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Coronavirus und Erasmus+: Häufig gestellte Fragen von geförderten Studierenden

Im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus haben zahlreiche Länder und Institutionen verschiedene Maßnahmen mit der Absicht ergriffen, den weiteren Verlauf der Pandemie zu verlangsamen.

Nach und nach werden die Reisewarnungen für touristische Reisen durch das Auswärtige Amt nun aufgehoben oder angepasst. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bitten wir Sie, sich bei der Planung bzw. vor dem Antritt eines Auslandsaufenthalts dringend über die aktuelle Situation im Gastland zu informieren und ggf. den virtuellen Beginn einer Erasmus-Mobilität und die spätere physischen Fortsetzung in Erwägung zu ziehen.

Wir weisen darauf hin, dass auch im Erasmus+ Programm Gesundheit und Sicherheit oberste Priorität haben.

Wir haben hier für betroffene Erasmus+ Geförderte eine Liste häufig gestellter Fragen zusammengestellt, die Sie ggf. auch an Ihre Studierenden weitergeben können (Stand: 16.06.20):

Sofern die Reise nicht ohne zusätzliche Kosten abgesagt werden kann, ermöglicht die Europäische Kommission im Erasmus+ Programm unter bestimmten Umständen die Erstattung tatsächlich angefallener Reisekosten. Dies gilt, wenn gemäß den Finanzierungsregeln der Mobilitätsaktion eine finanzielle Unterstützung für die Reise vorgesehen ist.

Wenn die Aktion dies nicht vorsieht, haben Sie das Recht, den Teil der Vorfinanzierung, welcher den entstandenen Kosten entspricht, zu behalten oder zu erhalten. Möglicherweise können auch Kosten für die Reservierung einer Unterkunft erstattet werden.  

Bitte bewahren Sie alle Belege und Informationen auf und wenden Sie sich damit an das International Office bzw. die Erasmus+ Koordinatoren Ihrer Hochschule.

Nach und nach werden die Reisewarnungen für touristische Reisen durch das Auswärtige Amt nun aufgehoben oder angepasst. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bitten wir Sie, sich bei der Planung bzw. vor dem Antritt eines Auslandsaufenthalts dringend über die aktuelle Situation im Gastland zu informieren und ggf. den virtuellen Beginn einer Erasmus-Mobilität und die spätere physischen Fortsetzung in Erwägung zu ziehen.

Studierende sollten sich vor einer Ausreise grundsätzlich informieren, wie sich die Situation im Gastland darstellt und ihre Entscheidungen in Absprache mit ihrer Heimathochschule (International Office bzw. Erasmus+ Koordinatoren) treffen.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

2. a) NEU: Bei Ausreise ins Gastland muss ich mich vor Beginn der Mobilität in Quarantäne begeben. Erhalte ich eine Förderung für diesen Zeitraum? (Stand 27.07.2020)

Quarantäne-Zeiträume können zum Förderzeitraum gezählt werden, wodurch Ihnen eine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum gewährt wird.

Bei Rückkehr ins Heimatland wird eine mögliche Quarantäne-Zeit jedoch nicht angerechnet.

Wir empfehlen Teilnehmenden sich vor Ausreise über die Möglichkeit zu informieren bei Ausreise/Ankunft im Gastland durch einen negativen Covid19- Test die Quarantänezeit zu vermeiden.

Vorausgesetzt, von der Gasteinrichtung werden Kurse angeboten, die zur Erreichung der Lernziele beitragen, kann virtuelle Mobilität weiterhin im Erasmus-Programm durchgeführt werden.

Bereits zu Beginn des virtuellen Zeitraums werden Lizenzen für den Online Linguistic Support (OLS) zur Verfügung stehen, damit Sie Ihre Sprachkenntnisse weiterentwickeln können und sich bestmöglich auf Ihre virtuelle wie auch physische Mobilität vorbereiten können.

Da während der virtuellen Phase der Mobilität im Heimatland keine auslandsbedingten Mehrkosten anfallen, erfolgt keine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum. Sobald die physische Mobilitätsphase beginnt d.h. mit der Ankunft im Gastland, können Sie den regulären Zuschuss für den Auslandsaufenthalt erhalten.

Die Mindestförderdauer einer Erasmus+ Mobilität von 3 Monaten sollte erfüllt werden. Sofern jedoch weiterhin Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen, kann die physischen Mobilitätsphase verkürzt oder gestrichen und durch eine Verlängerung der virtuellen Mobilitätsphase ersetzt werden. Auch Unterbrechungszeiten zwischen der virtuellen und der physischen Mobilitätsphase sind zulässig.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Sofern die Mobilität zur Erreichung der Lernziele beiträgt, kann virtuelle Mobilität weiterhin im Erasmus-Programm durchgeführt werden.

Da während der virtuellen Phase der Mobilität im Heimatland keine auslandsbedingten Mehrkosten anfallen, erfolgt keine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum. Sobald die physische Mobilitätsphase beginnt d.h. mit der Ankunft im Gastland, können Sie den regulären Zuschuss für den Auslandsaufenthalt erhalten.

Die Mindestförderdauer einer Erasmus+ Mobilität von 2 Monaten sollte erfüllt werden. Sofern jedoch weiterhin Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen, kann die physischen Mobilitätsphase verkürzt oder gestrichen und durch eine Verlängerung der virtuellen Mobilitätsphase ersetzt werden. Auch Unterbrechungszeiten zwischen der virtuellen und der physischen Mobilitätsphase sind zulässig.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Wenn Sie im Zielland bleiben und:
a) noch immer Ausgaben haben, die direkt und ausschließlich mit Ihrem Aufenthalt in diesem Land verbunden sind, wie Miete und Strom etc. und/oder
b) Sie an virtuellen Lernformaten teilnehmen (wenn die Einrichtung im Zielland diese als Alternative zu den ursprünglich geplanten Aktivitäten zur Verfügung gestellt hat), können Sie Ihren Zuschuss behalten.

Darüber hinaus können Sie möglicherweise einen (geringeren) zusätzlichen Zuschuss erhalten, um den zusätzlichen Zeitraum abzudecken, den Sie aufgrund des Covid-19-Ausbruchs im Ausland verbringen müssen und der über Ihre ursprüngliche Planung hinausgeht. Sie sollten sich diesbezüglich bei Ihrer Heimathochschule erkundigen.

Ja, grundsätzlich ist es möglich aufgrund der gegenwärtigen Situation einen Erasmus+ Aufenthalt abzubrechen. Wenn Erasmus+ Studierende Ihren Aufenthalt aufgrund der gegenwärtigen Situation rund um das Coronavirus nicht fortführen oder antreten können, bieten sich im Erasmus+ Programm verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit der Situation an.

Bitte zögern Sie nicht, sich zur Beratung an die entsprechenden Beratungsstellen der Gasthochschule bzw. an das International Office Ihrer Hochschule in Deutschland zu wenden.

Studierende können mit Erasmus+ jeweils bis zu 12 Monate im Bachelor, im Master und in der Promotion gefördert werden. Wer ein Auslandssemester nach einem Monat abbricht, aber ursprünglich vier Monate geplant hat, dem stehen in seinem aktuellen Bildungsgang noch 11 Monate zur Verfügung.

Sofern Sie Ihren Erasmusaufenthalt fortsetzen möchten, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Heimathochschule, ob dies als eine vorübergehende Unterbrechung der Tätigkeit gewertet werden, und Sie Ihre Tätigkeit danach fortsetzen können.   

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Heimathochschule ebenfalls über das geforderte Bewerbungsverfahren.

Sie haben Anspruch auf den Zuschuss, der den Zeitraum abdeckt, in dem Sie die Aktivität im Ausland durchgeführt haben. Wenn z.B. die Mobilität am 1. Januar begann und am 1. Juli enden sollte und die Aktivitäten z.B. am 15. März ausgesetzt wurden, sind Sie mindestens berechtigt, den Zuschuss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. März zu erhalten.

Den noch verbleibenden Zuschuss (vom Zeitpunkt der Beendigung der Aktivität bis zum geplanten Enddatum der Aktivität, d.h. im obigen Beispiel 16. März - 1. Juli) sollten Sie zurückzahlen, wenn alle unten aufgeführten Bedingungen erfüllt sind:

a) Sie planen nicht, ihre Mobilitätsaktivität wieder aufzunehmen, sobald die Gasteinrichtung wieder "einsatzbereit" ist.
b) Sie sind nicht bereit, die Mobilität durch von der Gasteinrichtung ggf. zur Verfügung gestellte Online-Aktivitäten (z. Bsp. Online Learning, Home-Office) weiterzuführen.
c) Sie haben keine Kosten zu tragen, die noch direkt und ausschließlich mit der Mobilität verbunden sind (z. Bsp. müssen sie nicht weiterhin Stromrechnungen, Miete usw. im Ausland bezahlen, auch wenn sie wieder zu Hause sind).

Sie müssen bei Heimathochschule erklären, dass die oben genannten Bedingungen erfüllt sind.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Rückkehrenden und Einreisenden aus Risikogebieten ohne Krankheitssymptome empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder das Bundesministerium für Gesundheit dringend, sich in den ersten 14 Tagen nach Einreise freiwillig in häusliche Quarantäne zu begeben sowie Aufenthalte in der Öffentlichkeit weitestgehend zu vermeiden.

Hochschulabsolventen, die ihr geplantes Auslandspraktikum verschieben müssen, können es innerhalb von 18 Monaten nach ihrem Abschluss statt der üblichen 12 Monate absolvieren.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

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