Committed to Uniqueness (Com2Uni) 2015

Preisverleihung 2015

Committed to Uniqueness (COM2UNI) 2015: DAAD-Auszeichnung für integrierte Mobilität

Zum zweiten Mal zeichnete der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit dem Förderpreis Committed to Uniqueness (COM2UNI) Studiengänge für innovative Ansätze und beispielhafte Modelle zur Steigerung der Mobilität aus.

Auch in diesem Jahr war die deutschlandweite Ausschreibung beschränkt auf die Fachbereiche Lehramt, Medizin und Rechtwissenschaften. Am 28. September 2015 fand im Rahmen der Erasmus+ Jahrestagung die Übergabe der Urkunden an die drei Preisträger statt.

Bei der diesjährigen Ausschreibung lag der Fokus auf Mobilitätsfenstern in den Curricula sowie auf der Schaffung von Anreizen für die Studierenden, Auslandsaufenthalte zu absolvieren. Aus den zahlreichen qualifizierten und guten Bewerbungen hoben sich drei besonders hervor. Erfreulicherweise kamen dabei alle drei Fachbereiche zum Zuge.

Die Preisträger 2015

Dieser ermöglicht einen einjährigen Auslandsaufenthalt im Schwerpunktbereichsstudium, der komplett anrechenbar ist. Prinzipiell kann das Auslandsstudium weltweit an allen Hochschulen mit juristischen Studiengängen absolviert werden. Der Auslandsaufenthalt ist auch in den Doppelabschlussprogrammen der Universität möglich.

Aussagen der Auswahlkommission

Der Studiengang überzeugte die Auswahlkommission insbesondere aufgrund seiner sehr klaren Curriculumstruktur und der darin integrierten Auslandsoption. Den Studierenden steht für die Auslandsmobilität ein breites Angebot an Zielländern zur Verfügung. Auch die Wahlmöglichkeit bei der Anerkennung der Anrechnung der im Ausland erbrachten Leistungen wurde als sehr positiv bewertet.

Die Initiative "German Educational Trainees (GET) Across Borders" ermöglicht bis zu 25 Studierenden des Studiengangs "Englisch für Lehramt an Gymnasien" ein sechsmonatiges Praktikum an Schulen in Schottland. Das Praktikum ist vergütet und die Studierenden haben die Möglichkeit an unterschiedlichen Schultypen Unterrichtserfahrung zu sammeln.  

Aussagen der Auswahlkommission

Die Auswahlkommission würdigte den Ansatz der Initiative des Studiengangs, jedem Studierenden einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und diesen auch finanziell abzusichern. Der Studiengang betreibt eine strukturierte Bewerbung der Auslandsoptionen. Außerdem überzeugte er dadurch, dass das Mobilitätsfenster für einen Auslandsaufenthalt flexibel ist und die im Ausland erbrachten Studienleistungen ein einfaches und transparentes Anerkennungsverfahren durchlaufen.

Das Medizinische Curriculum München (MeCuM) ermöglicht den Studierenden einen hohen Grad an Auslandsmobilität. Neben dem klassischen Auslandssemester bietet das Programm MeCuM International klinisch-praktische Auslandsaufenthalte wie Famulatur, Teile des Praktischen Jahres (PJ) oder Forschungsaufenthalte im Ausland sowie internationale Projekte im Bereich Public Health und Medizindidaktik.

Aussagen der Auswahlkommission

Beindruckt hat die Auswahlkommission die vielfältige Länderoptionen und der große Freiraum bei der Umsetzung von Projekten im Ausland sowie die Möglichkeit, jeweils unterschiedliche Teile des Studiums im Ausland zu absolvieren. Zudem gibt es ein umfangreiches vorgeschaltetes Beratungs-  und Informationsangebot mit dem der Studiengang versucht den Fall der Nicht-Anerkennung von Leistungen möglichst gering zu halten. In dieses Beratungsangebot werden weitgehend Kommilitonen eingebunden, die bereits einen Auslandsaufenthalt absolviert haben.

Einsatz der Fördergelder

Der mit jeweils 7.500 Euro dotierte Förderpreis soll in erster Linie die Weiterführung und -entwicklung der Good-Practice-Beispiele unterstützen. Die ausgezeichneten Hochschulen haben bereits konkrete Ideen, wie sie das Fördergeld einsetzen werden.

Die juristische Fakultät der Universität Passau beabsichtigt beispielsweisen ihr Beratungsangebot zu optimieren, indem sie für virtuelle Sprechstunden einrichtet. "So sollen Studierende auch während ihres Auslandsaufenthalts im persönlichen Gespräch – und nicht nur per Email – betreut werden können. Darüber hinaus wollen wir mit Hilfe der neuen technischen Infrastruktur den Kontakt mit den Verantwortlichen der Partnerhochschulen (z.B. über Webinare) vertiefen, damit sie vor Ort unsere Studierenden intensiver und effektiver beraten können," so Andrew Otto, Koordinator des Schwerpunkts Ausländisches Recht des Studiengangs Rechtswissenschaften. 

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz möchte ihr Projekt als Ganzes erweitern und den interkulturellen Austausch verstärken: "Mit dem Preisgeld wollen wir die Internationalisierung der Lehrerbildung und die Implementierung des bisher erfolgreichen Programms vorantreiben. Unter anderem ist angedacht, auch Schulen in Rheinland-Pfalz von schottischen Sprachassistenten profitieren zu lassen und interkulturelles Lernen und Lehren insgesamt zu fördern," sagt Priv.-Doz. Dr. Sigrid Rieuwerts, die das Programm "German Education Trainees (GET) Across Borders" ins Leben gerufen hat.

Die Ludwig-Maximilians-Universität München plant, die geografischen Möglichkeiten ihres Austauschangebotes auszubauen: "Das Preisgeld werden wir in die Erweiterung der Austauschmöglichkeiten mit den USA investieren. Unsere Studierenden haben künftig die Möglichkeit, über das Programm Global Health Learning Opportunities (GHLO) der Association of American Medical Colleges klinische, Public Health- oder Forschungspraktika zu absolvieren. Das Auslandsreferat Medizin bietet hierfür spezielle Bewerbungstrainings an," so Prof. Martin Fischer, Studiendekan im Bereich "Klinik-Humanmedizin" der Medizinischen Fakultät.

Mit der Ausschreibung für die Fachrichtungen Lehramt, Medizin und Rechtswissenschaften kommt der DAAD den Empfehlungen der Europäischen Kommission, der Bundesregierung sowie zahlreicher Experten aus dem Hochschulbereich nach, die Internationalisierungsbemühungen der Hochschulen insbesondere in diesen Studiengängen zu unterstützen.

Falls Sie Fragen zur Ausschreibung oder zu den geförderten Projekten haben, wenden Sie sich gerne an uns.