Erasmus+ Wer sich bewegt, bewegt Europa!

DAAD - Deutscher
                    Akademischer Austauschdienst - German Academic Exchange Service Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

EU-Internationale Kooperationen

Zwei Hände halten einen kleinen Globus, eine dritte Hand zeigt auf ein Land für eine EU-Internationale Kooperation.
Oliver Reetz/DAAD

"Europas Universitäten müssen global denken" so der Appell der Europäischen Kommission in ihrer Mitteilung von Juli 2013. Im Mittelpunkt der Erklärung steht die "Internationalisierung der europäischen Hochschulen".

Durch eine Zusammenarbeit mit Staaten außerhalb Europas sollen die Hochschulen ihre Qualität und Attraktivität steigern und sich im weltweiten Vergleich behaupten:

Sie (die Hochschulen) müssen noch attraktiver werden, die internationale Mobilität von Studierenden und Personal aktiv fördern, innovative Studiengänge von Weltklasse sowie exzellente Lehre und Forschungsmöglichkeiten anbieten und Kooperationen und strategische Partnerschaften mit anderen Hochschuleinrichtungen, Regierungsinstanzen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft in der ganzen Welt eingehen.

(Mitteilung der Kommission, 11.7.2013, Europäische Hochschulbildung in der Welt)

Maßnahmen zur Unterstützung der Internationalisierung

Die Europäische Kommission unterstützt die Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele im Bildungsbereich hauptsächlich durch das Programm Erasmus+. Dies umfasst unter anderem:

Die Factsheets der EU Kommission geben einen Überblick über bestehende Kooperationen mit ausgewählten Ländern und Regionen der Welt. Sie zeigen konkret die Umsetzung der internationalen Hochschulpolitik in Erasmus+.

Politikdialog mit Ländern außerhalb der EU

Die Europäische Kommission hat zusätzlich eine Reihe von Foren zum Politikdialog mit Ländern und Regionen außerhalb der EU eingerichtet. Dabei geht es um Themen wie Mobilität, Qualität und Exzellenz oder lebenslanges Lernen. Die Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft und der Aufbau von Kapazitäten im Hochschulsystem des jeweiligen Partnerlands spielt ebenso eine Rolle. Wobei die Gewichtung je nach Partnerland unterschiedlich ausfällt. Der Austausch ebnet den Weg für weitere Kooperationen und steigende Mobilitäten zwischen Europa und dem Rest der Welt.

Internationaler Politikdialog zwischen Europa und Asien

Ein Beispiel für einen solchen Politikdialog ist das Asia-Europe Meeting (ASEM).
Das Forum fördert den asiatisch-europäischen Austausch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Soziales, Kultur und Bildung. Der ASEM-Bildungsprozess befasst sich seit 2008 insbesondere mit den Themen:

Die NA DAAD vertritt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die deutsche Position auf internationaler Ebene. Alle Informationen zu Themen, Entwicklung und Akteuren finden Sie hier.

Internationaler Politikdialog im Rahmen des Bologna Policy Forums

Seit 2009 suchen die Länder des Europäischen Hochschulraums (EHEA) den Austausch mit den Hochschulregionen weltweit. Damals fand das erste "Bologna Policy Forum" im Rahmen der Bologna-Konferenz in Leuven statt. Die so etablierte "internationale Dimension" des Europäischen Hochschulraums sollte zum einen die Attraktivität des EHEA steigern. Zum anderen ging es darum, gemeinsame Anknüpfungspunkte zu finden und die Zusammenarbeit mit den Regionen außerhalb des Bologna-Raums zu fördern.

Mittlerweile hat sich der EHEA zu einer bekannten Größe in der Hochschulwelt entwickelt, der internationale Austausch mit anderen Hochschulregionen ist allerdings nach wie vor aktuell. Themen wie Mobilität, Qualitätssicherung aber auch soziale und politische Ansprüche an Hochschulbildung sind wiederkehrende Themen auf der Agenda des Policy Dialogs. Das jüngste Bologna Policy Forum fand anlässlich der Bologna-Ministerkonferenz 2018 in Paris statt: 76 Länder nahmen teil und diskutierten über soziale Inklusion und die gesellschaftliche Rolle von Hochschulbildung. In ihrem Schlussstatement hielten die politischen Vertreterinnen und Vertreter den Plan fest, den interregionalen Austausch über Hochschulthemen von allgemeiner Relevanz künftig stärker zu institutionalisieren.

Nach oben