Teacher Academies
Die Erasmus+ Teacher Academies (Lehrkräfteakademien) sind europäische Partnerschaften im Bereich der Lehrkräftebildung. Sie bringen Anbieter der Erstausbildung und Weiterbildung von Lehrkräften mit anderen relevanten Akteuren wie Ministerien, Lehrerverbänden und Schulen zusammen. In den europäischen „Communities of practice“ sollen neue Strategien erprobt und effektive Programme für berufsbezogenes Lernen entwickelt werden.
Die Kooperationen bieten dem Lehrpersonal dabei Kurse, Module und andere Lernmöglichkeiten bezüglich aktueller Themen wie Inklusion und Vielfalt, Well-being, Klimawandel und Nachhaltigkeit, Digitalisierung, STEM / STEAM sowie gemeinsame Werte, bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe. Außerdem wird die Mobilität (physisch, virtuell, blended) im Rahmen der Lehrkräftebildung gefördert.
Mit der Erasmus+ Förderlinie soll die europäische und internationale Perspektive der Lehrkräftebildung gestärkt werden, der Lehrerberuf an Attraktivität gewinnen und somit auch dem Lehrkräftemangel in Europa entgegengewirkt werden. Die Teacher Academies wurden in der Erasmus+ Programmgeneration 2021-2027 bereits viermal ausgeschrieben.
Das Budget beträgt bis zu 1,5 Millionen EUR pro Projekt, bei einer Projektlaufzeit von drei Jahren.
Es können Institutionen aus den EU-Mitgliedstaaten und den mit dem Erasmus+ Programm assoziierten Drittländern (aktuell: Nordmazedonien, Serbien, Island, Liechtenstein, Norwegen und Türkei) teilnehmen. Die antragstellende Einrichtung muss aus einem der oben genannten Länder kommen.
Wer kann einen Antrag stellen?
Anträge können von Hochschulen oder von Organisationen von Hochschuleinrichtungen gestellt werden. Die antragstellende Einrichtung stellt den Antrag im Namen des gesamten Konsortiums.
Das Konsortium einer Teacher Academy besteht aus mindestens sechs Partnereinrichtungen, die mindestens vier verschiedene EU-Mitgliedstaaten / assoziierte Drittländer vertreten (wovon mindestens drei Mitgliedstaaten der EU sein müssen). Darunter müssen mindestens vier staatlich anerkannte Anbieter von Lehrkräfteerstausbildung aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten / mit dem Programm assoziierten Drittländern sein sowie mindestens ein staatlich anerkannter Anbieter von beruflicher Weiterbildung für Lehrkräfte. Weiterhin wird mindestens eine Praktikums- oder Ausbildungsstätte zur Zusammensetzung des Konsortiums benötigt. Diese Angaben beziehen sich auf den Aufruf 2025.
Wie und wann reiche ich einen Antrag ein?
Maßgebliche Unterlagen für die Antragstellung sind der allgemeine Erasmus+ Programme Guide und der entsprechende Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen.
Die Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) stellt die elektronischen Antragsunterlagen nach Veröffentlichung des Aufrufs im Funding and Tender Opportunities Portal (FTOP) zur Verfügung. Die Einreichung des Antrags erfolgt direkt über das Portal der Europäischen Kommission. Erläuterungen zur Handhabung des FTOP finden Sie hier.
In der Regel erfolgt die Antragstellung jährlich (jedoch keine Aufrufe 2023 und 2026). Der Aufruf wird im Herbst veröffentlicht mit einer Antragsfrist im ersten Quartal des Folgejahrs.
Der Call wird im Herbst 2026 erwartet.
Zur Ansicht und Vorbereitung auf die nächste Antragstellung stellen wir Ihnen die Unterlagen der vorherigen Antragsrunde zur Verfügung. Für die Antragstellung müssen Sie jedoch zwingend die Dokumente nutzen, die für den jeweiligen Aufruf im Funding & Tenders Portal veröffentlicht werden.
Wie erfolgt die Auswahl eines Projektes?
Die in Brüssel eingegangenen Vorschläge werden zunächst von der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) auf die formale Förderfähigkeit geprüft. Antragstellende Einrichtungen, deren Vorschläge die formalen Förderkriterien nicht erfüllen, werden nach Abschluss dieser Prüfung von der EACEA schriftlich benachrichtigt. Die formal gültigen Anträge werden zwischen März und Juni des jeweiligen Jahres von unabhängigen Gutachterinnen und Gutachtern bewertet. Alle Antragstellenden werden von der EACEA im Juli/August des jeweiligen Jahres über die Ergebnisse informiert.
Unser Informations- und Beratungsangebot
Sie haben Fragen zur Antragstellung oder möchten Ihre Projektidee mit uns besprechen? Gerne können Sie uns über das Beratungsportal für Erasmus+ Kooperationsprojekte kontaktieren. Alternativ können Sie uns auch per E-Mail erreichen.
Sie sind noch unsicher, welche Erasmus+ Projektförderung zu Ihrer Projektidee passt? Dann lassen Sie sich zunächst von unseren einleitenden Fragen und Entscheidungsbäumen Orientierungshilfe geben.
Über unseren E-Mail-Verteiler der Erasmus+ Hochschulpartnerschaften informieren wir regelmäßig über Aufrufe, Neuerungen und Veranstaltungen im Kontext der Erasmus+ Hochschulpartnerschaften (Erasmus Mundus, Jean Monnet, Allianzen für Innovation, Teacher Academies, Kapazitätsaufbauprojekte & Europäische Hochschulen). Zur Anmeldung gelangen Sie hier.
Damit wir unsere Beratung kontinuierlich verbessern können, schicken Sie uns gerne eine Kopie Ihres Antrags:
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit
Referat EU03 – Partnerschaften und Kooperationsprojekte
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Oder elektronisch per E-Mail.
Kontakt
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Weiterführende Informationen
- Erasmus+ Programmleitfaden
- Funding and Tender Opportunities Portal (FTOP)
- Auswahlergebnisse Teacher Academies
- Erasmus+ Project Results Platform
- Erklärvideo zum Lump Sum / Pauschalbetrag (Englisch)
- Kurzinfo Lehrkräfteakademien
Deutsch
Englisch - Eurydice Report: Teachers in Europe. Careers, Development and Well-being (2021)