Europäische Hochschulen – Auswahlergebnisse 2026
Die EU-Kommission hat am 09.07.2026 die Ergebnisse für die Auswahlrunde 2026 der Erasmus+ Europäischen Hochschulen bekanntgegeben. Die Ausschreibung 2026 richtete sich vor allem an bestehende Europäische Hochschulallianzen, die in der Auswahlrunde 2022 gefördert wurden. Die Teilnahme war jedoch nicht auf diese Allianzen beschränkt. Ziel der Förderung ist es, Konsortien von Hochschulen zu unterstützen, die seit mindestens zwei bis drei Jahren eine intensive transnationale Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene pflegen und damit zur strategischen Umsetzung der Initiative „Europäische Hochschulen“ beitragen. Für die zweijährige Förderperiode stehen insgesamt 145,6 Mio. EUR zur Verfügung. Diese Überbrückungsförderung soll die Finanzierung der Europäischen Hochschulallianzen bis zum Beginn des nächsten mehrjährigen Finanzierungszeitraums der EU im Jahr 2028 ermöglichen
Auswahlergebnisse
Aus 36 europaweit eingereichten und begutachteten Anträgen wurden 20 Europäische Hochschulallianzen für eine Förderung ausgewählt. Sie erhalten über einen Zeitraum von zwei Jahren jeweils bis zu 7,2 Millionen Euro.
Unter den ausgewählten Allianzen sind 19 bereits bestehende Europäische Hochschulallianzen, die für eine Weiterförderung ausgewählt wurden, sowie 1 neue Allianz (ELLS unter Beteiligung der Universität Hohenheim).
Weitere vier Anträge erhielten ein Exzellenzsiegel (Seal of Excellence). Mit diesem Gütesiegel (Seal of Excellence) zeichnet die Europäische Kommission Anträge aus, die im Begutachtungsverfahren über 80 Punkte erreicht haben, aber aufgrund begrenzter Mittel nicht finanziert werden konnten. Das Exzellenzsiegel bestätigt die hohe Qualität der betreffenden Vorhaben und soll es den Antragstellenden erleichtern, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen.
Besonders hervorzuheben ist das erfolgreiche Abschneiden aus Deutschland: 23 deutsche Hochschulen (davon 19 Universitäten, 3 HAWs und 1 private Hochschule) sind an allen 20 ausgewählten Allianzen beteiligt.
Europäische Hochschulallianzen mit deutscher Beteiligung
Beteiligte deutsche
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Akronym
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Titel der Allianz |
| Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | EPICUR | European Partnership for an Innovative Campus Unifying Regions |
| Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | SEA-EU | The European University of the Seas Alliance |
| Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart | EU4DUAL | European Dual Studies University |
| Eberhard Karls Universität Tübingen | CIVIS | CIVIS – a European Civic University |
| Freie Universität Berlin | UNA.Europa | Una Europa |
| Hertie School | CIVICA | The European University of Social Sciences |
| Hochschule Karlsruhe | INGENIUM | INGENIUM |
| Hochschule Ruhr West | CHARM-EU | Challenge-Driven, Accessible, Research-based and Mobile European |
| Johannes Gutenberg-Universität Mainz | FORTHEM | Fostering Outreach within European Regions, Transnational Higher Education and Mobility |
| Julius-Maximilians-Universität Würzburg | CHARM-EU | Challenge-Driven, Accessible, Research-based and Mobile European |
| Karlsruher Institut für Technologie (KIT) | EPICUR | European Partnership for an Innovative Campus Unifying Regions |
| Ludwig-Maximilians-Universität München | EUGLOH | European University Alliance for Global Health |
| Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | EU Green | European University alliance for sustainability: responsible GRowth, inclusive Education and ENvironment |
| Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg | 4EU+ | One Comprehensive Research-Intensive European University |
| Technische Universität Darmstadt | Unite! | University Network for Innovation, Technology and Engineering |
| Technische Universität Dresden | EUTOPIA | European Universities Transforming to an Open Inclusive Academy |
| Technische Universität Hamburg | ECIU | ECIU University |
| Universität Bremen | YUFE | Young Universities for the Future of Europe Alliance |
| Universität Hamburg | EUGLOH | European University Alliance for Global Health |
| Universität Hohenheim | ELLS | EuroLeague of Life Science Universities |
| Universität Leipzig | ARQUS | Arqus European University |
| Universität Potsdam | EDUC | European Digital UniverCity |
| Universität Rostock | EU-CONEXUS | European University for Smart Urban Coastal Sustainability |
Die Initiative geht zurück auf die Rede von Emmanuel Macron an der Sorbonne 2017. Nach zwei Pilotausschreibungen in den Jahren 2019 und 2020 wird die Initiative in der aktuellen Erasmus+ Programmgeneration (2021-2027) vollständig ausgerollt. Für die gesamte Laufzeit stehen rund 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit sollte eine Ausweitung auf 60 Allianzen mit 500 beteiligten Hochschulen bis Mitte 2024 ermöglicht werden. Mindestens zehn Prozent der Hochschulen in Europa sollen an der Initiative beteiligt werden. Dieses Ziel wurde bereits übertroffen. Aktuell gibt es 65 geförderte Europäische Hochschulen mit der Beteiligung von über 570 Hochschulen aus 35 Ländern.
Bei den Europäischen Hochschulen werden Hochschulallianzen gebildet, die die Stärken und die Vielfalt europäischer Forschung und Lehre in neuen Strukturen bündeln. Die beteiligten Hochschulen entwickeln grenzüberschreitend eine langfristige strukturelle und nachhaltige Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Innovation.
Die Europäischen Hochschulallianzen erarbeiten Langzeitstrategien, deren Kern zumeist innovative und standortübergreifende Lehrformate sind. Es werden gemeinsame, themenorientierte Studiengänge entwickelt und abgestimmte Curricula, automatische Anerkennung von Studienleistungen sowie ein gemeinsamer inter-universitärer Campus angestrebt.
Darüber hinaus sollen Europäische Hochschulen als Vorbilder für bewährte Praxis die Qualität, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität der europäischen Hochschullandschaft schrittweise weiter steigern und durch die Förderung von wissenschaftlicher Spitzenleistung eine tragende Rolle im europäischen Bildungsraum einnehmen.
Die Europäischen Hochschulallianzen umfassen ein breites Spektrum von Hochschuleinrichtungen aus ganz Europa und reichen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften über künstlerische Hochschulen bis hin zu Technischen und klassischen Universitäten. Thematisch verfolgen einige Allianzen einen eher gesamtheitlichen, multidisziplinären Ansatz andere konzentrieren sich auf bestimmte Themen wie beispielsweise Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Ingenieurwesen.
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