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Coronavirus und Erasmus+: Häufig gestellte Fragen von geförderten Studierenden

Im Zuge der weiteren Ausbreitung des Coronavirus beschließen Länder und Institutionen gegenwärtig zahlreiche Maßnahmen mit der Absicht, den weiteren Verlauf der Pandemie mindestens zu verlangsamen.

ACHTUNG: Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund sollten auch Studierende und Lehrende z.Z. keine Auslandsaufenthalte antreten.

Wir weisen angesichts des Verlaufs der Pandemie darauf hin, dass in der aktuellen Situation auch im Erasmus+ Programm Gesundheit und Sicherheit oberste Priorität haben und Sie sich mit der Frage auseinanderzusetzten sollten, ob Auslandsaufenthalte abgebrochen werden sollten.

Wir haben hier für betroffene Erasmus+ Geförderte eine vorläufige Liste häufig gestellter Fragen zusammengestellt, die Sie ggf. auch an Ihre Studierenden weitergeben können (Stand: 2.4.20):

Sofern die Reise nicht ohne zusätzliche Kosten abgesagt werden kann, ermöglicht die Europäische Kommission im Erasmus+ Programm unter bestimmten Umständen die Erstattung tatsächlich angefallener Reisekosten. Dies gilt, wenn gemäß den Finanzierungsregeln der Mobilitätsaktion eine finanzielle Unterstützung für die Reise vorgesehen ist.

Wenn die Aktion dies nicht vorsieht, haben Sie das Recht, den Teil der Vorfinanzierung, welcher den entstandenen Kosten entspricht, zu behalten oder zu erhalten. Möglicherweise können auch Kosten für die Reservierung einer Unterkunft erstattet werden.  

Bitte bewahren Sie alle Belege und Informationen auf und wenden Sie sich damit an das International Office bzw. die Erasmus+ Koordinatoren Ihrer Hochschule.

Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund sollten auch Studierende und Lehrende z.Z. keine Auslandsaufenthalte antreten.

Wir weisen angesichts des Verlaufs der Pandemie darauf hin, dass in der aktuellen Situation auch im Erasmus+ Programm Gesundheit und Sicherheit oberste Priorität haben und Sie sich mit der Frage auseinanderzusetzten sollten, ob Auslandsaufenthalte abgebrochen werden sollten.

Studierende sollten sich vor einer Ausreise grundsätzlich informieren, wie sich die Situation im Gastland darstellt und ihre Entscheidungen in Absprache mit ihrer Heimathochschule (International Office bzw. Erasmus+ Koordinatoren) treffen.

Ja, vorausgesetzt, die Kurse werden von der Gasteinrichtung angeboten und tragen zu der Erreichung der Lernziele wie in der Lernvereinbarung festgelegt bei. Dabei ist es unerheblich, ob die Online-Kurse im Gastland oder im Heimatland besucht werden.

Ja, vorausgesetzt, es werden weiterhin die Lernziele wie in der Lernvereinbarung festgelegt verfolgt. Dabei ist es unerheblich, ob im Home-Office im Gastland oder im Heimatland gearbeitet wird.

Wenn Sie im Zielland bleiben und:
a) noch immer Ausgaben haben, die direkt und ausschließlich mit Ihrem Aufenthalt in diesem Land verbunden sind, wie Miete und Strom etc. und
b) Sie an virtuellen Lernformaten teilnehmen (wenn die Einrichtung im Zielland diese als Alternative zu den ursprünglich geplanten Aktivitäten zur Verfügung gestellt hat), können Sie Ihren Zuschuss behalten.

Darüber hinaus können Sie möglicherweise einen (geringeren) zusätzlichen Zuschuss erhalten, um den zusätzlichen Zeitraum abzudecken, den Sie aufgrund des Covid-19-Ausbruchs im Ausland verbringen müssen und der über Ihre ursprüngliche Planung hinausgeht. Sie sollten sich diesbezüglich bei Ihrer Heimathochschule erkundigen.

Ja, grundsätzlich ist es möglich aufgrund der gegenwärtigen Situation einen Erasmus+ Aufenthalt abzubrechen. Wenn Erasmus+ Studierende Ihren Aufenthalt aufgrund der gegenwärtigen Situation rund um das Coronavirus nicht fortführen oder antreten können, bieten sich im Erasmus+ Programm verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit der Situation an.

Bitte zögern Sie nicht, sich zur Beratung an die entsprechenden Beratungsstellen der Gasthochschule bzw. an das International Office Ihrer Hochschule in Deutschland zu wenden.

Studierende können mit Erasmus+ jeweils bis zu 12 Monate im Bachelor, im Master und in der Promotion gefördert werden. Wer ein Auslandssemester nach einem Monat abbricht, aber ursprünglich vier Monate geplant hat, dem stehen in seinem aktuellen Bildungsgang noch 11 Monate zur Verfügung.

Sofern Sie Ihren Erasmusaufenthalt fortsetzen möchten, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Heimathochschule, ob dies als eine vorübergehende Unterbrechung der Tätigkeit gewertet werden, und Sie Ihre Tätigkeit danach fortsetzen können.   

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Heimathochschule ebenfalls über das geforderte Bewerbungsverfahren.

Sie haben Anspruch auf den Zuschuss, der den Zeitraum abdeckt, in dem Sie die Aktivität im Ausland durchgeführt haben. Wenn z.B. die Mobilität am 1. Januar begann und am 1. Juli enden sollte und die Aktivitäten z.B. am 15. März ausgesetzt wurden, sind Sie mindestens berechtigt, den Zuschuss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. März zu erhalten.

Den noch verbleibenden Zuschuss (vom Zeitpunkt der Beendigung der Aktivität bis zum geplanten Enddatum der Aktivität, d.h. im obigen Beispiel 16. März - 1. Juli) sollten Sie nur zurückzahlen, wenn alle unten aufgeführten Bedingungen erfüllt sind:

a) Sie planen nicht, ihre Mobilitätsaktivität wieder aufzunehmen, sobald die Gasteinrichtung wieder "einsatzbereit" ist.
b) Sie sind nicht bereit, die Mobilität durch von der Gasteinrichtung ggf. zur Verfügung gestellte Online-Aktivitäten (z. Bsp. Online Learning, Home-Office) weiterzuführen.
c) Sie haben keine Kosten zu tragen, die noch direkt und ausschließlich mit der Mobilität verbunden sind (z. Bsp. müssen sie nicht weiterhin Stromrechnungen, Miete usw. im Ausland bezahlen, auch wenn sie wieder zu Hause sind).

Sie müssen bei Heimathochschule erklären, dass die oben genannten Bedingungen erfüllt sind.

Wenn eine oder mehrere der oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sind, sind Sie berechtigt, den kompletten Zuschuss zu erhalten/behalten.

Rückkehrenden und Einreisenden aus Risikogebieten ohne Krankheitssymptome empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder das Bundesministerium für Gesundheit dringend, sich in den ersten 14 Tagen nach Einreise freiwillig in häusliche Quarantäne zu begeben sowie Aufenthalte in der Öffentlichkeit weitestgehend zu vermeiden.

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