Aktuelle Herausforderungen

Bologna-Reform mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Der "Bologna Process Implementation Report 2015" zeigt, dass die Länder die Bologna-Reform mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Intensitäten umsetzen. Der Bericht misst die Umsetzung der Reform anhand von ausgewählten Scorecard-Indikatoren.

Anforderungen wie etwa die gestufte Studienstruktur sind realisiert

Die Bilanz der Jahre 2012 bis 2015 zeigt: Einige Anforderungen, wie etwa die gestufte Studienstruktur, die Implementierung eines Nationalen Qualifikationsrahmens oder des European Credit Transfer System (ECTS) sind in den Bologna-Ländern weitgehend realisiert.

Forderung nach konsequenter Umsetzung

Der Blick auf andere Kriterien der Europäischen Hochschulreform allerdings zeigt ein heterogenes Bild: Die 48 Länder innerhalb des Bologna-Raums bewegen sich bei der Reform-Umsetzung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit nach vorne. Das auf der Ministerkonferenz im Mai 2015 verabschiedete Jerewan-Communiqué greift die ungleiche Entwicklung auf und fordert die konsequente Umsetzung und den Einsatz der entsprechenden Bologna-Instrumente auf nationalem Level.

Entsprechend gehört die Aufgabe "Implementing Agreed Structural Reform" mit zu den vier Prioritäten des Bologna-Arbeitsprogramms bis 2018. Im Rahmen von Dialog und Austausch guter Beispiele erhalten schwächere Kandidaten gezielte Unterstützung, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

NA DAAD unterstützt den Austausch der Bologna-Länder

Die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD (NA DAAD) begleitet und unterstützt den Austausch zwischen den einzelnen Bologna-Ländern. Im Rahmen der "internationalen Dimension" des ERASMUS+ Programms liegt beispielsweise ein besonderer Fokus auf der Kooperation deutscher Hochschulen mit Partnerinstitutionen in den Bologna-Ländern der Östlichen Partnerschaft.