Erasmus+ in Norwegen trotz hoher Kosten: Wie der Top-Up für erwerbstätige Studierende mein Erasmus+ ermöglichte
Ein Auslandssemester in Norwegen – Traumziel voller Natur, aber mit hohen Lebenshaltungskosten. Dank Erasmus+ und Zusatzförderung für erwerbstätige Studierende konnte ich meinen Wunsch trotz finanzieller Herausforderungen erfüllen und die nötige Outdoor-Ausrüstung finanzieren.
Wenn ich jemals ein Auslandssemester machen möchte, dann war mir eins klar: Ich möchte nach Norwegen. Ein Land voller Natur und Ruhe. Doch Norwegen gehört zu den Ländern mit den höchsten Lebenshaltungskosten in Europa, deshalb wollte ich die Chance von Erasmus+ nutzen, um meinen Traum zu erfüllen.
Als erwerbstätige Studierende ohne BAföG-Unterstützung finanziere ich mein Studium komplett selbst, weshalb meine finanzielle Lage schon in Deutschland eng kalkuliert war. Somit diente das Erasmus+ rein für die Unterhaltungskosten in Norwegen. Die dazu gekommenen studiengangsbedingten Ausgaben für notwendige Outdoor-Ausrüstung, konnte ich beispielsweise durch die Zusatzförderung decken. Die Zusatzförderung für erwerbstätige Studierende war daher entscheidend.
Die Vorbereitung meines Auslandssemesters in Norwegen war somit früh von finanziellen Fragen geprägt. Da meine Eltern zu viel verdienen, steht mir kein BAföG zu. Elterliche finanzielle Unterstützung bekomme ich nur durch das Kindergeld. Deswegen arbeite ich parallel zu meinem Studium in zwei verschiedenen Jobs. Da meine finanzielle Situation bereits in Deutschland sehr angespannt war, verfügte ich über kaum Erspartes zur Finanzierung meines Auslandssemesters.
In Norwegen traten dann schnell weitere finanzielle Herausforderungen auf, da die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind. Im Supermarkt wird einem das schnell deutlich: eine Pizza, die wir in Deutschland für zwei Euro bekommen, kostet hier umgerechnet zehn Euro. Zudem benötigenden wir für unser Studiengang „Outdoor Studies“ sehr viel Outdoor Equipment. Zwar ist es in Norwegen teilweise günstiger, doch im Laufe des Semesters häuften sich die Ausgaben. Vor allem bekommt man für einen höheren Preis auch bessere Qualität, zum Beispiel eine Isomatte mit besserer Isolierung.
Zum Glück konnte ich meine Lebenserhaltungskosten dank des Erasmus+ decken.
