Aufgaben der NA DAAD im Bologna-Prozess
Die Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD (NA DAAD) engagiert sich aktiv im Bologna-Prozess – sowohl in der europäischen und nationalen Gremienarbeit als auch durch begleitende Projektaktivitäten. Ziel ist es, die Weiterentwicklung des Europäischen Hochschulraums aktiv mitzugestalten und die daraus entstehenden Impulse für deutsche Hochschulen nutzbar zu machen.
Gremienarbeit
In der aktuellen Arbeitsperiode des Europäischen Hochschulraums (2024–2027) ist die NA DAAD in mehreren zentralen Arbeitsgruppen vertreten und bringt dort die Perspektiven und Interessen Deutschlands ein:
- Working Group on Internationalisation and Mobility (Co-Chair)
- Working Group on Fundamental Values
- Coordination Group on Global Policy Dialogue
- Thematic Peer Group B on the Lisbon Recognition Convention
Die Mitarbeit in diesen Gremien ist von zentraler strategischer Bedeutung: Hier werden auf europäischer Ebene gemeinsame Ziele, Leitlinien und Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Hochschulsystemen erarbeitet. Themen wie internationale Mobilität, die Stärkung gemeinsamer Werte, globale Kooperationen sowie die Anerkennung von Studienleistungen und Qualifikationen stehen dabei im Fokus.
Die Wahrnehmung dieser Aufgaben erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie weiteren Akteuren der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Fortführung des Bologna-Prozesses“. Auf diese Weise wird eine kohärente deutsche Position sichergestellt und der Transfer zwischen europäischer und nationaler Ebene effektiv gestaltet.
Durch ihre aktive Rolle trägt die NA DAAD dazu bei, dass deutsche Positionen frühzeitig in europäische Abstimmungsprozesse eingebracht werden. Gleichzeitig erhält sie unmittelbaren Zugang zu aktuellen Entwicklungen, politischen Trends und bewährten Verfahren aus anderen Mitgliedstaaten. Dieses Wissen wird systematisch aufbereitet und im Rahmen von verschiedenen Projektaktivitäten zugänglich gemacht
Bologna-Projekte
Die Projekte „Bologna Hub“ und „Bologna Hub Peer Support Plus“ unterstützen deutsche Hochschulen gezielt bei der Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses. Während der vom BMFTR finanzierte „Bologna Hub“ als zentrale Informations- und Vernetzungsplattform aktuelle Entwicklungen, Orientierungshilfen und Studien bereitstellt, bietet das EU-finanzierte Projekt „Bologna Hub Peer Support Plus“ darüber hinaus eine praxisnahe, individuelle Beratung durch erfahrene Reformexpertinnen und -experten.
Gemeinsam tragen die Projekte dazu bei, Reformansätze verständlich aufzubereiten, den Austausch guter Praxis zu fördern und Hochschulen konkret bei Themen wie Anerkennung, Mobilität und Qualitätssicherung zu begleiten. Dadurch stärken sie die internationale Anschlussfähigkeit und Weiterentwicklung der deutschen Hochschullandschaft im Europäischen Hochschulraum.