ERASMUS für alle ab 2014
Die Europäische Kommission hat am 23.11.2011 ihren Vorschlag für "Erasmus für alle" vorgelegt, das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in den Jahren 2014 bis 2020. Mit den darin vorgesehenen Stipendien könnten bis zu 5 Millionen Menschen – fast doppelt so viele wie bisher – einen Teil ihres Bildungswegs im Ausland absolvieren, darunter fast 3 Millionen Lernende in der Hochschul- und Berufsbildung. Die Teilprogramme des jetzigen Programms für lebenslanges Lernen wie Erasmus, Comenius, Leonardo da Vinci und Grundtvig, die Bereiche Jugend und Sport sowie die internationalen Hochschulprogramme Erasmus Mundus, Tempus, Alfa etc. sollen in das neue Dachprogramm integriert werden und ihre Namen letztlich verschwinden.
Für das auf sieben Jahre angelegte Programm "Erasmus für alle" soll nach Vorschlag der Kommission ein Gesamtbudget von 19 Mrd. Euro bereitgestellt werden. Die nun anstehenden Verhandlungen zwischen Rat und Europäischem Parlament werden voraussichtlich Ende 2012 zeigen, wie das Programm und sein Budget schließlich wirklich aussehen werden.
Am 27.03.2012 hat der Ausschuss für Bildung und Kultur des Europäischen Parlaments in Brüssel eine öffentliche Anhörung zur Zukunft der EU-Bildungsprogramme und des Jugendprogramms durchgeführt. Rund 250 Teilnehmer verfolgten mit großem Interesse die Beiträge der vier Experten und die anschließende Diskussion mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments und dem Vertreter der Europäischen Kommission. Als einer der vier Bildungsexperten aus Europa war Dr. Siegbert Wuttig eingeladen, der die Anliegen des Hochschulbereichs vertrat.
Beitrag Dr. Wuttig
Die Aufzeichnung der Sitzung – und der Anhörung der Experten – finden Sie unter folgendem Link:
Mehr Informationen zu "Erasmus für alle":
- Pressemitteilung des BMBF (11.05.2012)
- Pressemitteilung der Europäischen Kommission (23.11.2011)
- Vorschlag der EU Kommissio (Mitteilung)
- Vorschlag der EU Kommission (Rechtsgrundlage)
- Faltblatt "Erasmus für alle"
Diese Dokumente können Sie auch direkt der Seite der EU-Kommission entnehmen:
http://ec.europa.eu/education/news/news3131_de.htm
Stand: 2012-05-15









