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Erasmus 2021-2027 – Trilog-Verhandlungen

Oliver Reetz/DAAD

Die Trilog-Verhandlungen zu dem zukünftigen Erasmus-Programm laufen. Knackpunkt in den Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission ist wie erwartet, die Forderung des Europäischen Parlaments nach mehr Mitbestimmung in der Programmentwicklung (das Parlament hatte für die Verabschiedung des jährlichen Arbeitsprogramms „delegated acts“ gefordert, die dem Parlament mehr Einfluss gewähren würden). Es wird diskutiert, wie dieser Forderung entsprochen werden kann, ohne dass die Flexibilität in der Umsetzung und die Möglichkeit, im Laufe der 7-Jahre-Periode auf neue Entwicklungen reagieren zu können, eingeschränkt wird. Daneben geht es um die großen neuen Förderlinien wie DiscoverEU und die Europäischen Hochschulen. Die Verhandlungen setzen sich aber auch mit technischen Detailfragen, wie z.B. der Höhe des Erasmus-Stipendiums und seiner Anpassung an die Lebenshaltungskosten in den Gastländern auseinander.

Der Abschluss der Trilog-Verhandlungen wird erst im nächsten Jahr erwartet. Offiziell verabschiedet werden kann das neue Erasmus+-Programm erst, wenn klar ist, wie viel Geld hierfür zur Verfügung stehen wird. Die hierfür notwendige Einigung auf den EU-Haushalt 2021-2027 lässt jedoch auf sich warten. Die noch Mitte 2019 gesetzte Zielmarke für eine Einigung Ende 2019 ist bereits vom Tisch.

Parallel zu den offiziellen Programmverhandlungen laufen die Vorbereitungen für die praktische Umsetzung. Neben den großen Linien, die bereits bekannt sind, den Anforderungen Erasmus inklusiver zu gestalten, die Digitalisierung voranzutreiben und die internationale Dimension auszubauen, ist das Ziel hinzugekommen, Maßnahmen zur Entwicklung von „Erasmus goes green“ aufzusetzen. Hierzu wurde eine entsprechende Arbeitsgruppe von der EU Kommission eingerichtet.

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