Erasmus+ Wer sich bewegt, bewegt Europa Wer sich bewegt, bewegt Europa

Coronavirus und Erasmus+: FAQ für Hochschulen

BITTE BEACHTEN: Nach und nach werden die Reisewarnungen für touristische Reisen durch das Auswärtige Amt aufgehoben oder angepasst. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bitten wir Sie, Studierende und Lehrende darauf hinzuweisen, sich vor dem Antritt eines Auslandsaufenthalts über die aktuelle Situation im Gastland zu informieren und ggf. den virtuellen Beginn einer Erasmus-Mobilität und die spätere physische Fortsetzung in Erwägung zu ziehen.

Außerdem sollten Sie, die Geförderten darauf hinweisen, dass auch im Erasmus+ Programm Gesundheit und Sicherheit oberste Priorität haben.

Um Studierenden und Hochschulpersonal im Rahmen eines Erasmus+ Austausch  weiterhin die Möglichkeit zu geben, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und ihre akademischen und beruflichen Ziele zu verfolgen, hat die EU-Kommission weitere Flexibilisierungen im Erasmus+ Programm eingeführt:

Mobilitäten, die aufgrund der Corona Pandemie zunächst nicht physisch angetreten werden, können online begonnen und – wenn möglich – etwas später physisch fortgesetzt werden. Eine Mobilität, welche physisch angetreten , ggf. online im Gastland durchgeführt wird, wird auch finanziell gefördert. Darunter fällt auch ein eventuell erforderlicher Quarantänezeitraum zu Beginn im Gastland.

Alle Grundsätze zum Umgang mit Mobilitäten, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind, finden Sie in unseren FAQ.

Bitte verwenden Sie von nun an die mit „NEU“ gekennzeichneten Regelungen der Europäischen Kommission und beachten Sie das jeweilige Änderungsdatum (Stand Tag.Monat.Jahr).

Bitte informieren Sie sich auch auf unserer Internetseite zum Umgang mit dem Coronavirus über die Anwendung von force majeure im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid19.


Das Hauptziel der Europäischen Kommission ist die Sicherheit und der Schutz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Erasmus+ und des Europäischen Solidaritätskorps, wobei alle auf nationaler Ebene getroffenen Eindämmungsmaßnahmen voll und ganz respektiert werden. Die Europäische Kommission arbeitet daran, den Projetträgern und den Studierenden, Schülerinnen und Schüler, Freiwilligen und anderen Programmteilnehmerinnen und -teilnehmern zu helfen, mit den Folgen umzugehen.

Um den Verwaltungsaufwand und die Abwicklung des hohen Aufkommens von Fällen höherer Gewalt zu vereinfachen, hat die EU Kommission die Regelungen zum Umgang mit force majeure unter dem Stichwort „Corona“ an die aktuelle Situation angepasst.

Die Kommission wird ihre Reaktion auf diese beispiellose Situation im Zuge ihrer Entwicklung auch weiterhin anpassen und die Anwendung der Regeln und Verfahren, wo nötig, in Zusammenarbeit mit den nationalen Erasmus+ Agenturen und der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) klären und vereinfachen.

Force majeure kann aktuell auf alle Mobilitäten (SM und ST) angewandt werden, die wegen der Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Covid19 abgesagt oder beeinträchtigt werden. Sofern eine Mobilität aufgrund des Corona-Virus nicht stattfinden kann oder abgebrochen wird, können diese Mobilitäten als Fälle "höherer Gewalt" bzw. force majeure deklariert und abgerechnet werden. Das jeweilige Vorgehen wird im Rahmen anderer Fragen in diesen FAQ erläutert.

Die Regeln zu force majeure können Anwendung finden.

Wenn die Finanzierungsregeln der Aktion eine finanzielle Unterstützung für die Reise vorsehen (KA103: ST sowie KA107) und bereits Reisekosten im Zusammenhang mit der geplanten Mobilität anfielen (z.B. ein Flugticket, das nicht benutzt und auch nicht erstattet wurde), können Geförderte den Reisekostenzuschuss erhalten. Dieser kann mit den ggf. bereits ausgezahlten ersten Raten an die Geförderten verrechnet werden.

Wenn die Finanzierungsregeln der Aktion eine finanzielle Unterstützung nicht vorsieht (KA103: SM) kann der Teil der Vorfinanzierung, der den entstandenen Reisekosten entspricht, den Geförderten zugestanden werden.

Für alle Teilnehmende können möglicherweise auch Kosten erstattet werden, die für die Reservierung einer Unterkunft angefallen sind. In jedem Fall sollte die Hochschule oder der Projektkoordinator nachweisen können, dass der Teilnehmende eine Rückerstattung der Kosten durch den Reiseanbieter, eine Versicherung oder andere Quellen beantragt hat und dieser Antrag abgelehnt wurde.

Bitte beachten Sie, dass Erasmus+ nun erstmals Studiums- oder Praktikumsaufenthalte im Ausland auch als virtuelle oder “Blended Mobility” Lernerfahrungen begonnen unterstützt werden können, um die großen Herausforderungen der Corona-Pandemie auch in naher Zukunft zu meistern. Für weitere Informationen siehe auch Frage 14.

Die Regeln von force majeure können Anwendung finden.

Zur sofortigen Unterstützung und administrativen Entlastung der Hochschulen dürfen alle Geförderten die 1. Rate, die sie bereits erhalten haben, einbehalten. Zu einem späteren Zeitpunkt (Bewertung der Abschlussunterlagen) kann die Hochschule vom Geförderten einen Teil des Geldes zurückfordern, sofern dem Geförderten nicht der gesamte Zuschuss zusteht.

Den Geförderten kann/sollte der gesamte, im Grant Agreement vereinbarte, Erasmus-Zuschuss gewährt werden. Wenn:
a) die Teilnehmenden noch Ausgaben haben, die direkt und ausschließlich mit dem Erasmus-Aufenthalt in diesem Land verbunden sind (z. Bsp. Miete, Strom, Zeitkarten ÖPNV)
und/oder
b) an virtuellen Aktivitäten teilnehmen (sofern die Gasteinrichtung im Zielland diese als Alternative zur Verfügung gestellt hat und die Kurse zu der Erreichung der Lernziele wie in der Lernvereinbarung festgelegt beitragen)

Die Teilnehmenden müssen erklären, dass die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. (Weitere Belege müssen demnach nicht eingefordert werden.)

Sofern die oben genannten Bedingungen nicht zutreffen, ist von den Teilnehmenden der Teil des Zuschusses zurückzuzahlen, der den Zeitraum zwischen dem Datum, an dem sie ihre Mobilität beendet haben und dem geplanten Enddatum, abdeckt.

Sofern die Geförderten im Zielland bleiben und
a) noch Ausgaben haben, die direkt und ausschließlich mit dem Erasmus-Aufenthalt in diesem Land verbunden sind (z. Bsp. Miete und Strom)
und/oder
b) an virtuellen Aktivitäten teilnehmen (sofern die Gasteinrichtung im Zielland diese als Alternative zur Verfügung gestellt hat und die Kurse zu der Erreichung der Lernziele wie in der Lernvereinbarung festgelegt beitragen)
kann den Geförderten der gesamte, im Grant Agreement vereinbarte, Erasmus-Zuschuss gewährt werden.

Darüber hinaus kann den Geförderten durch die fördernde Hochschule möglicherweise ein zusätzlicher Zuschuss gewährt werden, um den Zeitraum abzudecken, den sie aufgrund des Covid-19-Ausbruchs im Ausland verbringen mussten und der über die ursprüngliche Planung hinausgeht (Mobilitätsrate/Stückkosten). Dies gilt, wenn:

a) die Teilnehmenden planen, ihre Mobilität wieder aufzunehmen, sobald die Gasteinrichtung wieder "einsatzbereit" ist, und erklären sich bereit virtuellen Aktivitäten zu folgen (falls diese von der Gasteinrichtung zur Verfügung gestellt werden und die Kurse zu der Erreichung der Lernziele wie in der Lernvereinbarung festgelegt beitragen)

und/oder

b) die Teilnehmenden aufgrund von Reisebeschränkungen durch nationale Behörden zum Aufenthalt im Ausland gezwungen sind.

Es liegt jedoch in der Verantwortung der Hochschule, diesen zusätzlichen Antrag zu genehmigen, nachdem sie sich nach einer Einzelfallprüfung vergewissert hat, dass das für das Mobilitätsprojekt gewährte Budget diese zusätzlichen Kosten decken kann.

Die Hochschule kann den Geförderten einen niedrigeren Zuschuss für diesen zusätzlichen Zeitraum vorschlagen, wenn das im Rahmen des Mobilitätsprojekts verfügbare Gesamtbudget nicht die gesamten Einheitskosten abdecken kann.

Für die Abrechnung von force majeure gelten grundsätzlich die im Programme Guide geregelten sowie die vertraglich festgehaltenen Vorgaben. Darüber hinaus steht es der Hochschule frei, über eine Verwendung ihrer OS Mittel zur Finanzierung von Kosten, die im Zusammenhang mit force majeure entstanden sind, zu entscheiden.

Für den Umgang mit force majeure im Fall der Corona-Pandemie hat die EU Kommission in Abstimmung mit den Nationalen Agenturen zum sofortigen Schutz und zur Unterstützung der Teilnehmenden besondere Möglichkeiten veröffentlicht, die von diesem grundsätzlichen Umgang mit force majeure abweichen: (siehe auch Fragen 4., 5.,…)

Die Geförderten haben Anspruch auf den Zuschuss, der den Zeitraum abdeckt, in dem die Aktivität im Ausland durchgeführt wurde. Wenn z.B. die Mobilität am 1. Januar begann und am 1. Juli enden sollte und die Aktivitäten z.B. am 15. März ausgesetzt wurden, sind Geförderte mindestens berechtigt, den Zuschuss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. März zu erhalten.

Den noch verbleibenden Zuschuss (vom Zeitpunkt der Beendigung der Aktivität bis zum geplanten Enddatum der Aktivität, d.h. im obigen Beispiel 16. März - 1. Juli) sollten die Geförderten nur zurückzahlen, wenn alle unten aufgeführten Bedingungen erfüllt sind:
a. Geförderte planen nicht, ihre Mobilitätsaktivität wieder aufzunehmen, sobald die Gasteinrichtung wieder "einsatzbereit" ist.
b. Geförderte sind nicht bereit, die Mobilität durch von der Gasteinrichtung ggf. zur Verfügung gestellte Online-Aktivitäten (z. Bsp. Online Learning, Home-Office) weiterzuführen.
c. Geförderte haben keine Kosten zu tragen, die noch direkt und ausschließlich mit der Mobilität verbunden sind (z. Bsp. müssen sie nicht weiterhin Stromrechnungen, Miete usw. im Ausland bezahlen, auch wenn sie wieder zu Hause sind).

Die Teilnehmenden müssen erklären, dass die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. (Weitere Belege müssen demnach nicht eingefordert werden.)

Wenn eine oder mehrere der oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sind, sind die Geförderten berechtigt, den kompletten Zuschuss zu erhalten/behalten.

Sofern Hochschulen über ausreichend  Projektmittel verfügen, können sie in begründeten Ausnahmefällen im Rahmen von Einzelfallentscheidungen zusätzliche Reisekosten, die mit dem physischen Abbruch der Mobilität verbunden sind und nicht mit den Mitteln des unter Frage 4 bezeichneten Grant Agreements abgedeckt werden, aus Erasmus+ Mitteln übernehmen. Hochschulen sind gehalten, geeignete (Feststellungs-)Verfahren für die Gewährung dieser Unterstützung einzuführen.

Da die im Grant Agreement vereinbarte Summe die regulären Reisekosten bereits abdecken, sind Hochschulen gehalten, geeignete (Feststellungs-)Verfahren für die Gewährung dieser zusätzlichen Reisekosten einzuführen.

In KA107 darf die ursprünglich pro Partnerland bewilligte Fördersumme nicht überschritten werden. Über eine ggf. noch mögliche Flexibilisierung in KA107 informieren wir an dieser Stelle, sobald die EU Kommission den NA hinreichende Informationen über ein geeignetes Verfahren zur Verfügung gestellt hat.

Die Erstattung zusätzlich entstandener Reisekosten kann im Rahmen von Einzelfallentscheidungen sowohl für Personal als auch für Studierende erfolgen, sofern Geförderte:
a) einen Nachweis erbringen oder an Eides statt erklären, dass bei der Beförderungsgesellschaft (Fluggesellschaft, Reisebüro usw.) oder bei einer Versicherungsgesellschaft eine Rückerstattung oder eine Änderung des Flugplans individuell beantragt wurde und dieser Antrag abgelehnt wurde und b) Belege für die zusätzlich geltend gemachten Reisekosten vorlegen.

Um den bürokratischen Aufwand zu schmälern sollte die Abrechnung auf Grundlage der Standard-Stückkosten für die Reise (Distance Band) erfolgen. Falls die zusätzlichen Reisekosten erheblich von den Standard-Stückkosten (Distance Band) abweichen, können Sie auch auf Grundlage der vorliegenden Belege abrechnen.

Wenn es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Audit kommen sollte, sollten Hochschulen erläutern können, dass es notwendig war, diese zusätzlichen Kosten zu erstatten.

Ja, diese Kosten können als "erstattungsfähig" betrachtet werden, sofern Hochschulen über ausreichend Projektmittel verfügen. Bei einer späteren Prüfung (Audit), müssen möglicherweise Nachweise über die Notwendigkeit dieser zusätzlichen Kosten vorgehalten werden.

Wenn dies von den Hochschulen ordnungsgemäß begründet und dokumentiert wird, kann nach den gleichen Regeln, wie sie im Programmleitfaden festgelegt sind, auch Unterstützung für Teilnehmer mit besonderen Bedürfnissen bei der NA DAAD beantragt werden, um Geförderten mit besonderen Bedürfnissen die Teilnahme an virtuellen Aktivitäten zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Langantrag für Geförderte ab einem GbB50 und zu vorbereitenden Reisen für schwerbehinderte Studierende finden Sie auch auf unserer Webseite.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Eine Verlängerung der Mobilität im Zusammenhang mit Corona darf auf Grund der besonderen Umstände auch ohne Einhaltung der im Grant Agreement vorgesehenen Fristen (4 Wochen im Falle der Studierendenmobilität) stattgegeben werden. Diese Mobilität wird im MT+ als „normale“ Mobilität erfasst, geben Sie bitte zu Statistikzwecken im MT+ das Stichwort „Corona“ im Kommentarfeld ein.

Siehe Antwort 5: Bitte beachten Sie, dass das Erasmus-Programm auch die Möglichkeit bietet, den durch Corona beeinträchtigten Aufenthalt entsprechend der in diesen FAQ beschriebenen force majeure-Regelungen abzurechnen und zu beenden und – möglicherweise im Rahmen eines durch die Hochschule festzulegenden vereinfachten Antragsverfahrens – den Teilnehmenden für eine neue Erasmus-Mobilitätsaktivität im Rahmen der regulären Fördergrundsätze zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu fördern.

Wir bitten die Hochschuleinrichtungen, so flexibel und pragmatisch wie möglich zu sein, um betroffenen Studierenden zu helfen, die in ihren Lernvereinbarungen angegebenen Ziele zu erreichen, unabhängig von dem Aufenthaltsort der Studierenden (z. B. durch Online-Learning). Diese Flexibilität soll insbesondere Studierenden, die in ihr Heimatland zurückgekehrt sind, helfen, ihre Kurse an ihrer Gastinstitution zu beenden und die durch Online-Veranstaltungen/ Prüfungen erworbenen Credits (ECTS) voll anerkannt zu bekommen.

Sofern bei einer abgeschlossenen Mobilität aufgrund der derzeitigen Situation ECTS-Punkte nicht wie im Learning Agreement vereinbart erreicht wurden, fordern EU Kommission und NA dazu auf, derzeit keine finanzielle Rückforderung vorzunehmen. Zudem wird unter diesen besonderen Umständen darum gebeten, im Sinne des Erasmus-Programms bei Fragen zur Anerkennung im Sinne der Studierenden pragmatisch und mit größtmöglicher Flexibilität zu entscheiden.

Virtuelle Mobilität kann weiterhin im Rahmen der aktuellen Pandemie im Erasmus-Programm durchgeführt werden.

Wenn es möglich ist, sollte die virtuelle Mobilität im Sinne eines "Blended Mobility"-Ansatzes gefördert werden: auf eine im Heimatland absolvierte virtuelle Mobilitätsphase an einer Gasteinrichtung im Ausland sollte eine physische Mobilität im Ausland mit der vorgegebenen Mindestdauer (Programmleitfaden 2020) folgen. Als physische Mobilität gilt auch die Teilnahme an Onlinekursen von Gastland aus ebenso wie ein Quarantänezeitraum im Gastland zu Beginn des Aufenthaltes (siehe Frage 24). Sofern jedoch weiterhin Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen, kann die physischen Mobilitätsphase verkürzt oder gestrichen und durch eine Verlängerung der virtuellen Mobilitätsphase ersetzt werden. Auch Unterbrechungszeiten zwischen der virtuellen und der physischen Mobilitätsphase sind zulässig.

Die Teilnehmer erhalten keine finanziellen Zuschüsse während der virtuellen Phase der Mobilität im Heimatland. Sobald die physische Mobilitätsphase beginnt, ist der Teilnehmer berechtigt, den regulären Zuschuss für den Auslandsaufenthalt zu erhalten. Sie als Hochschulen erhalten sowohl für die Umsetzung virtueller als auch physischer Erasmus-Mobilität die regulären Sätze für Organisation der Mobilität (OS) sofern die Mobilität mit allen üblichen Unterlagen (inkl. des Teilnehmerberichtes) dokumentiert und in MT+ berichtet ist.

Sofern Mobilitäten virtuell begonnen werden soll den Geförderten in jedem Fall die Förderung der physischen Fortsetzung ermöglicht werden- auch, wenn deren Dauer der physische Mobilität die Mindestaufenthaltsdauer unterschreitet. Bitte beachten Sie hierfür unbedingt das Vorgehen zur Eintragung in MT+.

Die Lizenzen für den Online Linguistic Support (OLS) können den Studierenden bereits zu Beginn des virtuellen Zeitraums zur Verfügung gestellt werden.

Zur Überprüfung der Durchführung ist auch virtuelle oder kombinierte Mobilität von der Gasteinrichtung beispielsweise durch ein Transcript of Records (bei ST-Mobilitäten die Aufenthaltsbestätigung oder ein analoges Dokument) zu bestätigen. Für die Anerkennung von (Studien-)Leistungen sind sowohl virtuelle als auch physische Zeiträume zu berücksichtigen.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Da es sich bei virtuellen Mobilitäten im Gastland um reguläre Erasmus+ Mobilitäten handelt, sollten im Regelfall eine „Confirmation auf Stay“ und ein „Transcript of Records“ vorliegen. Sollte die Ausstellung dieser Dokumente auf Grund der Umstände im Zusammenhang mit COVID-19 nicht möglich sein, sollten Geförderten an Hand anderweitiger relevanter Dokumente (wie z. B. Flugtickets oder Bahnfahrkarten) nachweisen, in welchem Zeitraum die physische Mobilität stattgefunden hat.

Die Europäische Kommission und die Nationalen Agenturen wollen Hochschulen bei den Herausforderungen in der Umsetzung von Mobilitäten, die aufgrund der COVID-19-Pandemie virtuell stattfinden müssen, bestmöglich unterstützen.

Hochschulen können daher eine Rückerstattung von bis zu 75% der Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kauf und/oder der Anmietung von notwendigen Ausrüstungen und/oder Dienstleistungen für die Durchführung von virtuellen und blended Mobilitätsaktivitäten entstanden sind, geltend machen.

„Außergewöhnliche Kosten“ können nicht auf solche Kosten oder Anschaffungen Anwendung finden, welche durch andere Vorgaben des Programms ausgeschlossen werden

Die gewährte Unterstützung sollte in erster Linie die Miete bzw. Anschaffung zur Anpassung der Ausrüstung und/oder Dienstleistungen vorübergehender Art umfassen (d.h. für die Dauer des Projekts), und nicht die normale Büroausstattung oder Geräte, die normalerweise von den teilnehmenden Organisationen außerhalb des Projektumfangs verwendet werden. Aufgrund des Ausnahmecharakters des COVID-Kontexts können die Nationalen Agenturen jedoch auch ordnungsgemäß dokumentierte und begründeten Käufe genehmigen, wenn dies für die Durchführung des Projekts und die angemessene/geeignete Teilnahme der Zielgruppen als wesentlich/relevant erachtet wird.

Nationale Agenturen können Kosten dieser Art akzeptieren, wenn dies durch die Art des Projekts und die Bedürfnisse des Begünstigten gebührend gerechtfertigt ist.

Für die Aufwendungen können Sie bis zu 10 % der bewilligten Mittel aus jeder Budgetkategorie auf die Kategorie „Außergewöhnliche Kosten“ übertragen – auch, wenn Ihnen ursprünglich keine Mittel für die Budgetkategorie "Außergewöhnliche Kosten" bewilligt wurden. Grundlage für die Inanspruchnahme dieser Transfermöglichkeit ist ein unterzeichnetes Addendum. Dieses Addendum wird für die Projekte 2019 gesondert ausgestellt und mit den für die Projekte 2020 zusammen mit der Finanzhilfevereinbarung übermittelt.

Für die Mobilität mit Partnerländern: Diese Transfers sind ausschließlich aus den Budgetkategorien vorzunehmen, die für Aktivitäten mit demselben Partnerland zugewiesen wurden.

Im Mobility Tool können Sie diese Kosten im Reiter „Budget“ unter "Exceptional Costs" angeben.

Wenn es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Audit kommen sollte, muss eine vollständige Dokumentation der Ausgaben vorliegen; eine Erläuterung der Notwendigkeit der Kostenerstattung, und Nachweise der Zahlung der entstandenen Kosten auf Grundlage von Rechnungen, die den Namen und die Adresse der rechnungsausstellenden Stelle, den Betrag und die Währung sowie das Rechnungsdatum enthalten.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Sofern das Gesamtbudget des Mobilitätsprojekts es ermöglicht, können den Geförderten möglicherweise Zuschüsse analog zu finanziell Geförderten (siehe Frage 4 und 5) gewährt werden, dies obliegt der Entscheidung der Hochschule.

Ja, das ist möglich.

Hochschulen können, sofern Teilnehmende bereits für einen Erasmus+ Aufenthalt während des Zeitraums der Corona-Pandemie ausgewählt wurden, die Mobilität jedoch nicht angetreten werden konnte, diese Mobilitäten, auch ohne ein unterzeichnetes Learning Agreement oder Grant Agreement, im MT+ aufführen und mit force majeure kennzeichnen. Auf diese Weise werden die als force majeure gekennzeichneten Mobilitätsflüsse für den Erhalt von Organisatorischer Unterstützung (OS) anerkannt.

Belege müssen in Deutsch oder Englisch vorliegen. Geförderte sollten anderssprachige Belege übersetzen lassen. Sofern die Kosten für eine beglaubigte Kopie die in dem Beleg bezifferten Betrag deutlich übersteigen, reicht ggf. auch eine einfache Übersetzung aus.

Ja, im Fall von force majeure müssen Aufenthaltsbestätigungen und weitere Nachweise (z. Bsp. EU-Survey und 2. OLS-Sprachtest) nicht zwingend vorliegen. Dies gilt jedoch nicht für Nachweise zur Anrechnung besonderer Kosten sowie für virtuelle und blended Mobilitäten, für welche Sie OS-Mittel geltend machen möchten.

Aus dem Mobility Tool werden ab sofort diejenigen Mobilitäten von der Pflicht ein EU-Survey einzureichen, freigestellt/ ausgenommen, die folgende Merkmale aufweisen:

  • Start Date = End Date
  • Flag Force Majeure is on
  • Start Date > 01/01/2020

Diese Regel wird für die bereits erfassten Mobilitäten und für alle nachfolgend auf diese Weise erfassten Mobilitäten angewendet

Eine Anleitung zur Eintragung von force majeure im Mobility Tool finden Sie hier.

NEU: Die Europäische Kommission wir im September und Oktober weitere Änderungen im MT+ implementieren. Dies betrifft
- September 2020 – Änderungen im mobility and budget management
- October 2020 – Änderungen des beneficiary reports

Während der Phase zwischen des ersten und des zweiten Updates können Geförderte den final report zwar ausfüllen, dieser wird jedoch erst nach dem zweiten Update zusätzliche Felder enthalten und dann übermittelt werden können.

Alle weiteren Informationen zu Änderungen bei Eintragungen von virtuellen oder blended Mobilitäten werden wir Ihnen zeitnah mitteilen. Sollten Sie die Mobilitäten bereits erfassen wollen, um den individuellen Zuschuss zu berechnen, finden Sie in der oben verlinkten Anleitung vorläufige Hilfestellungen.

Aufgrund weiterer Änderungen und zur europaweiten Gleichbehandlung haben wir auch die Eintragung von Mobilitäten, die online fortgeführt wurden nochmals angepasst. Diese sollte ab dem 15.07.2020 entsprechend eingetragen werden.

Die maximale Förderdauer von 12 Monaten (360 Tagen) pro Studienzyklus kann für Studierende, bei deren Mobilität auf Grund von Covid-19 force majeure angewandt wurde bzw. die von der Corona-Pandemie betroffen sind/waren, unter Umständen verlängert werden, um zu verhindern, dass Geförderte sich in einer prekären Situation befinden oder um Geförderte bei der Vervollständigung ihrer Mobilität im Sinne der vollständigen Anerkennung zu unterstützen.

Die EU wie auch die NA DAAD nehmen die notwendigen Vorkehrungen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus sowie den administrativen Umgang mit den Folgen für betroffene Personen und Hochschulen im Rahmen von Förderungen durch das Programm Erasmus+ überaus ernst.

Dementsprechend sind alle Hochschulen aufgefordert, sich mit den einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich in Gebieten mit Corona-Ausbruch, Hochschulschließungen und/oder Präventionsmaßnahmen, die eine Mobilität in Frage stellen, aufhalten oder Reisen in entsprechende Regionen planen, in Verbindung zu setzen.

Die Europäische Kommission und die NA DAAD bittet alle Beteiligten nachdrücklich, sich an die Präventionsmaßnahmen der örtlichen Behörden sowie die Vorgaben der Heimathochschule zu halten. Zwingend sollte vor Antritt einer Mobilität die Internetseite des Auswärtigen Amtes konsultiert werden.

Es besteht die Möglichkeit, Erasmus-Mobilität zunächst als virtuelle Mobilität zu beginnen und ggf. als physische Mobilität im Ausland fortzusetzen (siehe Frage 14).

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

Quarantänezeiten bei der Einreise ins Gastland können zur Mobilitätsphase gezählt und somit auch finanziell gefördert werden.

Um diese Quarantänezeiten sowohl aus Sicht des Programms als auch zum Vorteil der Geförderten bestmöglich zu gestalten, empfehlen wir Ihnen, die Geförderten in diesen Fällen mit vorgeschalteten Online-Sprachkursen - beispielsweise OLS – zu unterstützten.

Quarantänezeiten bei der Rückkehr ins Heimatland können nicht als Mobilitätsphase gefördert werden.

Wir empfehlen Teilnehmenden zudem sich vor Ausreise über die Möglichkeit zu informieren bei Ausreise/Ankunft im Gastland durch einen negativen Covid19- Test die Quarantänezeit zu vermeiden.

Im Prinzip ist dies möglich, Hochschulen sollten im Rahmen der allgemeinen Vorgaben hierfür geeignete Verfahren implementieren. Siehe auch 21.

Bereits erfolgte Nominierungen von Studierenden, die ihre Mobilität aufgrund der derzeitigen Umstände nicht  antreten konnten, sollten für die Durchführung einer zukünftigen Mobilität aufrecht erhalten werden, eine Neubewerbungen seitens der Studierenden oder des Personals sollte nicht erforderlich sein.

Kürzlich Graduierte, die Ihr Auslandspraktikum aufgrund des Coronavirus verschieben müssen, haben die Möglichkeit ihr Praktikum innerhalb von 18 Monaten, statt wie bisher 12 Monaten, nach ihrem Abschluss durchzuführen und zu beenden.

Auf Grund anhaltender Reisebeschränkungen und Unsicherheiten bezüglich der Planung des kommenden Wintersemesters können bei begründetem Zweifel bereits jetzt zukünftige Mobilitäten unter den Regelungen von force majeure abgesagt werden. Wir beobachten die Situation weiterhin und werden bei Bedarf die Vorgaben aktualisieren. Als Nationale Agentur für EU Hochschulzusammenarbeit empfehlen wir Projektträgern, keine Kosten zur Vorbereitung der Auslandsmobilität zu übernehmen, wenn Sie Zweifel an der Durchführung dieser haben.

Die Laufzeit der Projekte des Calls 2020 für Mobilität mit Programmländern mit der ursprünglichen Laufzeit vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2022 kann auf Antrag bis zum 31. März 2023 verlängert werden. Die Beantragung der Verlängerung ist weiterhin per E-Mail an erasmus-mobilitaet@daad.de möglich. Sie erhalten auf die Beantragung Ende Mai 2020 die entsprechende Finanzhilfevereinbarung bzw. bei späterer Beantragung eine entsprechende Änderungsvereinbarung.

Die Laufzeit der Projekte des Calls 2019 für Mobilität mit Programmländern mit der ursprünglichen Laufzeit vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2021 kann auf Antrag bis zum 31. März 2022 verlängert werden. Die Beantragung der Verlängerung ist weiterhin per E-Mail an erasmus-mobilitaet@daad.de möglich. Sie erhalten auf die Beantragung via Umfrage (First: 27.04.2020) im Mai 2020 eine entsprechende Änderungsvereinbarung.

Eine Verlängerung der Projekte des Aufrufs 2018 ist derzeit nicht vorgesehen.

Die Projektverlängerung erfolgt über die Ausstellung einer Änderungsvereinbarung – demnach werden Sie selbstverständlich auch schriftlich über die Projektverlängerung informiert.
Alle weiteren Deadline-Änderungen von Erasmus+ und European Solidarity Corps Projetaufrufen finden Sie hier.

Sollten Sie eine Projektverlängerung des Calls 2018 für Mobilität mit Partnerländern bis zum 31. Juli 2021 beantragt haben, erhalten Sie im Mai 2020 eine entsprechende Änderungsvereinbarung. Eine Verlängerung der Projekte des Aufrufs 2019 ist derzeit nicht vorgesehen, da die reguläre Laufzeit bereits 36 Monate beträgt.

Nach Rücksprache mit der Europäischen Kommission sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir leider nach derzeitigem Stand keine Mittelumverteilung in der Mobilität mit Partnerländern (KA107) anbieten können.

Die Projektverlängerung erfolgt über die Ausstellung einer Änderungsvereinbarung – demnach werden Sie selbstverständlich auch schriftlich über die Projektverlängerung informiert.

Die Europäische Kommission ist sich bewusst, dass die Projektjahre 2020 und 2021 eine Ausnahmesituation darstellen und wird dies bei späteren Mittelzuweisungen berücksichtigen.

Nach oben