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Gedanken der deutschen Mobilitätskonsortien zur Nachfolge von Erasmus+

Oliver Reetz/DAAD

In einem gemeinsamen Positionspapier der deutschen Mobilitätskonsortien beschreiben sie die Vorteile ihres Organisationsmodells in acht zentralen Aspekten:

  1. Die Zentralisierung der administrativen und finanziellen Management- und Öffentlichkeitsarbeit führt zu einer Verringerung von Zeit und Kosten, sowie zu einer Effizienzsteigerung und einer kontinuierlichen Verbesserung der Projektqualität.
  2. Die verschiedenen eingebundenen Organisationen haben einen kompetenten Ansprechpartner mit i.d.R. langjährigen Erfahrungen in der Organisation von Auslandsaufenthalten und Projektmanagement.
  3. Besonders kleine Hochschulen verfügen oft nicht über ausreichend eigene Ressourcen, um Mobilitätsprojekte umzusetzen. Durch die Teilnahme an einem Konsortium können sie trotzdem von den positiven Auswirkungen der Mobilität profitieren.
  4. Die tatsächliche Anzahl der Mobilitätsprojekte, wie auch die tatsächliche Aufenthaltsdauer sind in der Phase der Antragstellung schwierig vorherzusagen. Schwankungen können durch Konsortien effektiv ausgeglichen werden.
  5. Durch die Konsortien stehen unter anderem umfassende Kenntnisse der Programmregeln und IT-Tools zur Verfügung. Dieses Wissen erhöht die Qualität der Projekte und unterstützt die Partnerhochschulen.
  6. Jede der Partnerhochschule innerhalb eines Konsortiums hat ein breites Spektrum von Kontakten aufnehmender Organisationen. Diese Daten können innerhalb eines Konsortiums einfach ausgetauscht werden.
  7. Konsortien bieten den teilnehmenden Hochschulen die Möglichkeit, Inhalt und Struktur ihrer Studienprogramme auszutauschen. Diese Kommunikation kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
  8. Die Kompetenzentwicklung der Beschäftigten in den Konsortien führt darüber hinaus zu einem umfassenden Wissen über Mechanismen und Arbeitsweisen anderer europäischer Förderprogramme.

Da die deutschen Konsortien ihre Arbeit nur schwer über die Stückkosten pro Mobilität oder die Eigenmittel der Hochschulen finanzieren können, fordern sie für eine effektive Umsetzung der neuen Programmgeneration ab 2021 eine stärkere finanzielle Unterstützung.

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