Auftakt ins Jubiläumsjahr: "30 Jahre Europäische Zusammenarbeit in der Bildung"

Das 30-jährige Jubiläum des Erasmus-Programms 2017 ist mit der Auftaktveranstaltung "30 Jahre Europäische Zusammenarbeit in der Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am 24. Januar in Berlin eingeläutet worden. Geladen waren Vertreter aus Politik, Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, der Nationalen Agenturen für Erasmus+ sowie Wegbegleiter und Stipendiaten des Erasmus+ Programms.

Eröffnung durch Bundesministerin Wanka

Im Berlin Congress Center (BCC) eröffnete Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Festveranstaltung und betonte, dass es keine andere Initiative gebe, die eine ganze Generation von Europäern so geprägt habe wie das Erasmus-Programm.

Keine andere Initiative hat eine ganze Generation von Europäern so geprägt wie das Erasmus-Programm.
Bundesministerin Johanna Wanka

Sie hob zudem hervor, dass es keine besseren Botschafter für ein gemeinsames Europa gebe als Menschen, die selbst erfahren haben, wie bereichernd es sein könne, eine andere Kultur kennenzulernen. Allein aus Deutschland haben seit 1987 mehr als 650.000 Studierende am Erasmus-Programm teilgenommen.

Videobotschaft der Bundeskanzlerin

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ihre Teilnahme an der Festveranstaltung aufgrund des Trauergottesdienstes für den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog kurzfristig absagen musste, wendete sich mit einer Videogrußbotschaft an alle Programm-Teilnehmer und dankte den Akteuren und Engagierten im Erasmus-Programm.

Wie sich Europa entwickelt, liegt auch in den Händen der Studierenden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin unterstrich den Wert des Erasmus-Programms und erklärte, dass all diejenigen, die Erfahrungen im Ausland gemacht haben in besonderer Weise den Wert eines geeinten Europas zu schätzen wissen. Ein Auslandsaufenthalt erfordere den Mut, sich auf Neues einzulassen, der jedoch insbesondere dadurch belohnt werde, dass Austausch bei den Teilnehmern nicht nur das Selbstbewusstsein und Einfühlungsvermögen steigere, sondern durch Austausch häufig Verbindungen für das ganze Leben entstünden.

Erasmus+ als Austauschprogramm für alle Bildungsbereiche

Neben Bundesministerin Wanka für den Bereich Hochschulbildung, Berufs- und Erwachsenenbildung waren auch die weiteren Bildungsbereiche des Erasmus+ Programms durch Bundesministerin Manuela Schwesig (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, BMFSFJ) sowie Susanne Eisenmann (Präsidentin der Kultusministerkonferenz, KMK) vertreten und betonten den großen, bereichsübergreifenden Wert des größten EU-Bildungsprogramms.

Das Programm Erasmus+ trägt zum Frieden in Europa bei.
Bundesministerin Manuela Schwesig

Auch der EU-Kommissar  für Bildung, Kultur, Jugend und Sport Tibor Navracsics richtete mit einem kurzen Impulsvortrag das Wort an die Festgesellschaft und betonte, dass das Erasmus+ Programm eines der besten Beispiele dafür sei, was Europa für seine Bürger tun könne.

Bildung im Wandel der Zeit – Mauerfall und Osterweiterung

Die vier deutschen Nationalen Agenturen – DAAD, BIBB, PAD und Jugend für Europa – stellten für ihre jeweiligen Bildungsbereiche Meilensteine der europäischen Zusammenarbeit im Bereich Bildung dar. Für die Zeit nach dem Mauerfall und der europäischen Osterweiterung berichtete der ehemalige Direktor der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD, Dr. Siegbert Wuttig, vom Wachstumsprozess und den besonderen Herausforderungen des Erasmus-Programms in den Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Aktivitäten der Nationalen Agentur im DAAD zum Jubiläum

Die Auftaktveranstaltung des BMBF ist der Startschuss für das Jubiläumsjahr des Erasmus-Programms, in dem die Nationale Agentur im DAAD in Kooperation mit den teilnehmenden deutschen Hochschulen zahlreiche Aktivitäten plant. Neben der Veröffentlichung des Jubiläumsbandes „Europa in Bewegung – das europäische Erfolgsprogramm ERASMUS" Ende Februar oder Anfang März 2017 wird am 1. und 2. Juni die Erasmus+ Jahrestagung des Hochschulsektors an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg stattfinden.

Im Herbst finden Erasmus+ Regionaltagungen an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder (19./20. Oktober) und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (20./21. November) statt. Zudem wird das Jahrestreffen der lokalen studentischen Erasmus+ Initiativen am 11. bis 12. November 2017 in Bonn statffinden.

Viele weitere Aktivitäten, wie die Darstellung von Alumni und interessanten Erasmus-Projekten veröffentlicht die NA DAAD auf der NA-Website im Jubiläumsbereich.