Diversität
Pride Around the World – ESN LEI Rostock
Im Rahmen unseres erfolgreich durchgeführten Erasmus+ Projekts „Diversität“ haben wir interaktive und partizipative Formate beim CSD in Rostock umgesetzt. Die Aktionen „Pride Around the World“ und „Love Speaks All Languages“ schufen neben der "I am Proud of..."-Wand einen Safe Space für internationale Studierende und die lokale LGBTQIA+-Community, um durch die sichtbare Verknüpfung von persönlichen Erfahrungen und interkulturellem Austausch die Werte von Vielfalt, Respekt und Inklusion zu stärken.

© ESN Rostock

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Stadtführung mit querstadtein – Internationaler Club, FU Berlin
Am Montag, 12. Mai 2025 nahmen zwölf Studierende der Freien Universität Berlin an einer besonderen Stadtführung der NGO querstadtein e. V. teil. Die Mitglieder des Internationalen Clubs der FUB entdeckten den berühmten Stadtteil Neukölln der deutschen Hauptstadt aus einer feministischen Perspektive, denn die Stadtführung hatte als zentrales Thema die oft übersehene Rolle von Frauen in der Klimamigration.
Die etwa zweistündige Führung fand in englischer Sprache statt. Sie wurde (und wird regel-mäßig) von Rose über querstadtein angeboten, einem gemeinnützigen Verein, der Führungen anbietet, bei denen „Menschen das Wort ergreifen, über die sonst gerne und viel geredet wird: Menschen, die obdachlos waren und Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung“ (s. querstadtein.org).
Die Tour durch Neukölln begann auf der Sonnenbrücke gegenüber vom berühmten Estrel Hotel, wo die kenianische Stadtführerin Rose die Teilnehmenden willkommen hieß und ihre Tour mit der Frage begann, was das Wort „Safari“ in uns auslöste und welche Assoziationen wir damit hätten.
Interessanterweise hat genau dieses Wort mit der Newsletter-Ankündigung der ICFUB-Veranstaltung für Aufruhr gesorgt. Studierende kritisierten, dass das Wort „Safari“ nicht im Zusammenhang mit einem Spaziergang durch ein Viertel, in dem Menschen leben, verwendet werden sollte. Genau aus diesem Grund nahmen wir die Kritik und die Formulierung zum Anlass, mit Rose und dem Verein querstadtein darüber ins Gespräch zu kommen.
Rose klärte uns auf der ersten Station der Tour – auf der Sonnenbrücke – auf, dass das Wort „Safari“ aus dem Suaheli stammt und einfach „Reise“, „Fahrt“ oder „Tour“ bedeutet. Durch die anderen Teilnehmenden der Tour fanden wir im darauffolgenden Gespräch heraus, dass es auch auf Urdu, Hindi, Persisch, Arabisch und vielen weiteren Sprachen für „Reise“ steht.
Rose sagte uns, dass viele Menschen Kenia in erster Linie mit Safaritouren assoziieren, was oft zu einer eingeschränkten Wahrnehmung führt. Mit dem neu gewonnenen Verständnis über das Wort „Safari“ lud Rose uns ein, sich mit ihr auf eine metaphorische Safari durch Neukölln zu begeben. Währung der Tour diskutierte sie mit den Teilnehmenden Themen wie Wasser, Nahrung, menschliche Bewegung, die Rolle der Frau in patriarchalen Strukturen und Klima-wandel.
Wasser spielte während der gesamten Tour eine zentrale Rolle. Rose sagte uns, dass sie überrascht war, wie viele Gewässer und Brücken Berlin hätte. Mit wiederkehrendem Blick auf den Teltowkanal erzählte sie uns auf der Sonnenbrücke von dem inzwischen ausgetrockneten Fluss in ihrem Dorf in Kenia, in dem sie als Kind spielte und schwimmen lernte. Die Folgen des Klimawandels in Kenia und anderen afrikanischen Ländern sind gravierend, denn die Existenzgrundlage hängt oft von der Landwirtschaft ab, welche wiederum vom Regen abhängt. Über 85 % des Stroms wird über Hydroenergie hergestellt. Diese Wasserstände und der damit produzierte Strom hängen also auch vom Niederschlag ab.
So führen extreme Trockenzeiten zu Hungersnot und bringen Menschen dazu, in andere Län-der auszuwandern. Roses Appell am Ende der Tour war besonders bewegend. Wenn asylsuchende Menschen im neuen (westlichen) Land bei der Antragstellung gefragt werden, warum sie aus ihrem Land geflohen sind, und sie antworten mit „There was no rain“, werden sie oft in ihrer Existenzkrise nicht ernst genommen.
Queer Picnic – ESN Berlin
Das Event richtete sich an queere Menschen sowie an alle, die Teil einer inklusiven Gemeinschaft sein möchten. Wir haben uns in einem Park in Berlin getroffen und gemeinsam ein Picknick veranstaltet. Dafür haben wir zuvor Snacks für die Teilnehmenden besorgt. Darunter waren unter anderem auch Donuts, die wir über die Too Good To Go-App gegen Lebensmittelverschwendung besorgt haben. Während des Treffens haben wir uns über vielfältige Themen ausgetauscht, sodass auch queere internationale Studierende bei ESN eine offene und einladende Plattform finden konnten. Das Treffen hat uns außerdem die Möglichkeit gegeben, den Studierenden zuzuhören – und weitere Events sind bereits für die nahe Zukunft geplant.

privat / ESN Berlin
Ein Fest der Kulturen – Das International Dinner als Auftakt der Diversity Week 2025 – LEI Hochschule Bremerhaven
Am 16. Mai 2025 fand das International Dinner statt – eine Veranstaltung, die den offiziellen Start der Diversity Week und des Diversity Tags 2025 markierte. Das Event brachte lokale Studierende, internationale Gäste und Austauschstudierende zusammen, um ein Zeichen für kulturelle Vielfalt, Offenheit und gegenseitiges Verständnis zu setzen. Jeder Teilnehmende brachte eine kulinarische Spezialität aus seinem Heimatland oder seiner Stadt mit, wodurch ein beeindruckendes Buffet an internationalen Köstlichkeiten entstand.
Bereits beim Betreten der Veranstaltungsräumlichkeiten war die Vielfalt der Kulturen spürbar. Die Tische waren reich gedeckt mit Speisen aus verschiedenen Teilen der Welt – von traditionellen europäischen Gerichten über asiatische Spezialitäten bis hin zu afrikanischen und lateinamerikanischen Köstlichkeiten. Die Atmosphäre war geprägt von lebhaften Gesprächen, neugierigen Fragen und gemeinsamen kulinarischen Erlebnissen.
Kulinarische Vielfalt als Brücke zwischen Kulturen
Das Besondere an diesem Abend war nicht nur die Vielfalt der Gerichte, sondern auch die Geschichten, die mit jedem Essen erzählt wurden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, die Hintergründe ihrer Speisen zu erklären – sei es die Bedeutung eines bestimmten Gerichts in ihrer Kultur oder die Erinnerungen, die sie damit verbanden. Dadurch entstand ein direkter interkultureller Austausch, bei dem Essen nicht nur als Gaumenfreude, sondern auch als Kommunikationsmittel diente.
Unter den Highlights des Abends waren beispielsweise:
- Eine köstliche Portion Tortillas aus Spanien, begleitet von Anekdoten über die Bedeutung dieses Gemeinschaftsgerichts.
- Frittierte Kochbananen aus Kamerun, ein Gericht, das bei vielen afrikanischen Ländern für leidenschaftliche Diskussionen über die „beste“ Zubereitung sorgt.
- Und noch mehr …
Begegnungen, Gespräche und neue Perspektiven
Neben den kulinarischen Genüssen war das International Dinner eine wertvolle Gelegenheit für persönliche Begegnungen. Studierende, die sich zuvor nicht kannten, kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten neue Freundschaften. Die Offenheit und Neugierde der Teilnehmenden machten das Event zu einem Ort des gelebten Miteinanders.
Auch verschiedene Rednerinnen und Redner nutzten die Gelegenheit, um auf die Bedeutung von Diversität und kulturellem Austausch hinzuweisen. Die Veranstaltung bildete damit nicht nur einen gelungenen Auftakt zur Diversity Week, sondern setzte auch ein starkes Zeichen für die Bedeutung interkulturellen Verständnisses in einer globalisierten Welt.
Fazit: Ein gelungener Auftakt für eine Woche der Vielfalt
Das International Dinner am 16. Mai 2025 war ein voller Erfolg. Die Kombination aus kulinarischer Vielfalt, interkulturellem Austausch und herzlichen Begegnungen schuf eine Atmosphäre der Inklusion und Wertschätzung. Die Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll, dass Vielfalt nicht nur eine Bereicherung, sondern eine Chance für gegenseitiges Lernen und gemeinsames Wachstum ist.
Mit dieser gelungenen Eröffnung blickten alle Beteiligten erwartungsvoll auf die bevorstehenden Veranstaltungen der Diversity Week und des Diversity Tags 2025 – eine Woche, die weiterhin Raum für inspirierende Gespräche, neue Impulse und gelebte Vielfalt bietet.

privat / LEI Bremerhaven
„Pieces of the World“ – Collagenprojekt, International Student Club HfWU in Nürtingen
Kreativ sein, ins Gespräch kommen, Vielfalt entdecken – all das war am 15. Mai 2025 beim Collagenprojekt des International Student Clubs der HfWU in Nürtingen möglich. Unter dem Motto „Pieces of the World“ fügten wir Bild für Bild zusammen, ergänzten unsere Werke mit eigenen Zeichnungen und Texten und ließen dabei gemeinsame Kunstwerke entstehen.
Zwischen Schere, Papier und Pinsel kamen wir ins Gespräch: Über das, was uns prägt, und das, was uns verbindet. Persönliche Erfahrungen, kulturelle Hintergründe, Werte und Wünsche wurden geteilt und fanden ihren Ausdruck in den Collagen. Ob aus Mexiko, der Türkei, dem Libanon, dem Iran oder Deutschland – die kulturelle Vielfalt der Teilnehmenden wurde sichtbar und spürbar.
An diesem Abend wurde wieder einmal deutlich: Kultureller Austausch bereichert und verbindet. Jede*r Teilnehmende brachte etwas Einzigartiges ein – sichtbar in den bunten, vielschichtigen Gemeinschaftscollagen.
Ein kreativer Abend, der nicht nur Spuren auf Papier, sondern auch im Miteinander hinterlassen hat.
Erasmus Student Network Freiburg feiert Diversität
Für uns als Erasmus Student Network, welches sich ständig mit Studenten aus verschiedenen Ländern und Kulturen beschäftigt, steht die kulturelle Diversität im Vordergrund. Um diese zu feiern, haben wir ein Share your culture dinner organisiert.
Am Dienstag, den 29.04.2025, fand an unserer Universität in Freiburg: ein „International Dinner“ statt, bei dem Studierende aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenkamen, um die kulturelle Vielfalt Europas zu feiern. Im Mittelpunkt stand ein üppiges Buffet mit Gerichten, die von den internationalen Teilnehmenden selbst zubereitet und mitgebracht wurden und die ein Stück Heimat repräsentieren sollten. Den Abend hatten wir als ESN-Freiburg organisiert, um für die Studierenden die Gelegenheit zu bieten, ihre Herkunftsländer auf eine persönliche und appetitliche Weise zu präsentieren und sich dabei gegenseitig besser kennenzulernen.
Ob spanische Kroketten, irischen Sheperds Pie, Flammkuchen aus dem Elsass - die Vielfalt der Gerichte spiegelte die kulturelle Diversität wider, die das Erasmus-Programm so besonders macht.
Die Studierenden hatten sichtlich Freude daran, ihre Gerichte vorzustellen und kleine Geschichten oder Traditionen zu erzählen, die mit dem Essen verbunden sind. Es entstand also nicht nur ein kulinarischer, sondern auch ein kultureller Austausch. Es wurde gelacht, gestaunt und nach Lieblingsgerichten gesucht – oft auch in mehreren Sprachen gleichzeitig.
Besonders bemerkenswert war – wie bei den meisten unserer Veranstaltungen - wie schnell eine offene und herzliche Atmosphäre entstand, obwohl sich viele der Teilnehmenden noch nie zuvor begegnet waren.
Die Studierenden vereinte nicht nur das gemeinsame Semester in Freiburg, sondern auch die Neugier auf andere Lebensweisen, Perspektiven und kulinarische Traditionen. Es wurde deutlich, wie bereichernd der Austausch für alle Beteiligten ist – nicht nur akademisch, sondern vor allem menschlich.
Das International Dinner hat wieder gezeigt, wie wichtig und wertvoll Diversität im universitären Kontext ist. Die verschiedenen kulturellen Hintergründe der Gäste waren keine Hürde, sondern eine Bereicherung für alle. Es war schön zu sehen, wie aus anfänglicher Neugier echte Gespräche, neue Bekanntschaften und vielleicht sogar Freundschaften entstanden sind.
Zum Abschluss wurde mehrfach der Wunsch geäußert, solche Abende öfter zu veranstalten. Sie sind nicht nur eine Möglichkeit gemeinsam zu feiern, sondern auch ein Angebot für Verständigung und gelebte europäische Gemeinschaft.

privat / ESN Freiburg
Tandembörse an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen (HfWU)
Am 01.04.2025 veranstaltete der International Student Club gemeinsam mit nationalen und internationalen Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) ein spannendes und interaktives Event. Ziel war es, dass sich die Studierenden durch kreative Spiele und Aktivitäten kennenlernen, um am Tandemprogramm teilnehmen zu können.
Bei diesem Programm geht es darum, den kulturellen Austausch zwischen Studierenden verschiedener Nationen zu fördern, indem sie zusammen gemeinsame Aktivitäten in ihrer Freizeit unternehmen. Die Veranstaltung begann mit einer besonderen Kennenlern-Aktivität, bei der sich die Teilnehmenden anhand ihrer Antworten auf verschiedene Fragen nach dem Alphabet ordnen mussten. Im Anschluss folgte ein Speed-Dating. In kurzen, aber intensiven Gesprächsrunden hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Sie konnten etwas Persönliches miteinander teilen und herausfinden, mit wem sie besonders gut harmonieren.
Der kreative Höhepunkt der Veranstaltung war das Memory. Jeder Teilnehmende zog einen Gegenstand aus einem Beutel und die zwei Personen, die denselben Gegenstand hatten, bildeten ein Team. Gemeinsam setzten sie ihre kreativen Ideen um und gestalteten aus dem Gegenstand, sowie weiteren Bastelmaterialien, ein einzigartiges Kunstwerk.
Am Ende der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit zu reflektieren, mit wem sie sich besonders gut verstanden haben. Diejenigen, die eine gute Verbindung spürten, bildeten Tandem-Partner.
Durch die Kombination aus spielerischen Aktivitäten und kreativem Austausch wurde das Event zu einem gelungenen Startpunkt für neue Freundschaften zwischen Studierenden.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freuen uns auf die bevorstehenden Erfahrungen und Austauschmöglichkeiten im Rahmen des LEI-Programms!
Geführte Stadttour zum Thema LGBT – LEI MESA München
MESA hat eine Stadttour organisiert, bei der die Geschichte der LGBT-Community in München anhand von unterschiedlichen Orten in der Stadt erzählt wurde. Es ging vom Sendlinger Tor zum AIDS-Memorial, über das historische Schwulenviertel, wobei den Erasmusstudierenden die Geschichte der queeren Emanzipation in München nahegebracht wurde und noch zu zahlreichen anderen relevanten Orten. Zum Abschluss des Events trafen sich die Studierenden mit Nachzüglern im Biergarten, um das sonnige Frühlingswetter zu genießen.

privat / MESA - Münchner Erasmus Studenten Assoziation e.V
