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Deutsche Hochschulen erfolgreich beim zweiten Piloten "Europäische Hochschulallianzen"

Hand hält Europaflagge als Papierfähnchen in die Höhe
Oliver Reetz/DAAD

09. Juli 2020 / Die EU-Kommission hat heute die Ergebnisse für die Auswahl der zweiten Pilotausschreibung für die Europäischen Hochschulallianzen bekanntgegeben. Das verfügbare Budget von 120 Millionen Euro ermöglicht die Förderung von 24 Allianzen. Die bewilligten Allianzen werden über drei Jahre mit einem Budget von bis zu 5 Millionen Euro gefördert.

Aus den 62 eingereichten Anträgen wurden 24 Allianzen ausgewählt. Besonders hervorzuheben ist das erfolgreiche Abschneiden von Deutschland: 20 deutsche Hochschulen sind an 18 der ausgewählten Allianzen beteiligt. Viele der Antragsteller haben im Vorfeld das umfassende Beratungsangebot der NA DAAD genutzt.

Europäische Hochschulallianzen mit deutscher Beteiligung

Hochschulen Projekttitel
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg  EUNICE - European University for Customised Education
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg European Engineering Learning Innovation and Science Alliance
Friedrich-Schiller-Universität Jena European Campus of City-Universities
Georg-August-Universität Göttingen European University Network to promote Equitable Quality of Life, Sustainability, and Global Engagement through Higher Education Transformation
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf European Space University of Earth and Humanity
Hochschule Darmstadt - University Of Applied Sciences European University of Technology
Hochschule Mittweida – University Of Applied Sciences The European University Alliance on Responsible Consumption and Production
Humboldt-Universität zu Berlin Circle U. European University
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn European University of Brain and Technology
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen European Universities of Technology Alliance
Ruhr-Universität Bochum The European University of Post-Industrial Cities
Technische Universität Bergakademie Freiberg The European University Alliance on Responsible Consumption and Production
Technische Universität Berlin European Universities of Technology Alliance
Technische Universität München EuroTeQ Engineering University
Universität des Saarlandes Transform4Europe – T4E: The European University for Knowledge Entrepreneurs
Universität Duisburg-Essen Aurora Alliance
Universität Konstanz European Reform University Alliance
Universität Mannheim The European University engaged in societal change
Universität Siegen Advanced Technology Higher Education Network Alliance
Universität zu Köln European University for Well-Being

Insgesamt wählte die EU-Kommission eine breite Vielfalt von unterschiedlichen Konsortialmodellen aus. Mit den bereits 17 Allianzen der ersten Pilotausschreibung werden nun 41 Europäische Hochschulallianzen gefördert. Durchschnittlich sind sieben Hochschulen in einem Konsortium beteiligt.

Die Europäischen Hochschulallianzen umfassen ein breites Spektrum von Hochschuleinrichtungen aus der gesamten EU und reichen von Fachhochschulen über Technische Hochschulen und Kunsthochschulen im Bereich Film und Medien bis hin zu Gesamthochschulen und forschungsintensiven Hochschulen.

Thematisch verfolgen einige Allianzen einen eher gesamtheitlichen, multidisziplinären Ansatz andere konzentrieren sich auf bestimmte Themen wie beispielsweise Digitalisierung, Kunst oder Ingenieurwesen.
Die Pressemitteilung der EU-Kommission und des DAAD/BMBF sowie die Liste der bewilligten Allianzen finden Sie untenstehend unter "Weiterführende Informationen".

Was sind „Europäische Hochschulen“?

Die Initiative geht zurück auf die Rede von Emmanuel Macron an der Sorbonne 2017. Die EU-Kommission hat die Idee aufgegriffen und einen Programmpiloten im Erasmus+ Programm zum ersten Mal im Herbst 2018 ausgeschrieben. Bei den Europäischen Hochschulen werden Hochschulallianzen gebildet, die die Stärken und die Vielfalt europäischer Forschung und Lehre in neuen Strukturen bündeln, um den vielfältigen Herausforderungen zu begegnen, mit denen sich Europa konfrontiert sieht.
Sie verfolgen die Ziele:

  • Verbesserte Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems mit einem starken Wissensdreieck aus Bildung, Forschung und Innovation durch eine substantielle Erhöhung/Verbesserung der Qualität, der Leistungen und der Attraktivität von europäischen Hochschulen
  • Unterstützung eines geeinten und starken Europas
  • Zusammenbringen einer neuen Generation von Europäern, die gemeinsame Werte und eine europäische Identität fördern

Darüber hinaus sollen Europäische Hochschulen als Vorbilder für bewährte Praxis die Qualität, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität der europäischen Hochschullandschaft schrittweise weiter steigern und durch die Förderung von wissenschaftlicher Spitzenleistung eine tragende Rolle im europäischen Bildungsraum einnehmen.

Das nationale Begleitprogramm des DAAD

Der DAAD bietet deutschen Hochschulen ein nationales Ergänzungs-, Vorbereitungs- und Begleitprogramm zum Pilotprogramm der EU an. Deutsche Hochschulen in EU-geförderten Konsortien können sich um eine zusätzliche Förderung ("Topping up") bewerben. Weiterhin können deutsche Hochschulen, deren Anträge sehr gut platziert sind, aber bei der EU-Auswahl nicht zum Zuge kamen („Approved but not funded“), Fördermittel beantragen. Voraussetzung für die Förderung ist ein grundsätzlich für förderungswürdig befundener Antrag bei der EU-Ausschreibung. Weitere Infos finden Sie auf der DAAD-Webseite.

Kontakt

Foto von Beate Körner

Beate Körner

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