EU-Drittland-Newsletter

Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

Ausgabe Dezember 2011 

Programminformationen:

Erasmus für alle ab 2014

Die Europäische Kommission hat am 23. November 2011 ihren Vorschlag für „Erasmus für alle" vorgelegt. So soll das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in den Jahren 2014 bis 2020 heißen.


Mit den darin vorgesehenen Stipendien könnten bis zu fünf Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie bisher – einen Teil ihres Bildungswegs im Ausland absolvieren, darunter fast drei Millionen Lernende in der Hochschul- und Berufsbildung. Erstmals will die EU auch ganze Masterstudien im europäischen Ausland mit zinsgünstigen Krediten fördern: 330.000 Studierende sollen davon profitieren.


Das neue Programm soll die gesamte Bildungspalette – von Schul-, Berufs-, Hochschul- und Erwachsenenbildung bis hin zu den Bereichen Jugend und Sport – abdecken. Darüber hinaus sollen die bisherigen internationalen Hochschulprogramme Erasmus Mundus, Tempus, ALFA etc. in „Erasmus für alle“ integriert werden.


Für das auf sieben Jahre angelegte Programm „Erasmus für alle" soll nach Vorschlag der Kommission ein Gesamtbudget von 19 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das sind 73 Prozent mehr als bisher. Die nun anstehenden Verhandlungen zwischen Rat und Europäischem Parlament werden voraussichtlich Ende 2012 zeigen, wie das Programm und der dafür vorgesehene Finanzrahmen 2014-2020 letztlich aussehen werden.


Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur.

Lesen Sie außerdem den Brennpunkt-Artikel zum neuen EU-Bildungsprogramm in der aktuellen Ausgabe des DAADeuroletter (Nr. 49, Dezember 2011), Seite 3ff.

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Neuer Aufruf im EU-Programm ICI ECP veröffentlicht – Hochschulkooperationen mit Australien und Südkorea

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur in Brüssel hat am 30. November 2011 den neuen Aufruf im Programm ICI ECP (Industrialised Countries Instrument – Education Cooperation Programme) mit einem EU-Budget von 2,3 Millionen Euro veröffentlicht. Antragsfrist ist der 30. März 2012.


Im aktuellen Aufruf können Gemeinsame Mobilitätsprojekte und Joint-Degree-Projekte zwischen Einrichtungen der EU und Australien bzw. der EU und Südkorea zur Förderung ausgewählt werden.
Joint-Degree-Projekte haben die Entwicklung und Verwirklichung von Studiengängen mit einem Doppel-, Mehrfach- oder gemeinsamen Abschluss zum Ziel. Konsortien aus mindestens zwei Hochschuleinrichtungen aus zwei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten und mindestens zwei Einrichtungen des jeweiligen Partnerlandes können sich für eine Förderung bewerben.
Die Gemeinsamen Mobilitätsprojekte beziehen sich in diesem Aufruf ausschließlich auf die Berufsbildung. Im Rahmen dieser Förderlinie werden Konsortien von postsekundären Berufsbildungseinrichtungen aus der EU und dem jeweiligen Partnerland gefördert, um gemeinsame Studien- und Ausbildungsgänge durchzuführen und Studierenden- und Dozentenmobilität zu verwirklichen.


Neben dem EU-Budget von 2,3 Millionen Euro stellen Australien und Korea jeweils Finanzmittel in vergleichbarer Höhe bereit. Fünf bis neun Projekte sollen ausgewählt werden. Die Antragsunterlagen sowie weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der EACEA zum aktuellen Aufruf.
Sollten Sie Interesse an einem Informationsseminar zum aktuellen Aufruf in ICI ECP haben, dann schreiben Sie eine E-Mail an brueckner@daad.de.


Kontakt:

DAAD, Referat 604
Marco Brückner
Tel.: 0228-882 477
brueckner@daad.de

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Voraussichtlich letzter Aufruf in Erasmus Mundus, Aktion 1 soll in Kürze veröffentlicht werden

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur in Brüssel hat angekündigt, noch vor Ende des Jahres und spätestens Anfang 2012 einen Aufruf in Erasmus Mundus Aktion 1, 2 und 3 zu veröffentlichen. Der Antragsschluss soll der 30. April 2012 sein.


Für die Aktion 1 (Finanzierung gemeinsamer Master- und PhD-Studiengänge) wird es voraussichtlich der letzte Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen bis Ende der derzeitigen Programmphase sein. Für Interessierte empfiehlt sich daher nachdrücklich, in 2012 einen Antrag zu stellen. Ab 2014 soll Erasmus Mundus im neuen Programm „Erasmus für alle“ aufgehen. Unter diesem Programm ist weiterhin die Finanzierung gemeinsamer Master-Programme vorgesehen. Die Finanzierung gemeinsamer PhD-Programme soll nach Plänen der EU-Kommission ab 2014 in das Marie-Curie-Programm überwechseln. Für die Aktion 2 (Mobilitätspartnerschaften) und Aktion 3 (Attraktivitätsprojekte) ist im kommenden Jahr jedoch wiederum ein Aufruf geplant. Informationen zum erwarteten Aufruf, Programmleitfaden und den Antragsunterlagen finden Sie auf der Erasmus-Mundus-Webseite der EACEA.


Im Februar 2012 wird der DAAD voraussichtlich ein Informationsseminar für Antragsteller in Bonn anbieten. Weitere Informationen dazu und die Kontaktdaten für die Beratung finden Sie auf der DAAD-Webseite.

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Kommissionsvorschlag zum neuen EU-Forschungsförderprogramm „Horizon 2020“

Am 30. November 2011 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für das neue Rahmenprogramm im Forschungsbereich „Horizon 2020“ mit einer Laufzeit von 2014 bis 2020 veröffentlicht. Danach soll das Gesamtbudget für diesen Zeitraum 80 Milliarden Euro betragen.


„Horizon 2020“ ist Nachfolgeprogramm des derzeit laufenden 7. Forschungsrahmenprogramms. Es soll zusätzlich innovationsfördernde Aktivitäten aus dem neuen Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und KMU (COSME) sowie die Förderung des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT) beinhalten.


Das Spezifische Programm unter „Horizon 2020“ wird sich in vier Teile gliedern: Excellent Science (24,6 Mrd. Euro), Industrial Leadership (17,9 Mrd. Euro), Societal Challenges (31,7 Mrd. Euro) und Non-nuclear Direct Actions of the Joint Research Center (2 Mrd. Euro). Gegenüber dem 7. Forschungsrahmenprogramm soll insbesondere das Fördervolumen für den Europäischen Forschungsrat zur Förderung der Grundlagen- und Pionierforschung um 77 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro für den gesamten Zeitraum steigen. Auch das Budget für Marie-Curie-Maßnahmen soll um 21 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro erhöht werden.


Auf der Basis des Kommissionsvorschlags werden im kommenden Jahr die Verhandlungen über „Horizon 2020“ im Rat und im Europäischen Parlament stattfinden. Die letzten Ausschreibungen im 7. Forschungsrahmenprogramm werden voraussichtlich Mitte 2012 veröffentlicht werden.


Weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/research/horizon2020

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Neue Ausgabe des DAADeuroletter veröffentlicht

Eine neue Ausgabe des Magazins DAADeuroletter mit aktuellen Informationen zur EU-Bildungs- und Hochschulzusammenarbeit ist erschienen. Das Dezember-Heft berichtet u. a. über „Erasmus für alle“, den Vorschlag der Europäischen Kommission für die nächste Generation der EU-Bildungsprogramme.


Ferner berichtet der Euroletter über die Evaluationstagung der ERASMUS Intensivprogramme sowie über das deutsch-afrikanische Netzwerkseminar in Nairobi, Kenia. Von seinen Erfahrungen in einem Erasmus-Mundus-Masterstudiengang erzählt Maurice Lessing, Länderrepräsentant für Deutschland in der Erasmus Mundus Students and Alumni Association.


Wie gewohnt erhalten Sie aktuelle Programm-Informationen und Hinweise auf Ausschreibungen, Termine und neue Publikationen im EU-Bildungsbereich. Die aktuelle Ausgabe des Magazins (Nr. 49, Dezember 2011) steht als pdf-Download sowie in Form eines Blätterkatalogs im Internet bereit.


Wenn Sie Hochschulmitarbeiter sind und den DAADeuroletter regelmäßig auf dem Postweg oder elektronisch beziehen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer Anschrift an Christine Dietz (dietz@daad.de), Betreff „DAADeuroletter elektronisch“ oder „DAADeuroletter Postweg“.


Kontakt:
DAAD, Referat 604
Carina Fazius
Tel.: 0228-882 210
fazius@daad.de

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Veranstaltungen/Termine:

JOI.CON-Konferenzen zum Thema gemeinsame Studiengänge – Teilnahme ist noch möglich!

Für die Teilnahme an den beiden JOI.CON-Konferenzen am 18. Januar 2012 in Leipzig und am 13. Juni 2012 in Bologna sind noch einige Plätze frei. Thema sind gemeinsame Studiengänge mit joint/double/multiple degree.


Die Konferenzen in Leipzig und Bologna sind Ausgangs- und Endpunkt einer Trainingsreihe zur fiktiven Entwicklung gemeinsamer Studiengänge. In der Konferenz in Leipzig werden erfahrene Hochschulvertreter zu dem Thema „joint programmes“ aus der Praxis berichten. Konferenzsprache ist Englisch. Noch bis zum 31. Dezember 2011 sind Anmeldungen für die Leipzig-Konferenz möglich.


Die Konferenzen werden im Rahmen des JOI.CON Projekts organisiert. JOI.CON steht für Joint Programme Management – Conferences and Training. Das Projekt wird von der Universität Leipzig koordiniert und hat zum Ziel, mehr Wissen über gemeinsame Studiengänge, sogenannte Joint Programmes, und deren Durchführung zu vermitteln. Der DAAD ist als assoziierter Partner im Projekt beteiligt. Weitere Informationen zu JOI.CON, dem Vorgängerprojekt JOIMAN (Joint Degree Management and Administration Network) und zur Konferenz-Registrierung finden Sie auf der Projekt-Webseite oder können Sie per E-Mail erfragen.

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DAAD-Regionalseminar zu Tempus und Erasmus Mundus an der Universität Leipzig – Präsentationen online

Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich am 7. und 8. Dezember 2011 über den aktuellen Aufruf im Tempus-Programm und den in Kürze zu erwartenden neuen Erasmus-Mundus-Aufruf.

Es standen insbesondere Hinweise und Tipps zur Antragstellung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Vorgestellte Projektbeispiele gaben zusätzlich einen praktischen Einblick in die Umsetzung von Projekten in Tempus und Erasmus Mundus. Alle Präsentationen sind auf der Webseite des DAAD abrufbar.


Kontakt:
DAAD, Referat 604
Marco Brückner
Tel.: 0228-882 477
brueckner@daad.de

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Treffen für neue Tempus-Vertragsnehmer in Brüssel

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) informierte die Vertreter der 62 neuen Tempus-Projekte (Auswahl 2011, vierter Aufruf in Tempus IV), am 12. und 13. Dezember 2011 in Brüssel zu den Anforderungen des Projekt-Managements.


Das jährliche Tempus-Vertragsnehmertreffen für neu ausgewählte Projekte bietet Möglichkeiten des Austausch unter den Projektvertretern und soll diese mit den Regularien des Managements und den Berichtspflichten in Tempus IV vertraut machen. Die Präsentationen des Treffens können in Kürze auf der Webseite der EACEA abgerufen werden. Erstmals stellte die EACEA den neuen Vertragsnehmern ein mehrseitiges Dokument zur Verfügung, welches Beispiele für mögliche Bestimmungen und Artikel eines Partnerschaftsabkommens in Tempus IV enthält. Interessierte Hochschulvertreter können das Dokument auf Nachfrage beim DAAD, Referat 604 erhalten.


Aktuell ist der fünfte Aufruf im Tempus IV Programm veröffentlicht. Projektvorschläge können noch bis zum 23. Februar 2012 eingereicht werden. Die Auswahl der Projekte und Benachrichtigung der Antragsteller sollen bis Mitte Juli 2012 erfolgen. Der nächste Tempus-Aufruf wird voraussichtlich im Oktober 2012 veröffentlicht.


Kontakt:
DAAD, Referat 604
Marco Brückner
Tel.: 0228-882 477
brueckner@daad.de

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Ausschreibungen:

Aufruf in ICI ECP veröffentlicht

Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur in Brüssel hat am 30. November 2011 den neuen Aufruf im Programm ICI ECP (Industrialised Countries Instrument – Education Cooperation Programme) mit Beteiligung der Partnerländer Australien und Republik Korea veröffentlicht. Antragsfrist ist der 30. März 2012. Näheres finden Sie unter „Programminformationen“ in diesem Newsletter.

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5. Aufruf in Tempus IV – Antragsfrist 23. Februar 2012

Noch bis zum 23. Februar 2012 können Anträge für das EU-Hochschulkooperationsprogramm Tempus eingereicht werden. Im aktuellen fünften Aufruf der Tempus IV-Programmphase steht ein deutlich erhöhtes Budget von voraussichtlich 90,6 Millionen Euro zur Verfügung.


Tempus-Projekte dienen der Reform und Modernisierung der Hochschulen und Hochschulsysteme in den 27 Partnerländern der EU in der Südlichen und Östlichen Nachbarregion, Zentralasien und auf dem Westlichen Balkan. Gefördert werden Konsortien von Hochschuleinrichtungen der EU-Mitgliedstaaten und der Tempus-Partnerländer bestehen. Pro Projekt kann eine EU-Förderung zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Euro beantragt werden.


Der DAAD informiert und berät deutsche Hochschulvertreter als Nationale Kontaktstelle zur Antragstellung in Tempus IV. Präsentationen zum aktuellen Tempus-Aufruf können unter der Tagungsdokumentation auf den Veranstaltungsseiten der Seminare in Leipzig und Stuttgart abgerufen werden. Außerdem sind hier Partnergesuche von Hochschuleinrichtungen aus Drittstaaten, die gerne mit deutschen Einrichtungen im Rahmen des Tempus-Programms kooperieren möchten, einsehbar. Bitte beachten Sie, dass die Gesuche keine Empfehlung des DAAD darstellen.


Weitere Informationen zum fünften Aufruf in Tempus IV sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf der Webseite der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA).


Kontakt:
DAAD, Referat 604
Nationale Kontaktstelle für Tempus
Marco Brückner
Tel.: 0228-882 477
brueckner@daad.de

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Praktika in japanischen Unternehmen – Bewerbungen noch bis zum 20. Januar 2012 möglich

EU-Studierende der Natur- und Ingenieurwissenschaften können sich noch bis zum 20. Januar 2012 für ein Stipendium im Programm Vulcanus in Japan bewerben.


Das Programm fördert achtmonatige Praktika in japanischen Firmen. Ferner werden im Rahmen von Vulcanus ein einwöchiges Seminar über Japan sowie ein viermonatiger Japanisch-Intensivsprachkurs gefördert.


Bewerben können sich Studierende folgender Fachbereiche: Computer- und Ingenieurwissenschaften, Maschinenbau, Chemie, Elektronik, Biotechnologie, Physik, Telekommunikation, Kerntechnik, Hoch- und Tiefbau, Werkstoffkunde, Produktionssysteme usw. Zum Zeitpunkt der Bewerbung müssen sich die Studierenden mindestens im dritten Studienjahr an einer EU-Hochschule befinden.


Der Japan-Aufenthalt findet von September 2012 – August 2013 statt. Bewerbungen müssen beim EU-Japan Centre for Industrial Cooperation in Brüssel eingereicht werden.


Mehr Informationen zum Programm sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf der Vulcanus-Webseite.


Kontakt:
DAAD, Referat 604
Carina Fazius
Tel.: 0228-882 210
fazius@daad.de

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