Erasmus+ Enriching lives, opening minds.

Erasmus+ Jahrestagung 2025

dadaluxe Mathias Suess

Trotz strömenden Regens trafen sich am 24. und 25. September rund 350 Hochschulvertreterinnen und -vertreter in Mannheim zur Erasmus+ Jahrestagung der Nationalen Agentur im DAAD (NA DAAD), um zum Thema „Skills and Values – Erasmus+ zur Vermittlung von Kompetenzen und Werten für die Zukunft Europas nutzen“ zu diskutieren. Weitere rund 280 Personen konnten per Livestream teilnehmen.

Die beeindruckenden Räumlichkeiten des Mannheimer Schlosses boten einen würdigen Rahmen, um das 100-jährige DAAD-Jubiläum zu feiern, das die Veranstaltung inhaltlich ebenso prägte wie die zukünftige Ausgestaltung von Erasmus+ und die Nutzung des Programms bei der Vermittlung von Werten und Kompetenzen.
Mit der Union of Skills lanciert die europäische Kommission eine Strategie zur Fachkräfteförderung und -gewinnung. In deren Fokus steht die Stärkung insbesondere beruflicher Kompetenzen, um Europas Wettbewerbsfähigkeit durch besser qualifizierte Arbeitskräfte zu steigern. Dies beeinflusst auch den Hochschulbereich und das Erasmus+ Programm. Hier sollen Menschen noch gezielter mit den Skills ausgestattet werden, die auf dem Arbeitsmarkt relevant sind.
Dass Erasmus+ bereits heute ein wesentlicher Bestandteil der Kompetenzentwicklung junger Menschen ist, wurde während der gesamten Tagung immer wieder deutlich: Das Erasmus+ Programm ist und bleibt ein wichtiger, wenn nicht wesentlicher Baustein für eine gemeinsame europäische Zukunft, auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit der EU.

100 Jahre DAAD – 38 Jahre Erasmus+ 

Kompetenzen entwickeln, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, europäische Zukunft gestalten
Rektor Prof. Dr. Thomas Fetzer eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit DAAD-Generalsekretär Dr. Kai Sicks. Beide unterstrichen die Bedeutung von Internationalisierung und akademischem Austausch weit über die Vermittlung von Fachwissen hinaus. Erasmus zum Beispiel schaffe nicht nur fachliche Kompetenz, sondern vor allem ein einendes Gefühl des Miteinanders, eine europäische Identität und gemeinsame Werte, die für uns heute virulenter sind als je zuvor.

Begrüßung von Prof. Dr. Thomas Fetzer, Rektor der Universität Mannheim

Begrüßung von Prof. Dr. Thomas Fetzer, Rektor der Universität Mannheim

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Begrüßung und Einführung in das Thema Dr. Kai Sicks, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes

Begrüßung und Einführung in das Thema Dr. Kai Sicks, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes

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In einer Zeit, in der der politische Zusammenhalt Europas immer wieder neu errungen werden muss, sei es wichtig, so Kai Sicks, die Ehrfurcht vor dem „Wunder Europas“ nicht zu verlieren und sich beständig für Europa einzusetzen und stark zu machen. 
Akademischer Austausch, Erasmus+ und vor allem die engagierten Koordinatorinnen und Koordinatoren an den Hochschulen leisten dazu einen wesentlichen Beitrag:
Erasmus+ hat grenzüberschreitendes Studieren und Forschen in Europa alltäglich werden lassen. Mehr als 15 Millionen Menschen haben seit 1987 europaweit an diesem Programm teilgenommen, Freundschaften geschlossen und gemeinsam gelernt und geforscht und so an der Zukunftsfähigkeit Europas mitgearbeitet.
Bundesministerin Dorothee Bär (BMFTR) betonte den unschätzbaren Wert internationalen Austauschs und von Erasmus+, die in unbeständigen Zeiten Verständnis und Vertrauen schafften.
Sie erläuterte den immensen individuellen Mehrwert einer Teilnahme an Erasmus+ am Beispiel des Astronauten und Erasmus-Alumnus Matthias   Maurer: „Wenn man Erasmus gemacht hat und dann ins All fliegt, kann man buchstäblich sagen, dass uns Erasmus nach den Sternen greifen lässt.“
Ministerin Bär bedankte sich ausdrücklich bei den Erasmus+ Koordinatorinnen und Koordinatoren für ihr Engagement für Erasmus und somit beim erfolgreichen Bau an der Zukunft Europas.
Auch die Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Petra Olschowski   würdigte und bedankte sich für die Arbeit für Erasmus+ an den Hochschulen und betonte ihre Unterstützung bei der weiteren aktiven Mitgestaltung des europäischen und weltweiten Hochschulraums.

Videogruß von Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt der Bundesrepublik Deutschland

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Videobotschaft von Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Videobotschaft Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

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Ein Highlight der Veranstaltung war der Beitrag von Matondo Charlotte Bechert, Policy Adviserin im Europäischen Parlament und sowohl DAAD- als auch Erasmus-Alumna. 
Für sie waren die Auslandserfahrungen wesentliche und unverzichtbare Stationen ihrer Entwicklung, sowohl fachlich und beruflich, aber vor allem als Person.
Erasmus sei gelebte europäische Freizügigkeit, eine reale tägliche Übung in europäischer Verständigung und somit eine wesentliche Säule des Projekts Europa. Das 100jährige DAAD-Jubiläum und 38 Jahre Erasmus+ seien nicht nur ein Grund, die Institutionalisierung von Studierendenaustausch zu feiern, sondern auch ein Versprechen an junge Menschen aus ganz Europa.  
Die von der Europäischen Kommission jüngst vorgeschlagene Erhöhung des Programmbudgets sei begrüßungswert, bei einer gleichzeitigen Verringerung des Anteils von Erasmus+ am EU-Haushalt von 2,5 auf 2 Prozent sei dies aber womöglich nicht ausreichend für eine noch größere Reichweite des Programms.
Sie mahnte zudem für die Zukunft des Programms nicht nur eine ausreichende finanzielle Ausstattung an, sondern auch die Notwendigkeit, inklusiver, sozial gerechter und globaler zu denken, um ein für alle gleichermaßen erreichbares Programm zu schaffen und so ein lebens- und berufsbereicherndes Angebot für alle bieten zu können. 

Matondo Charlotte Bechert, Policy advisor beim Europäischen Parlament und Erasmus+ und DAAD Alumna

Erasmus+ Jahrestagung 2025: Charlotte Bechert

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In ihrem Grußwort betonte Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, das Ziel der Europäischen Union, mit der Lancierung der „Union of Skills“ allen Europäerinnen und Europäern die gleichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungs- und Berufskarriere zu schaffen. 
Sie führte aus, dass Universitäten und auch Erasmus+ dabei eine entscheidende Rolle spielten, was in den Verhandlungen des neuen Finanzrahmens ab 2028 eingeflossen sei: Eine Erhöhung des Erasmus+ Budgets um rund 50% soll den damit verbundene Traum, jedem jungen Menschen in Europa eine Erasmus+ Erfahrung zu ermöglichen, unterstützen. 

Die Bedeutung der „Union of Skills“ bei der Etablierung und Implementierung der kommenden Erasmus+ Programmgeneration verdeutlichte auch Susanne Conze, Referatsleiterin „Hochschulbildung“ bei der Europäischen Kommission, die den aktuellen Stand der Programmentwicklung zusammenfasste und den Teilnehmenden im Anschluss für Fragen zur Verfügung stand. 
Einig waren sich alle Anwesenden im Wunsch nach mehr Bürokratieabbau und einer möglichst einfachen Verwaltung des Programms, um Hürden schon bei der Beantragung einer Mobilität abzubauen, Prozesse zu beschleunigen und eine breite Beteiligung zu erreichen. In dem Zusammenhang wurde auch der Wunsch geäußert, im Blick zu behalten, das zusätzliche, sehr spezifische Programme im Zweifel nur auf Kosten der regulären Stipendienhöhe verwirklicht werden könnten und so den Zugang zum Programm eher erschwerten denn erleichterten.
Die Details des Beitrags finden sich in der

  • Präsentation zum Nachlesen und dem
  • Video des Beitrags zum Anschauen und Anhören   

Grußwort Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für Fachkräfte, Kompetenzen und Vorsorge der Europäischen Kommission, vorgetragen von Susanne Conze

Grußwort Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für Fachkräfte, Kompetenzen und Vorsorge der Europäischen Kommission, vorgetragen von Susanne Conze.

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Susanne Conze, Referatsleiterin „Hochschulbildung“ bei der Europäischen Kommission

Susanne Conze, Referatsleiterin „Hochschulbildung“ bei der  Europäischen Kommission

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Die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen und der Einfluss von Auslandsmobilität auf die Berufskarriere dominierten das Programm auch am zweiten Tag der Veranstaltung. 
Vor dem Hintergrund der EU-Initiative für eine „Union of Skills“ präsentierten Prof. Dr. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und Dr. Nicolai Netz vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH (DZHW) Erkenntnisse aus einigen Studien der NA DAAD sowie weiteren einschlägigen Forschungsarbeiten.
Die Details des Beitrags finden sich in der

Erasmus+ als Schlüsselprogramm für die Zukunft Europas

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Nach zwei Tagen intensiver Diskussion und Austausch lässt sich zusammenfassen, dass Erasmus+ einen immens wertvollen Beitrag zu einem stabilen und gemeinsamen Europa leisten kann, dass ein Auslandsaufenthalt nicht nur die persönliche Entwicklung prägt, sondern auch zur beruflichen und fachlichen Kompetenzentwicklung beiträgt und vor allem, dass der weitere Erfolg des Erasmusprogramms der Unterstützung aller Akteure in den Hochschulen bedarf. 
Sie als Erasmus-Koordinatorinnen und Koordinatoren sind und bleiben der Schlüssel zum Erfolg des Bildungsprogramms, Sie unterstützen es durch ein überdurchschnittliches, persönliches Engagement!
Wir danken Ihnen für Ihre Arbeit und hoffen, Sie werden die Zeit in Mannheim in guter Erinnerung behalten und konnten Motivation und neue Ideen mit auf den Heimweg nehmen.
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei der Universität Mannheim bedanken, bei der wir zu Gast sein durften, allen voran Prof. Dr. Fetzer, der uns so herzlich im „größten Barockschloss Europas“ willkommen hieß und bei Birgit Heilig, der Leiterin des International Office und ihrem Team, ohne das die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Wir bedanken uns ganz besonders bei allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die bei der Organisation und Gestaltung der Veranstaltung unterstützt haben. Es war eine große Freude für uns, vielen Dank und wir freuen uns auf ein Wiedersehen! 

Praxisblock I mit acht parallelen Sessions:


Session 1: Entwicklung von Skills durch innovative transnationale Lehrformate im Rahmen von Erasmus+ Kooperationsprojekten  
Präsentation von Julia Derkau, Universität Mannheim,
Prof. Frank Müller, Universität Bremen 
Britta Schmidt und Elisabeth Tauch, NA DAAD

Session 2: Open Space „Frage und Antwort“ rund um Ihr Erasmus+ Mobilitätsprojekt
Agnes Schulze-von Laszewski, NA DAAD
In dieser Session wurde keine Präsentation gezeigt

Session 3: Erasmus+ und Kooperationen zwischen Hochschulen und Landesministerien: Rollen, Chancen und Synergien
Präsentation von Dr. Dagmara Paciorek-Herrmann, Europa-Universität Flensburg und Dr. Johannes Abele, Universität des Saarlandes

Session 4: Green Erasmus+ 2.0 - Nachhaltigkeit vor Ort    
Präsentation von Saskia Asmus, Humboldt-Universität zu Berlin, Philippa Menzel, Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. Anke Reinhold, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und Dorothea Mahnke, NA DAAD

Session 5: Erasmus+ Blended Intensive Programmes (BIP) und short-term-Mobilitäten: Same same but different
Präsentation von Melanie Hochstätter, Universität Konstanz und Anne Poser, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Session 6: INA: zentraler Ort zur Projektdurchführung in Erasmus+
Präsentation von Valerie Brittner und Maximilian Pinnen, NA DAAD

Session 7: Audits aus der Perspektive von Hochschulen: Segen oder Fluch?
Präsentation von Karen Denecke, Georg-August-Universität Göttingen, Anne Mbakwe, Freie Universität Berlin und Ann-Kristin Matthé, NA DAAD

Session 8: Virtuelle Info-Session: Union of Skills & European Degree – Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven
Präsentation von Kathrin Herres, NA DAAD

Praxisblock II mit neun parallelen Sessions:


Session 1: Auslandserfahrung: DER Schlüssel zum Erfolg
Matthias Bücken, Universität Bremen, Deborah Kämmerling, Erasmus+ Alumna,
Axel Plünnecke, Institut der deutschen Wirtschaft und Marina Steinmann, NA DAAD
In dieser Session wurde keine Präsentation gezeigt

Session 2: Wie können Cooperation Partnerships die Mobilität unterstützen?
Präsentation von Dr. Benedetta Gennaro, Technische Universität Darmstadt 
Präsentation von Eliza Friederichs und Gideon Liehr, NA DAAD

Session 3: Erasmus+ Aufenthalte im Rahmen europäischer Hochschulallianzen: organisieren - mobilisieren - erfassen und berichten 
Dr. Johannes Abele, Universität des Saarlandes 
Christina Bohle, Humboldt-Universität zu Berlin
Anna A. Moritz, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) 

Session 4: Weltweite Erasmus+ Mobilität: Rückblick und neue Impulse für KA171
Präsentation von Lisa Kühnemund und Michaela Lanaro, NA DAAD

Session 5: Doktorandenförderung im Rahmen des EU- Forschungsprogramms Horizon: Möglichkeiten und Synergien zu Erasmus+
Präsentation von Sarah Henkel und Byron Schirbock, Kooperationsstelle 
EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi)

Session 6: Die Nutzung von KI in der Erasmus+ Administration: Ein Peer-to-Peer Austausch
Präsentation von Dorothea Mahnke und Ann-Kristin Matthé, NA DAAD

Session 7: Zielgruppenorientierte interne Kommunikation an den Hochschulen: Wie verbreite ich Informationen wirksam innerhalb meiner Hochschule?
Präsentation von Saskia Asmus, Humboldt-Universität zu Berlin, Frauke Schweinsberg-Denniger, Technische Universität München und Melis Cinar, NA DAAD

Session 8: INA: zentraler Ort zur Projektdurchführung in Erasmus+
Präsentation von Valerie Brittner und Maximilian Pinnen, NA DAAD

Session 9: Virtuelle Session NA DAAD-Programme des studentischen Engagements für Europa als Ergänzung von Erasmus+ Aktivitäten 
Präsentation von Martina Blindert, NA DAAD

Entstehungsvideo Graphic Recording

Erasmus+ Jahrestagung 2025: Graphic Recording Video

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Kontakt, organisatorisch

Foto von Babette Hofmann

Babette Hofmann

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