weiterentwickle. Durch Erasmus bin ich selbstbewusster und auch selbstständiger geworden. Auch fachlich konnte ich mich weiterentwickeln. Ich habe vor allem gelernt, dass Nachbarländer, so nah sie auch politisch oder historisch sein mögen, komplett andere Kulturen und Lebensweisen haben. Dieses Bewusstsein ist vor allem in der internationalen Zusammenarbeit von großem Vorteil. Wenn ich mich mit Personen vergleiche, die nicht im Ausland waren, habe ich den Eindruck, aufgrund meiner Auslandsaufenthalte weltoffener geworden zu sein. Der Auslandsaufenthalt hat mir vor allem neue soziale Kompetenz gebracht, da ich mich an neue und ungewohnte Situationen anpassen kann und in meiner Arbeitsweise nicht engstirnig auf eine Weise beharre, sondern auch Neues ausprobiere.