Der Weg in die neue Programmgeneration
Erasmus+ steht vor einem Neustart: Ab 2028 soll das EU-Programm mit deutlich mehr Mitteln ausgestattet werden – mindestens 60 Milliarden EUR bis 2034, davon 20 Milliarden für den Hochschulbereich. Nur so können Mobilität, internationale Hochschulprojekte und europäische Bildungsziele weiterhin gestärkt werden.
Erasmus+ steht vor einem Neustart: Ab 2028 soll das EU-Programm mit deutlich mehr Mitteln ausgestattet werden – mindestens 60 Milliarden EUR bis 2034, davon 20 Milliarden für den Hochschulbereich. Nur so können Mobilität, internationale Hochschulprojekte und europäische Bildungsziele weiterhin gestärkt werden.
Mit seinem Vorschlag, Erasmus+ in der Programmgeneration 2028-2034 mit rund 47,4 Milliarden Euro auszustatten, sendet das Europäische Parlament ein starkes Signal für die europäische Bildungszusammenarbeit. Der DAAD begrüßt die geplante Budgeterhöhung gegenüber dem Vorschlag der Europäischen Kommission ausdrücklich. Gleichzeitig macht er deutlich: Um die Mobilität von Studierenden und Hochschulbeschäftigten zu sichern, Europäische Hochschulallianzen weiterzuentwickeln und mehr internationale Erfahrungen zu ermöglichen, braucht Erasmus+ langfristig ein noch stärkeres und verlässliches Budget. Die Verhandlungen über die endgültige Mittelausstattung werden bis 2027 fortgesetzt.
Weiterführende Links:
EUA – European University Association (02.06.2026):
European Parliament’s position on Erasmus+: higher education sector welcomes positive steps, calls for adequate budget for education and training
ACA – Academic Association Cooperation (02.06.2026):
ACA-Statement-on-the-CULT-Committees-Report-on-Erasmus-2028–2034-.pdf
Entwurf der Stellungnahme des CULT-Ausschusses des Europäischen Parlaments (12.05.2026):
https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/CULT-PR-787958_EN.pdf
PM – Position des Europäischen Rats (11.05.2026):
https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/05/11/erasmusplus-council-agrees-position-on-the-eu-s-flagship-programme-for-education-and-training-youth-and-sport/
Verordnungsentwurf der EU-KOM (16.07.2025):
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:52025PC0549
Der europäische Hochschulsektor hat in den vergangenen Wochen wichtige Positionen für die laufenden Verhandlungen zur Zukunft von Erasmus+ für die Jahre 2028-2034 verabschiedet.
Bereits am 7. Januar 2026 veröffentlichte die European University Association (EUA) – zusammen mit 17 Organisationen und Dachverbände der Hochschulen und Studierenden, darunter auch dem DAAD – das koordinierte Statement „A stronger Europe needs a properly funded Erasmus+“, in dem sich die Unterzeichner für ein deutlich gestärktes Budget für Erasmus+ in der kommenden Programmgeneration 2028-2034 aussprechen.
Gefordert wird ein Gesamtbudget von mindestens 60 Milliarden EUR, um Mobilität, Kooperation und Innovationskraft im europäischen Hochschulraum nachhaltig zu sichern und gleichzeitig die neuen Anforderungen an das Programm erfüllen zu können. Die geforderte Summe geht auf einen Beschluss der DAAD-Mitgliederversammlung aus dem letzten Jahr zurück. Ermittelt wurde dieser Bedarf von den Nationalen Agenturen im BiBB und dem DAAD.
Darauf aufbauend legten dieselben Akteure am 18. Februar 2026, erneut für den europäischen Hochschulsektor, nun auch eine gemeinsame inhaltliche Stellungnahme „Joint amendments to the Erasmus+ proposal“ mit konkreten inhaltlichen Änderungsvorschlägen zur Weiterentwicklung des Programms vor.
Susanne Conze, Referatsleiterin Hochschulbildung bei der Europäischen Kommission berichtete auf der Erasmus+ Jahrestagung 2025 über die Zukunft des Programms und beantwortete Fragen aus dem Plenum.
Die Mitgliederversammlung des DAAD fordert eine deutliche finanzielle Stärkung des Erasmus+ Programms. Wie entscheidend diese Mittelerhöhung für die Zukunft Europas ist, erläutert im Kurzinterview Dr. Stephan Geifes, Direktor der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit: Interview auf www.daad.de
Hier finden Sie die Pressemitteilung zur Mitgliederversammltung des DAAD bei der die Mitgliedshochschulen eine Stärkung des Erasmus+ Programms gefordert haben. Dabei erklärte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee:
„Kein anderes EU-Programm steht so sehr für europäischen Zusammenhalt und eine gemeinsame Identität wie Erasmus+. Seit seiner Gründung hat es rund 17 Millionen Menschen ermöglicht, in einem anderen europäischen Land Erfahrungen zu sammeln. Es ist das größte Mobilitätsprogramm an deutschen Hochschulen.“
Die deutschen Hochschulen und ihre Studierendenschaften unterstreichen im Rahmen der DAAD-Mitgliederversammlung 2025 die überragende gesellschaftliche Bedeutung des Programms Erasmus+ für das vereinte Europa. Mit Blick auf die umfassenden Förderungen von Mobilitäten, Projekten und Europäischen Hochschulallianzen betonen sie, dass Erasmus+ höchste Relevanz für die Internationalisierung der deutschen Hochschulen hat. Erasmus+ bildet das Fundament, auf dem die europäische und globale Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Verwaltungsbeschäftigten an deutschen Hochschulen ruht. Ebenso trägt Erasmus+ maßgeblich zum Aufbau von Kooperations- und Internationalisierungsstrukturen an deutschen Hochschulen bei.
Vor diesem Hintergrund setzen sich die deutschen Hochschulen und ihre Studierendenschaften nachdrücklich dafür ein, dass das Erasmus+ Programm im Hochschulbereich auch in der Programmgeneration 2028-2034 gestärkt wird. Insbesondere sprechen sie sich dafür aus, das zum Ende der laufenden Programmgeneration erreichte Förderniveau auch in der nächsten Programmgeneration fortzusetzen und weiter auszubauen. Nur so kann auch den Zielsetzungen der EU zur Intensivierung des Austauschs in Europa („Europe on the Move“) und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas im Rahmen der „Union der Kompetenzen“ („Union of Skills“) in quantitativer wie qualitativer Hinsicht Rechnung getragen werden. Dazu ist ein Erasmusgesamtbudget von mindestens 60 Mrd. EUR für die Jahre 2028-2034 erforderlich, von dem rund 20 Mrd. EUR nach bisherigem Verteilungsschlüssel den Hochschulen in Europa zur Verfügung zu stellen sind.
Die deutschen Hochschulen und ihre Studierendenschaften appellieren an die Europäische Kommission und das Europäische Parlament ebenso wie an Bund und Länder in Deutschland, sich diesem Ziel anzuschließen und entschlossen für es einzutreten.
Beschlossen am 24.6.2025 in Bonn
Ansprechpartner:
Dr. Stephan Geifes
Direktor der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit
E-Mail
Zum Bericht:
Erasmus+ Bericht Mitgliederversammlung Juni 2025
Strengthen Erasmus+! For education, economy and society in a united Europe. Resolution for a successful Erasmus+ programme in higher education in the EU’s Multiannual Financial Framework (MFF) 2028-2034.
Resolution of the DAAD General Assembly
At the DAAD General Assembly 2025, the German universities and their student bodies underline the outstanding social importance of the Erasmus+ programme for a united Europe. With a view to the comprehensive funding of mobilities, projects and European University Alliances, they emphasise that Erasmus+ is highly relevant for the internationalisation of German universities. Erasmus+ forms the foundation on which the European and global mobility of students, teachers and administrative staff at German universities rests. Erasmus+ also makes a significant contribution to the development of cooperation and internationalisation structures at German universities.
Against this backdrop, German universities and their student bodies are strongly committed to ensuring that the Erasmus+ programme in the higher education sector is also strengthened in the 2028-2034 programme generation. In particular, they are in favour of continuing and further expanding the level of funding achieved at the end of the current programme generation in the next programme generation. This is the only way to fulfil the EU’s objectives of intensifying exchanges in Europe (“Europe on the Move”) and strengthening Europe’s competitiveness within the framework of the “Union of Skills” in both quantitative and qualitative terms. This requires a total Erasmus budget of at least EUR 60 billion for the years 2028-2034, of which around EUR 20 billion is to be made available to universities in Europe according to the current distribution formula.
The German universities and their student bodies appeal to the European Commission and the European Parliament as well as to the federal and state governments in Germany to support this goal and to stand up for it resolutely.
Adopted on 24 June 2025 in Bonn
Contact person:
Dr Stephan Geifes
Director Erasmus+ National Agency Higher Education
E-Mail
To the report:
Erasmus+ Report Assembly June 2025