Erasmus+ Wer sich bewegt, bewegt Europa!

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Marc Mund

Senior Consultant, Unternehmensberatung

Infos zum Erasmus-Aufenthalt

  • Jahr: 2011
    Art: Studium
    Zielland: Slowakei, Bratislava
    Fachrichtung: Betriebswirtschaft
    Deutsche Hochschule: Hochschule Darmstadt

Erasmus hat vor allem meine berufliche Laufbahn nachhaltig positiv beeinflusst, da viele Unternehmen heute auf interkulturelle Kompetenzen angewiesen sind.

Warum haben Sie sich für die Slowakei als Erasmus-Zielland entschieden?

Meine Faszination für Mittel-und Osteuropa bestand schon sehr lange. Leider interessieren sich nur wenige Studierende für diese Länder. Letztlich hat mich meine Abenteuerlust nach Bratislava verschlagen – eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Neben den fachlichen Inhalten hat mich der Aufenthalt auch persönlich extrem weitergebracht. Für mich war Erasmus ein sinnvoller "Blick über den Tellerrand" und hat die Entwicklung meiner Soft Skills und allgemeine Lebenserfahrung sehr positiv beeinflusst.

Was waren die größten Herausforderungen vor, während und nach Ihrem Aufenthalt?

Die größte Herausforderung vor dem Aufenthalt war die Suche nach einer passenden Unterkunft. Hierbei gab es jedoch positive und hilfreiche Unterstützung seitens der Gastuniversität. Die größte Herausforderung vor Ort war das Erlernen von kurzen Konversationen, da Sprache der Schlüssel zur Integration ist. Zum Glück hatte ich dabei auch Unterstützung seitens Erasmus mit einem zusätzlichen vorbereitenden Sprachkurs. Eine tolle Sache! Die letzte größere Hürde stellte die Anerkennung aller Prüfungsleistungen nach dem Aufenthalt dar, aber hier hat mich meine Heimatuniversität gut unterstützt. Ich kann jedem nur raten: Geht auf eure Ansprechpartner im Fachbereich pro-aktiv zu!

Inwieweit hat Ihr Erasmus-Semester Ihnen bei Ihrem Berufseinstieg geholfen?

Erasmus hat vor allem meine berufliche Laufbahn nachhaltig positiv beeinflusst, da viele Unternehmen heute auf interkulturelle Kompetenzen angewiesen sind. Die starke Exportorientierung der deutschen Wirtschaft macht interkulturelles Verständnis und Handeln unverzichtbar. Mit vielen internationalen Kollegen bin ich heute noch regelmäßig im Kontakt. Ich kann mir jederzeit vorstellen, wieder für eine längere Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. Es ist toll, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten und zu leben, sich mit den Gegebenheiten des Gastlandes auseinanderzusetzen und die dortige Sprache zu erlernen. Ich habe das als unglaublich bereichernd empfunden.

Hat sich Ihr Blick auf Deutschland/Europa durch Ihren Erasmus-Aufenthalt verändert?

Viele politische Herausforderungen und aktuelle Themen nehme ich aus einer anderen Perspektive wahr. Man versucht, sich in die Position des Gastlandes zu versetzen und besser zu verstehen, warum das Gastland möglicherweise eine andere Position vertritt. Grundsätzlich lässt sich mein Blick auf Deutschland und Europa wie folgt zusammenfassen: "Europa braucht Deutschland, aber noch mehr braucht Deutschland ein starkes Europa!" Für mich bedeutet Europa Freiheit, Wohlstand und Sicherheit. Es gibt meiner Meinung nach keine bessere Alternative als Europa. Deshalb lohnt es sich mehr denn je, dafür einzustehen – und zwar jeden Tag!

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