Neuer Direktor der NA DAAD vertritt Interessen deutscher Hochschulen für Erasmus

Thomas Pankau/DAAD

Seit dem 01. Januar 2018 ist Dr. Klaus Birk neuer Direktor der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD. Er tritt die Nachfolge von Dr. Hanns Sylvester an, der Ende November 2017 nach kurzer schwerer Krankheit verstarb.

Neuer NA-Direktor seit 2001 im DAAD

Klaus Birk ist seit 2001 Mitarbeiter des DAAD und verfügt über große Erfahrung im Wissenschafts- und Hochschulmanagement. Nach der Leitung des Referats China/Mongolei übernahm er die Gruppe Asien/Pazifik, bevor er zuletzt Leiter des Bereichs Wissen und Netzwerk in der DAAD-Abteilung Strategie war. Als Vertreter der deutschen Hochschulen gegenüber der EU Kommission nimmt die NA DAAD und an ihrer Spitze der neue Direktor Klaus Birk eine wichtige Rolle für die inhaltliche Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms von Erasmus+ ab 2021 ein.

2018 erfolgt Weichenstellung für Erasmus ab 2021

Die Laufzeit des aktuellen Programms endet 2020. Gleichzeitig ist der Entwicklungsprozess für eine neue Programmgeneration ab 2021 bereits in vollem Gange. Hierfür werden im Laufe des Jahres 2018 entscheidende Weichen gestellt werden. Für den neuen Direktor ist die Fortsetzung von Erasmus+ in der seit 2014 erprobten Programmstruktur ein wichtiger Eckpfeiler für Erasmus ab 2021.

Die individuelle Förderung muss attraktiver werden, damit noch mehr Personen an deutschen Hochschulen mobil werden können.

Dr. Klaus Birk, Direktor NA DAAD

Forderung nach mehr Programmmitteln und effektiven Anreizen

Gleichzeitig ist ein Aufwuchs der zur Verfügung stehenden Mittel eine zentrale Forderung, um die Möglichkeiten der individuellen Mobilitätsförderung an deutschen Hochschulen breiter und effektiver einsetzen zu können. Wie im Positionspapier der NA DAAD beschrieben, betont auch Klaus Birk: "Die individuelle Förderung muss noch attraktiver werden, damit noch mehr Personen an deutschen Hochschulen mobil werden können". Dies könne beispielsweise durch höhere Stipendienraten erreicht werden, da hiermit sozial benachteiligten Personengruppen die Entscheidung erleichtert wird, den Schritt ins Ausland zu wagen.

Vereinfachung der Administration an teilnehmenden Hochschulen

Ähnliche Bedingungen gelten für Förderlinien wie die Erasmus+ Strategischen Partnerschaften, die sich als effektives Instrument der Internationalisierung erwiesen haben. Neben der Forderung nach einer besseren finanziellen Ausstattung ist insbesondere die Vereinfachung des Verwaltungsaufwands für die teilnehmenden Hochschulen und die NA DAAD ein zentrales Anliegen, das in der neuen Programmgeneration Berücksichtigung finden solle.

Überblick zu Positionen und Standpunkte zu Erasmus ab 2021

Um den Entwicklungsprozess zur neuen Programmgeneration in Nachfolge von Erasmus+ ab 2021 zu überblicken, haben wir die zentralen Positionen und Empfehlungen der involvierten Akteure aus Politik und Hochschulen, Standpunkte aus öffentlichen Diskussion sowie die Ergebnisse der Halbzeitbewertung von Erasmus+ zusammen in einen Bereich zusammengeführt, in den wir in den kommenden Monaten weitere Informationen einstellen werden.