Erste Statistiken der Antragsrunde 2017 für zentrale Maßnahmen

Die Exekutivagentur für Bildung, Kultur und Audiovisuelles (EACEA) hat für die Erasmus+ Aktionen Erasmus Mundus Joint Master Degrees, Kapazitätsaufbauprojekte in der Hochschulbildung und Jean Monnet-Aktivitäten die ersten Statistiken zur Antragsrunde 2017 veröffentlicht.

Erasmus Mundus Joint Master Degrees

Europaweit wurden insgesamt 122 Anträge eingereicht. Dies entspricht einem Anstieg von 33% im Vergleich zu 2016 (92 Anträge). Deutsche Hochschulen sind an über einem Viertel aller eingereichten Projektanträge beteiligt (26,2%), davon als koordinierende Einrichtung an sieben und als Partnerhochschule an 25 Anträgen. Das Budget von 90,48 Mio. Euro (+22,7 Mio. aus den EU external financial instruments) sieht eine Förderung von insgesamt 40 Projekten vor.

Kapazitätsaufbauprojekte

Weltweit wurden insgesamt 833 Anträge eingereicht. Dies entspricht einem Anstieg von 13% im Vergleich zu 2016 (736 Anträge).
Deutsche Einrichtungen sind an 30% (255) aller Anträge als Koordinator oder Partner beteiligt (2016 an 246 Anträgen). Bezogen auf die Anzahl der Anträge als koordinierende Einrichtung liegt Deutschland mit 53 Anträgen auf Platz drei hinter Italien (83) und Spanien (66).

Region Anzahl Anträge
Westlicher Balkan 107
Östliche Nachbarschaftsregion 123
Südliche Nachbarschaftsregion 156
Russland -
Asien 61
Zentralasien 40
Lateinamerika 91
Iran, Irak, Jemen 5
Südafrika 8
AKP 38
Multiregionale Projekte* 204
Gesamt 833

* Unter den multiregionalen Projekten sind auch 108 Projekte mit Beteiligung russischer Hochschulen erfasst.

Das Budget von 135,68 Mio. Euro (+3 Mio. zusätzlich für Tunesien) sieht eine Förderung von insgesamt 156 Projekten vor.

Jean Monnet-Aktivitäten

Mit weltweit 1166 eingereichten Anträgen verzeichnen die diesjährigen Jean Monnet-Antragszahlen einen weiteren Anstieg von 13% gegenüber dem Vorjahr.
Was die Verteilung der Aktionen angeht, so ist diese gegenüber dem Vorjahr fast unverändert:

Aktionen Anträge in Prozent %
Module 49 %
Projekte 21 %
Lehrstühle 16 %
Netzwerke 6 %
Exzellenzzentren 5 %
Förderung von Vereinen 2 %

Bezüglich der Antragszahlen kommen im europaweiten Vergleich deutsche Hochschulen mit 20 Anträgen auf Platz sechs. Traditionell reichen bei Jean Monnet südeuropäische Länder die meisten Anträge ein, so auch in diesem Jahr: Italien 119, Spanien 76, Rumänien 39, Slowenien 26, Frankreich 23.
Für Jean Monnet-Aktivitäten stehen 10,8 Mio. Euro zur Verfügung. Zusätzliche 3 Mio. Euro werden für Projekte aus ausgewählten Partnerländern bereitgestellt.

Die Auswahlergebnisse werden voraussichtlich Ende Juli 2017 bekannt gegeben.