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DAAD - Deutscher
                    Akademischer Austauschdienst - German Academic Exchange Service Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

Digitalisierung

Eine Studentin nimmer mit ihrem Laptop an einer Online-Vorlesung teil.

Auf der bildungspolitischen Agenda ist die Thematik der Digitalisierung schon lange nicht mehr wegzudenken. Das Thema wird hier als Querschnittsaufgabe verstanden und findet sich in vielen Agenden wieder.

Errungenschaften des digitalen Zeitalters zu eigen machen

Der Strategische Rahmen für die Zusammenarbeit im Bereich allgemeine und berufliche Bildung (Education and Training 2020) weist diese Thematik als eine Priorität aus, indem er für eine offene und innovative allgemeine und berufliche Bildung plädiert, die sich die Errungenschaften des digitalen Zeitalters zu eigen macht. Die Erneuerte Agenda für die Hochschulbildung in Europa betont außerdem, dass Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Missverhältnisse zwischen Kompetenznachfrage und -angebot geschaffen werden sollten. Hier wird auch die Komponente der digitalen Kompetenzen betont.

Position der EU Kommission

Mit der sich schnell verändernden Gesellschaft tritt in der Thematik der Beschäftigungsfähigkeit auch vermehrt die Rolle der Digitalisierung auf. Sie ist Querschnitssthema und -aufgabe zugleich und für Bildungssystemen sowie allen Bildungssektoren wichtiger Bestandteil. Mit dem Digital Education Action Plan (2018) bezieht die Europäische Kommission klare Position:

„Bildung sollte junge Menschen dazu befähigen, sich auszudrücken, sich einzubringen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und die Zukunft eines Europas mitzugestalten, das von Demokratie, Solidarität und Inklusion geprägt ist. Digitale Technologien unterstützen den Lernprozess auf vielfältige Weise und eröffnen Lernchancen, die für alle zugänglich sein müssen. Sie eröffnen den Zugang zu einer Fülle von Informationen und Ressourcen.“

Diese Chancen und Möglichkeiten können auch gezielt durch die unterschiedlichen Erasmus+ Fördermaßnahmen umgesetzt werden.

Digitalisierung in Erasmus+  

Die Mobilität von Einzelpersonen lässt sich zum Beispiel um unterschiedliche digitale Elemente ergänzen:

  • Administrative Prozesse: Projekte wie Erasmus Without Papers, Online Learning Agreement und Dashboard ermitteln eine europaweite Zusammenführung von datenbankbasierten Mobilitätsaktivitäten
  • Blended Mobility: Physische Mobilität kann um digitale Komponenten ergänzt werden, die zur thematischen oder persönlichen Ergänzung des Auslandsaufenthaltes beitragen. Auch können Mobilitäten etwa durch die digitale Sprachvorbereitung des Online Linguistic Support begleitet werden.
  • Praktika mit Schwerpunkt der Digitalen Kompetenzen werdenseit 2018 besonders gefördert

Digitale Elemente in Erasmus+ Projekten umsetzen

In allen Förderlinien zu Projekten (Partnerschaften und Kooperationsprojekte sowie Politikunterstützung) ist Digitalisierung ein Schwerpunkt. Die Aktualität der Thematik findet sich als Querschnitt in den Aufrufen wieder. Bereits bewilligte Projekte greifen digitale Komponenten auf unterschiedlichste Art auf: etwa durch die Digitalisierung administrativer Prozesse, die Nutzung von Onlineplattformen für gemeinsamen Austausch oder die Ausbildung von digitalen Kompetenzen junger Menschen. Wie unterschiedlich die Ideen auf Projektebene der Leitaktionen 2 und 3 aussehen können, finden Sie auch in unserem Best Practice Bereich.

Position der NA DAAD

Die Thematik der Digitalisierung wird auch in der kommenden Programmgeneration eine wichtige Rolle einnehmen. Im Positionspapier der NA DAAD spielt die verstärkte Nutzung durch virtuelle Formate ebenfalls eine Rolle:

„Durch die Einbindung weiterer digitaler Komponenten in das gesamte Portfolio des Programms werden Internationalisierungsprozesse der Hochschulen weiter ausgebaut und der Bildungssektor modernisiert. Hochschulen bringen ihr kreatives Potential gestaltend ein und befördern die europäische und internationale Zusammenarbeit und Vernetzung im Bildungsbereich durch digitale Innovationen und den Auf- und Ausbau eigener digitaler Angebote.“

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