Erasmus+ Politikunterstützung

Welche Ziele verfolgt die Erasmus+ Leitaktion 3?

Die Ziele der Erasmus+ Leitaktion 3 sind:

  • Unterstützung politischer Reformen
  • Beitrag zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung europäischer Hochschulreformen
  • Hervorbringung innovativer Ansätze
  • Stärkung der Flexibilität und Transparenz der Bildungssysteme Europas
  • Förderung eines ergebnisorientierten Politikdialogs (durch Verzahnung der Bildungssektoren und -akteure)

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Je nach Leitlinie ("Action Type") gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten im Rahmen der Erasmus+ Leitlinie 3:

Zukunftsweisenden Initiativen

Im Bereich der Zukunftsweisenden Initiativen zählen Initiativen für innovative politische Maßnahmen mit dem Ziel, neue politische Konzepte zu entwickeln oder ihre Umsetzung vorzubereiten sowie sektorübergreifend zusammenzuarbeiten.

Zukunftsweisenden Kooperationsprojekte

Als die Zukunftsweisenden Kooperationsprojekte können solche Projekte gefördert werden, die folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Ermittlung, Prüfung, Entwicklung und Bewertung neuer innovativer Ansätze
  • Bildung neuer Partnerschaften wichtiger Interessensgruppen und gemeinsame Projektdurchführung
  • Entwicklung wirksamer Methoden, Instrumente und Strategien für politische Entscheidungsträger der Bereiche allg. und berufl. Bildung und Jugend
  • Beitrag zur Verbesserung der Bildungs- und Jugendpolitik
  • Zusammenarbeit und wechselseitiges Lernen als Mehrwert auf europäischer Ebene

Europäische Experimentelle Maßnahmen

Unter den Europäischen Experimentellen Maßnahmen werden Projekte gefördert, die die länderübergreifende Zusammenarbeit vorantreiben mit dem Ziel, die Umsetzung innovativer politischer Maßnahmen mit systemrelevanter Wirkung zu entwickeln und vorzubereiten. Hauptaugenmerk liegt auf der Wechselwirkung von Politik und Hochschulen sowie auf der Verbesserung der Wirksamkeit und Effizienz der Bildungs- und Jugendsysteme.

Wann finden die Ausschreibungen in der Leitaktion 3 statt?

Die Ausschreibungen zu den verschiedenen Leitlinien der Erasmus+ Leitaktion 3 finden in unregelmäßigen Abständen mehrmals jährlich statt. Wir informieren Sie im News-Bereich unserer Website über aktuelle Ausschreibungen der Europäischen Kommission.

Wie hoch sind die Fördersummen der bewilligten Projekte? Brauche ich eine Kofinanzierung?

Je nach Ausschreibung bewegen sich die Fördersummen in unterschiedlicher Höhe. Die genaue Mittelausstattung und die Verteilung des finanziellen Betrags können Sie diesen entnehmen. Beispiele:

  • In dem Aufruf EACEA/05/2016 im Rahmen der Zukunftweisenden Initiativen belief sich die Finanzhöhe für ein Projekt auf höchstens 500.000 Euro.
  • Projekte, die im Rahmen Europäischen Experimentellen Maßnahmen unter dem Aufruf EACEA/34/2015 gefördert wurden, konnten sich für eine Summe von bis zu 2.500.000 Euro bewerben.

Wie finde ich Projektpartner?

Gerne helfen wir Ihnen Projektpartner aus den Bildungssektoren, auf politischer Ebene oder solche, die länderübergreifend agieren, zu finden. Dazu können Sie sich per E-Mail an uns wenden. Alternativ bieten wir auf unserer Homepage eine Partnersuche an. Je nach Ausschreibung bietet auch die Europäische Kommission Ihre Hilfe bei der Suche nach Projektpartnern an.

Wie viele Partner brauche ich?

Die Anzahl der Projektpartner variiert je nach Ausschreibung in den unterschiedlichen Leitlinien. Die Mindestanforderungen an die Zusammensetzung der Partnerschaft im Hinblick auf die Anzahl, aus welchen Ländern diese kommen können, in welchen Bereichen diese tätig sind etc. entnehmen Sie bitte den einzelnen Ausschreibungen.

Beispiele

Zukunftsorientierte Initiativen

  1. Länderübergreifende Kooperationsprojekte: vier Einrichtungen, die vier förderfähige Länder vertreten
  2. Großangelegte Freiwilligenprojekte: drei Einrichtungen, die drei förderfähige Länder vertreten
  3. Vernetzte Zusammenarbeit der Nationalen Agenturen des Programms Erasmus+: vier NAs, die vier förderfähige Länder vertreten

Zukunftsorientierte Kooperationsprojekte

  • Partnerschaften aus mind. drei Organisationen
  • Organisationstypen: Behörden, private oder öffentliche Organisationen ohne Erwerbszweck, Forschungszentren, Universitäten, Handelskammern, Netzwerke, Anerkennungsstellen, Beurteilungseinrichtungen, Berufsverbände und Sozialpartner, Schulen oder andere Bildungseinrichtungen, kulturelle Organisationen, Unternehmen, internationale Organisationen

Europäische Experimentelle Maßnahmen

Mindestanforderung an Konsortialzusammensetzung: mind. vier Organisationen, die drei förderfähige Länder vertreten:

  1. mindestens eine Behörde aus drei unterschiedlichen förderfähigen Ländern oder ein rechtmäßig niedergelassenes/-r Netzwerk/Verband öffentlicher Behörden, das bzw. der mindestens drei unterschiedliche förderfähige Länder vertritt
  2. mindestens eine öffentliche oder private Organisation mit Erfahrung im Bereich von Simulationsstudien der Evaluierung von Auswirkungen politischer Maßnahmen

Welche Organisationen sind förderfähig?

Je nach Leitlinie und Ausschreibung sind unterschiedliche Organisationen oder Projekte förderfähig. In der Vergangenheit zählten dazu unter anderem die folgenden:

Zukunftsorientierte Kooperationsprojekte:

Aktivitäten:

Bedarfsanalysen, Studien, Bestandsaufnahmen, Forschungstätigkeiten, Ausbildungsmaßnahmen, Berichte, Projektschlussfolgerungen, Politikempfehlungen, Workshops, Konferenzen/Seminare, Austausch/Mobilität, Tests und Bewertungen innovativer Ansätze, Maßnahmen zur Sensibilisierung und Verbreitung

Europäische Experimentelle Maßnahmen:

Förderfähige Organisationen

Behörden, öffentliche oder private Einrichtungen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend oder anderen sozioökonomischen Bereichen tätig sind.