Erasmus+ Wer sich bewegt, bewegt Europa Wer sich bewegt, bewegt Europa

Informationen zum Umgang mit Förderungen des Erasmus+ Programms aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus

Stand: 27.08.2020
Nach einer Phase der Entspannung im Sommer verzeichnen wir aktuell nahezu überall einen erneuten Anstieg der COVID-19-Infektionen. Diese Entwicklung gilt es zu beobachten, gerade auch im Hinblick auf die physische Durchführung der Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal im weiteren Jahresverlauf. Die Europäische Kommission hat für das Wintersemester 2020/21 die Möglichkeit eingeräumt, eine Mobilität zunächst virtuell zu beginnen und – wenn möglich – zu einem späteren Zeitpunkt physisch fortzuführen.

Die virtuelle Teilnahme ist dabei sowohl vom Heimatort als auch vom Gastland aus möglich. Ein Quarantänezeitraum, der zu Beginn des Aufenthaltes im Gastland erforderlich ist, wird wie der Zeitraum physischer Mobilität finanziell gefördert.

Damit Sie die Lage besser einschätzen und alle notwendigen Schritte planen können, beachten Sie bitte die Reisehinweise auf den Seiten des Auswärtigen Amtes zum Coronavirus – sowohl die Reisewarnungen als auch die Einreisebestimmungen in etwaige Zielländer.

Wir weisen darauf hin, dass auch im Erasmus+ Programm Gesundheit und Sicherheit oberste Priorität haben. Von einer Reise in ein Risikogebiet raten wir daher ab.

Weiterhin bitten wir alle Hochschulen, engen Kontakt mit Teilnehmenden zu halten, um gemeinsam ein angemessenes Vorgehen zu erörtern sowie über eine virtuelle oder physische Mobilität – zu entscheiden.

Die EU wie auch die NA DAAD verfolgen die Zahlen aufmerksam und empfehlen weiterhin, umsichtig mit den notwendigen Vorkehrungen gegen die weitere Verbreitung des Virus und den länderspezifischen Reisehinweisen umzugehen.

Falls unter den gegebenen Umständen Schwierigkeiten entstehen, hat die EU-Kommission für Erasmus+ geförderte Einzelmobilitäten und Projekte grundsätzlich die Erstattung von Reise- und Aufenthaltskosten aufgrund der Verbreitung des Virus unter den Regelungen von „force majeure“ anerkannt. Das Prinzip von „force majeure“ bleibt in allen Fällen eine Option, wenn außergewöhnliche Umstände eintreten und unvorhersehbare Kosten anfallen.

Detaillierte Informationen erhalten Sie in unseren FAQ.

NEU: Informationen zur Einreise aus Drittstaaten (07.08.20)

Um die Einreise Studierender und Forschender aus Drittstaaten nach Deutschland zu unterstützen, haben DAAD und HRK Musterformulare erstellt, welche Sie als Bescheinigung über die erforderliche Präsenz ausstellen können, um Visaverfahren und Grenzübertritte zu erleichtern. Sollte der Bezug im Titel des Musterschreibens zu § 16) b) des Aufenthaltsgesetzes für den betreffenden Mobilitätszweck der Studierenden nicht greifen, statt dessen ein Fall z.B. nach §16) c) oder der REST-Richtlinie vorliegen, so sind die Musterschreiben bei Bedarf anzupassen.

Anschreiben Einreise Drittstaaten DAAD/HRK
Bestätigung über die Notwendigkeit der Anwesenheit in Deutschland_Forschende (DE)
Bestätigung über die Notwendigkeit der Anwesenheit in Deutschland Forschende (EN)
Bestätigung über die Notwendigkeit der Anwesenheit in Deutschland Studierende Promovenden (DE)
Bestätigung über die Notwendigkeit der Anwesenheit in Deutschland Studierende Promovenden (EN)

Im Falle der Erasmus+ Strategischen Partnerschaften können Sie unvorhergesehene Zusatzkosten unter Bezugnahme auf „force majeure“ in den folgenden Budgetkategorien abrechnen: Länderübergreifende Projekttreffen, LTT-Aktivitäten und Multiplier Events.

Als unvorhersehbare Zusatzkosten gelten Aufwände, die nicht im ursprünglichen Budget vorgesehen waren (z.B. Stornogebühren, die nicht durch Versicherungen abgedeckt sind, wenn die Veranstaltung nicht verschoben werden konnte). Diese Ausgaben müssen als reale Kosten (nicht als Stückkosten oder Pauschalen) abgerechnet werden. Für die Dokumentation müssen die Vertragsnehmer eine unterschriebene Erklärung vorhalten, die bescheinigt, dass die Kosten nicht anderweitig erstattet werden konnten.

  • Bitte kennzeichnen Sie die betroffene Aktivität als „force majeure“ in MT+. Hierdurch wird ein zusätzliches Kommentarfeld freigeschaltet.
  • Tragen Sie eine kurze Begründung für den Abbruch bzw. Streichung der Aktivität in das Kommentarfeld "force majeure Explanations" ein.
  1. Länderübergreifende Projekttreffen
    Sowohl im Falle einer abgebrochenen Aktivität als auch im Falle einer Aktivität, die aufgrund der Risikolage nicht stattgefunden hat, für die jedoch bereits Ausgaben angefallen sind (Stornogebühren Flug/Zug/Hotel), kann der bewilligte Betrag abgerechnet werden. Die ursprünglich im Grant Agreement vereinbarte Fördersumme darf nicht überschritten werden.
    • Zur Dokumentation nehmen Sie alle Nachweise zu der Projektakte.
    • Eine individuelle Genehmigung durch die NA DAAD ist nicht erforderlich.
  2. Learning, Teaching & Training (LTT)-Aktivitäten
    • Im Falle einer abgebrochenen LTT-Aktivität tragen Sie bitte den tatsächlichen Zeitraum der Aktivität (Start- und Enddatum) ein.
    • Berechnen Sie die entstandenen Kosten anhand der Ihnen vorliegenden Nachweise (Stornogebühren für Hotel, Flug/ Zug bzw. entstandene Kosten, falls keine Stornierung mehr möglich war). Tragen Sie die Beträge in die Felder „Total EU Travel Grant“ und „EU Individual Support“ ein, welche im „force majeure“-Modus individuell befüllt werden können.
    • Zur Dokumentation nehmen Sie alle Nachweise zu der Projektakte.
    • Eine individuelle Genehmigung durch die NA DAAD ist nicht erforderlich.

      Vorgehen bei LTT-Aktivitäten, die aufgrund der Risikolage nicht stattgefunden haben:

    • Bitte tragen Sie das geplante Startdatum ein. Das Enddatum entspricht in diesen Fällen dem Startdatum, so dass sich ein Aktivitätenzeitraum von einem Tag ergibt.
    • Die weiteren Schritte entnehmen Sie der vorangegangenen Beschreibung.
  3. Multiplier Events
    Sowohl im Falle eines abgebrochenen Multiplier Events als auch im Falle eines Multiplier Events, das aufgrund der Risikolange nicht stattgefunden hat, hier jedoch bereits Ausgaben entstanden sind, können die angefallenen Kosten abgerechnet werden. Die ursprünglich im Grant Agreement vereinbarte Fördersumme darf nicht überschritten werden.
    • Zur Dokumentation nehmen Sie alle Nachweise zu der Projektakte.
    • Eine individuelle Genehmigung durch die NA DAAD ist nicht erforderlich.

Wir stehen Ihnen bei Rückfragen in konkreten Fällen gerne zur Verfügung.
Noch ein allgemeiner Hinweis: Sie helfen uns, wenn Sie bei allen Anfragen an die NA DAAD das jeweilige Projektjahr und die Projektnummer im Email-Betreff angeben.

Als Projektverantwortliche finden Sie hier einen überarbeiteten Leitfaden für Erasmus+ Strategische Partnerschaften zum Umgang mit den Projekten und Aktivitäten bezüglich der Corona-Krise.

Informationen zu den von der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) verwalteten Aktionen: Europäische Hochschulen, Kapazitätsaufbauprojekte, Erasmus Mundus Joint Master Degrees, Wissensallianzen, Jean Monnet-Aktivitäten, Zukunftsweisende Kooperationsprojekte, Europäische Experimentelle Maßnahmen und Projekte Sozialer Integration

Wenn die Umsetzung eines von der EACEA bewilligten Erasmus+ Projekts durch die Verbreitung des Coronavirus behindert wird, müssen die Projektkoordinatoren in einem ersten Schritt per E-Mail die EACEA informieren. In einer E-Mail an den Project Officer, mit dem sie normalerweise in der EACEA in Kontakt sind, oder an das Funktionspostfach der Aktion sollen die Projektkoordinatoren detailliert das Problem und seine Auswirkungen auf die Projektumsetzung beschreiben. Die EACEA wird eine Rückmeldung zum weiteren Vorgehen und zur Förderfähigkeit von auf Grund des Coronavirus entstandenen Kosten geben.

Für weitere Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus´ auf die Implementierung von Programmen, die von der EACEA verwaltet werden, konsultieren Sie bitte die Informationen der EACEA vom 23.03.2020:
https://eacea.ec.europa.eu/about-eacea/news/coronavirus-implications-for-implementation-programmes-managed-eacea_en

Zu den Konsequenzen des Coronavirus für Erasmus Mundus Projekte lesen Sie bitte die Informationen der EACEA vom 23.03.2020:
https://eacea.ec.europa.eu/node/25101_de

Hilfreiche Online-Instrumente in der Coronakrise:

Folgende Online-Tool-Sammlungen können bei der Umsetzung von Erasmus+ Projekten / Mobilitäten hilfreich sein:

Online-Lernressourcen der EU-Kommission: Online-Material und -Hilfsmittel für Lernende, Lehrkräfte und Erzieher/innen

Toolsammlung des Hochschulforums für Digitalisierung: Veranstaltungen und Lehre online umsetzen

Bitte beachten Sie, dass sich laufend Änderungen ergeben können, die wir schnellstmöglich nachhalten werden.

Für weitere Informationen oder Erläuterungen wenden Sie sich bitte an die zuständigen Kolleginnen und Kollegen der jeweiligen Förderlinien.

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